Phänomen Novak Djokovic - was der Superstar der Konkurrenz schon wieder voraus hat
Novak Djokovic erlebt ein emotional forderndes Jahr. Aufgrund des Verzichts auf eine Coronaimpfung habe er mit "Umständen" zu tun, mit denen er "noch nie konfrontiert" gewesen sei. Nur zwei von vier Grand-Slam-Events und insgesamt acht Turniere bestritt Djokovic - und hat der Konkurrenz doch etwas voraus. Kann der Superstar sogar wieder die Nummer eins werden? Mischa Zverev bleibt vorsichtig.
Djokovic meldet sich mit Titel zurück - die Final-Highlights
Quelle: SNTV
Es geht immer noch auf Knopfdruck.
Novak Djokovic ist nach mehr als elf Wochen Pause auf die Tour zurückgekehrt und hat gleich sein erstes Turnier gewonnen - ohne Satzverlust.
Die lange Abstinenz, der Serbe konnte aufgrund seines Verzichts auf eine Impfung gegen das Coronavirus nicht an den US-Masters und den US Open teilnehmen, habe ihm "eine Extramotivation" gegeben. Er sei in Tel Aviv nicht nur angetreten, um den Titel zu holen, sondern um "wirklich gut" zu spielen.
Das ist dem Superstar ohne Frage gelungen.
"So, wie Novak aussieht, kann er noch drei, vier Jahre spielen", sagt Mischa Zverev im Instagram Live bei Eurosport.
Sand, Rasen, Hartplatz - Djokovic räumt überall ab
Hinzu kommt: Djokovic hat trotz der langen Abwesenheiten seine extreme Variabilität unter Beweis gestellt. Als einziger Spieler der ATP Tour hat der Routinier in dieser Saison auf allen drei Belägen mindestens ein Turnier gewonnen. Auf Sand holte er beim Masters von Rom den Titel, auf Rasen setzte er sich in Wimbledon die Krone auf, in Tel Aviv triumphierte er auf Hartplatz.
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Highlights: Djokovic wackelt in Satz zwei, fällt aber nicht
Quelle: Eurosport
Dennoch gehörten die großen Schlagzeilen in den vergangenen Wochen und Monaten anderen Profis. Da gerät schnell außer Sicht, dass Djokovic von seinen letzten 21 Matches bei Einzelwettbewerben 20 für sich entschieden hat - und das mit 35 Jahren.
"Das Alter ist nur noch eine Zahl, wenn man wie Novak auf und abseits des Platzes alles richtig macht", betont Zverev exklusiv bei Eurosport. Djokovic werde in diesem Herbst noch "sehr gefährlich" für die Konkurrenz, vor allem beim ATP Masters von Paris-Bercy und bei den ATP Finals in Turin müsse man den Altmeister bei der Favoritenfrage auf dem Zettel haben.
Djokovic wieder Nummer eins? Zverev zögert
Etwas weniger optimistisch schätzt Zverev die Chancen ein, dass Djokovic noch einmal auf Rang eins der Weltrangliste zurückkehrt. Allerdings nicht aus sportlichen Gründen. "Das große Thema wird sein: 'Spielt er die Australian Open?' Wenn es schlecht läuft und es dann in Wimbledon wieder keine Ranking-Punkte gibt, würden ihm potenziell 4000 Zähler fehlen", rechnet Zverev vor.
Bislang verbrachte Djokovic 373 Wochen auf Platz eins - Rekord. "Körperlich und geistig" sei der 21-malige Grand-Slam-Turniersieger absolut in der Lage, seine Bestmarke auszubauen, glaubt Zverev. Djokovic selbst hat sich dieser Tage zwar nicht dazu geäußert, dafür aber eine Ansage gemacht, die keinen Zweifel an den weiter höchsten Ambitionen lässt: "Mein Ansatz ist es, Turniere zu gewinnen, wo immer ich bin."
Das gilt auch in Astana. In der kasachischen Hauptstadt hängen die Trauben für Djokovic in dieser Woche allerdings wesentlich höher. Der Routinier ist bei dem Wettbewerb der 500er-Kategorie nur an Position vier gesetzt, hinter US-Open-Champion Carlos Alcaraz, Daniil Medvedev und Stefanos Tsitsipas.
Alles Kontrahenten, die wesentlich jünger sind. Aber bei Djokovic ist das Alter ja nur eine Zahl...
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Bagel im ersten Satz: Djokovic bezwingt Andujar in Tel Aviv klar
Quelle: Perform
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