Reaktion von Jannik Sinner nach verlorenem French-Open-Finale "schockt" Marion Bartoli: "Hätte alles kaputttgemacht"
VonNiklas Bien
Update 05/01/2026 um 19:17 GMT+1 Uhr
Das Finale der French Open war für Jannik Sinner einer der bittersten Momente des vergangenen Tennis-Jahres. Trotz dreier Matchbälle verlor der Italiener in fünf Sätzen gegen seinen Dauerrivalen Carlos Alcaraz. Der beeindruckende Umgang mit dieser schwierigen Niederlage ließ die frühere Wimbledonsiegerin Marion Bartoli "geschockt" zurück, wie sie nun in einem Interview bei "BBC 5 Live" erklärte.
Finale: Alcaraz wehrt Sinner-Matchbälle ab und siegt - Highlights
Quelle: Eurosport
Fünf Stunden und 29 Minuten dauerte das Spiel, das als eines der spektakulärsten Duelle in die Geschichte der French Open eingehen sollte.
Der Italiener führte zwischenzeitlich mit 2:0 in Sätzen, hatte im vierten Durchgang gleich drei Matchbälle zum Turniersieg - und musste sich dennoch mit 6:4, 7:6 (7:4), 4:6, 6:7 (3:7), 6:7 (2:10) geschlagen geben.
Der 24-Jährige zeigte im Anschluss nicht nur bei seiner Rede auf dem Court Größe, indem er Alcaraz gratulierte, den Ballkindern und Schiedsrichtern dankte und noch das ein oder andere Lächeln übrig hatte, sondern auch im Umgang mit Marion Bartoli.
Die Wimbledon-Siegerin von 2013 war als Reporterin vor Ort und hatte Sinner im Turnierverlauf einige Male interviewt.
Sinner kommt auf Bartoli zu
"Er bemühte sich aufzustehen, kam auf mich zu, und ich dachte: 'Kommt er wirklich auf mich zu?'", beschrieb Bartoli die Situation unmittelbar nach der Partie.
Sinner kam tatsächlich auf die Französin zu. "Er sagte: 'Oh Mann, das waren wirklich schöne Interviews während der 15 Tage. Ich kann es kaum erwarten, dich in Wimbledon zu sehen'", berichtete die 42-Jährige.
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Quelle: Eurosport
Die ehemalige Top-Spielerin sei "total geschockt" gewesen, "dass er sich nach fast sechs Stunden Spielzeit auf dem Platz noch an mich erinnerte und sich die Mühe machte, aufzustehen und auf den Platz zu kommen".
Bartoli selbst hätte in der Situation ihrer eigenen Einschätzung nach ganz anders reagiert. "Ich hätte alles kaputtgemacht, was man im Umkleideraum kaputtmachen kann, wenn ich ein Grand-Slam-Finale nach drei Matchbällen verloren hätte", betonte die Französin.
Revanche für Sinner in Wimbledon
"Und ich hätte mir definitiv nicht die Mühe gemacht, herumzulaufen und jemandem zuzuwinken, der beim Fernsehen arbeitet", so Bartoli weiter.
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Das schmerzhafte Finale hat Sinner indes nicht nur im ersten Moment nach der Niederlage beeindruckend abgeschüttelt, sondern auch im Finale von Wimbledon gut einen Monat später.
Erneut hieß das Duell Sinner gegen Alcaraz - dieses Mal hatte der Italiener beim 4:6, 6:4, 6:4, 6:4 das bessere Ende für sich.
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