Rafael Nadal glaubt an "Unfall" bei positiver Probe von Jannik Sinner und schließt Fall ab - Sperre endet am 4. Mai
VonNiklas Bien
Publiziert 23/04/2025 um 16:46 GMT+2 Uhr
Rafael Nadal hat seine Unterstützung für den aktuell gesperrten Jannik Sinner ausgesprochen. Die spanische Tennis-Legende hält die positiven Dopingtests für einen "Unfall", mit der Strafe sei der Fall abgeschlossen. Auch Sinners Trainingspartner Jack Draper stellte sich hinter den Italiener, der "ein wirklich ehrlicher, netter Mensch" sei. Am 4. Mai endet die Strafe des Weltranglistenersten.
Nadal mit offenen Worten: "Vermisse das Profi-Tennis nicht"
Quelle: Perform
Es ist ein Thema, das für Jannik Sinner in den vergangenen Monaten im Grunde omnipräsent war - bald könnte unter die Angelegenheit ein Schlussstrich gezogen werden.
Am 4. Mai hat der Weltranglistenerste seine Dopingsperre offiziell abgesessen. Sinner und die WADA einigten sich auf die dreimonatige Sperre, da der Italiener glaubhaft versicherte, dass keine Absicht vorlag und er keinen Wettbewerbsvorteil aus den beiden positiven Tests gezogen habe.
Im vergangenen März war Sinner zweimal positiv auf das Steroid Clostebol getestet worden, begründete die Proben aber mit einem clostebolhaltigen Wundspray, das über eine Massage von der Hand seines ehemaligen Physiotherapeuten in seinen Körper gelangt war.
Auch Tennis-Legende Rafael Nadal folgt dieser Darstellung. Die positiven Tests seien ein "Unfall" gewesen und Sinner unter dem Strich als unschuldig aus dem Prozess gekommen, sagte der Spanier im Gespräch mit "The Telegraph".
Nadal schließt den Fall ab
"In diesem Fall war es nicht positiv für unseren Sport. Aber solche Dinge passieren manchmal, Unfälle passieren, und so sehe ich das auch, denn ich glaube an Jannik", so Nadal. Er sei überzeugt, dass Sinner nicht betrügen wollte und eine "unschuldige und moralische Person" sei.
Gleichzeitig wolle er die Entscheidung nicht anzweifeln. "Es gibt Protokolle, die wir alle in unserer Karriere befolgt haben. Jannik hat diese dreimonatige Sperre akzeptiert und somit: Fall abgeschlossen", betonte der 14-malige French-Open-Sieger - indes der Grand Slam, zu dem Sinner auf die ganze große Bühne zurückkehren wird.

Jannik Sinner und Jack Draper trafen bei den US Open im vergangenen Jahr aufeinander.
Fotocredit: Getty Images
Auf den zurückgetretenen Nadal wird er dort nicht mehr treffen, auf Jack Draper unter Umständen schon. In den vergangenen Wochen trainierten die beiden Top-10-Spieler zusammen - im Interview mit der "BBC" machte sich der Brite für seinen Trainingspartner stark.
"Wenn Leute mich nach Jannik fragen, sage ich die Wahrheit – ich finde, er ist ein wirklich ehrlicher, netter Mensch und dazu ein unglaublicher Spieler", lobte Draper den Italiener.
Sinner feiert Comeback in der Heimat
Der Weltranglistensechste glaubt - wie Nadal - nicht, dass Sinner vorsätzlich gedopt hat. "Ich bin mir sicher, dass er in dieser Situation absolut keine Ahnung von irgendetwas gehabt hat. So läuft das Leben eben – manchmal passieren Fehler", so Draper. Sinner habe "den Hass, den er bekommt, nicht verdient".
Der dreifache Grand-Slam-Sieger wird beim Masters in Rom sein Comeback feiern und vor den French Open auch beim ATP-500-Turnier in Hamburg aufschlagen.
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