Fall Peng Shuai - ATP verzichtet auf Absage der Turniere in China: "Präsenz bietet Chancen, was zu bewirken"

Nach der Absage der WTA-Tennisturniere im Zuge des Falls Peng Shuai zieht die ATP vorerst nicht nach. Das stellte Andrea Gaudenzi, Vorsitzender der Spielergemeinschaft der Männer, am Donnerstag klar. "Wir glauben ganz grundsätzlich, dass uns eine globale Präsenz die besten Chancen bietet, etwas zu bewirken", wurde der 48-jährige Italiener in einer Stellungnahme zitiert.

Peng Shuai

Fotocredit: Getty Images

Andrea Gaudenzi sagte weiter: "Wir wissen, dass Sport einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben kann."
Peng Shuais Situation sorge allerdings weiterhin für "ernsthafte Bedenken innerhalb und außerhalb unseres Sports". Die Reaktion auf die Bedenken sei "bisher unzureichend".
"Wenn kommende Woche ein Turnier in China wäre, würde sich niemand dabei wohlfühlen", sagte der Weltranglistenzweite Daniil Medvedev aus Russland. Allerdings sei das nächste Event dort erst im Herbst. "Mal sehen, wie es weitergeht."
Die Spielerinnen-Organisation WTA setzt alle Turniere in China und Hongkong aus. Dies hatte Steve Simon, Vorsitzender der Spielerinnen-Organisation, am Mittwoch bekannt gegeben. Die chinesische Regierung reagierte mit Unverständnis auf den Schritt.

Peng nach Missbrauchsanschuldigung zunächst zwei Wochen spurlos verschwunden

Peng hatte Anfang November im Twitter-ähnlichen Medium Weibo berichtet, vom ehemaligen chinesischen Vizepremier Zhang Gaoli sexuell missbraucht worden zu sein.
Der Eintrag wurde ebenso gelöscht wie zahlreiche Internet-Einträge über Peng, von der danach mehr als zwei Wochen jede Spur fehlte. Spätere Äußerungen wertete die WTA als unter Zwang getätigt.
(SID)
picture

Australian Open? Djokovic-Vater spricht von Erpressung

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung