Eurosport
Roger Federer beendet historische Karriere: Acht denkwürdige Endspieler in der Laufbahn des Schweizers
Von
Publiziert 15/09/2022 um 20:27 GMT+2 Uhr
Roger Federer hat am Donnerstag sein Karriereende angekündigt. Nach dem Laver Cup (23. - 25. September) verlässt der Schweizer die große Tennis-Bühne. Während seiner historischen Karriere lieferte er sich einige denkwürdige Endspiele mit seinen Kontrahenten. Von seinem ersten Grand-Slam-Titel in Wimbledon, bitteren Niederlagen bis hin zu spektakulären Comebacks. Acht besondere Finals im Überblick.
Tennis : Top 10 Federer in GS
Quelle: Eurosport
Roger Federer beendet seine Karriere nach 103 Titel und 310 Wochen als Nummer eins der Weltrangliste. Beim Laver Cup (vom 23. bis 25. September live bei discovery+) schlägt der 41 Jahre alte Schweizer letztmals auf der großen Bühne auf.
Hinter dem 20-fachen Grand-Slam-Champion liegen unzählige große Endspiele, von seinem ersten Grand-Slam-Titel in Wimbledon über seinen Durchbruch in Paris bis hin zu spektakulären Comebacks.
Acht besondere Finals in der Karriere von Roger Federer:
Das Jahrhundertmatch
1526 Matches hat Roger Federer auf der Tennistour gespielt, nur 275 verloren - und doch endete seine wohl denkwürdigste Partie mit einer Niederlage.
Das Wimbledonfinale 2008 gegen Rafael Nadal ist als Jahrhundertmatch in die Geschichtsbücher eingegangen.
Die beiden ewigen Rivalen begegneten sich auf der Höhe ihres Schaffens, nach 4:48 Stunden fiel die Entscheidung. Federer verlor 4:6, 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (10:8), 7:9.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/09/15/3454249.jpg)
Roger Federer verliert das Jahrhundertmatch gegen Rafael Nadal in Wimbledon 2008
Fotocredit: Getty Images
Das erste Comeback
Zwei Jahre hatte Federer nicht mehr in Wimbledon gewonnen, ja selbst das Finale hatte er nicht mehr erreicht.
Im Jahr 2012 hatten ihn viele Experten bereits abgeschrieben, Rafael Nadal, Novak Djokovic oder auch Andy Murray übernahmen das Zepter. Doch Federer schlug zurück und holte seinen siebten Wimbledontitel.
Im Endspiel bezwang er den Briten Murray 4:6, 7:5, 6:3, 6:4.
Das zweite Comeback
Abgeschrieben wurde Federer oft, vor der Saison 2017 rechnete niemand mehr mit ihm - nicht einmal er selbst.
Ein halbes Jahr hatte er wegen Knieproblemen pausiert, dann die Sensation: Bei den Australian Open steigerte sich Federer immer dann, wenn es wirklich drauf ankam.
Drei Fünfsatzmatches führten ihn zum Titel, darunter das epische 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3 im Finale gegen Nadal.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/09/15/3454254.jpg)
Roger Federer gewinnt die Australien Open 2017 gegen Rafael Nadal
Fotocredit: Getty Images
Der Durchbruch auf Sand
Was wäre Federers Karriere ohne diesen einen Titel in Paris gewesen, dort, wo Nemesis Nadal stets zu stark war?
Viermal standen sich Federer und Nadal im Endspiel der French Open gegenüber, viermal siegte der Spanier.
2009 war Nadal jedoch im Achtelfinale an Robin Söderling gescheitert, Federer nutzte die Chance und holte sich gegen den Schweden mit 6:1, 7:6 (7:1), 6:4 zum ersten und einzigen Mal den Pokal in Roland Garros.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/09/15/3454193-70469028-2560-1440.jpg)
Corretja adelt Federer: "Ein Charisma wie niemand zuvor"
Quelle: Eurosport
Die schmerzhafte Niederlage
Acht Mal stemmte Federer den Wimbledonpokal in den Himmel über dem Londoner Südwesten, ein neuntes Mal war nur einen Punkt entfernt.
2019 hatte er gegen Djokovic bereits zwei Matchbälle, musste sich in einem weiteren epischen Finale jedoch 6:7 (5:7), 6:1, 6:7 (4:7), 6:4, 12:13 (3:10) geschlagen geben.
Insgesamt machte er 14 Punkte mehr als der Serbe und kassierte nach fünf Stunden doch eine der brutalsten Niederlagen seiner Karriere.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/09/15/3454252.jpg)
Roger Federer gewinnt mit Stan Wawrinka Olympia-Gold in Peking
Fotocredit: Getty Images
Der Olympiasieg
Zu Federers Sammlung gehört auch eine Olympische Goldmedaille, gewonnen 2008 in Peking im Doppel an der Seite seines Landsmannes Stan Wawrinka.
Das Duo setzte sich im Endspiel gegen die Schweden Simon Aspelin/Thomas Johansson 6:3, 6:4, 6:7 (4:7), 6:3 durch.
Im Einzel bleibt es bei Silber - 2012 in London verlor Federer klar gegen Andy Murray, den er wenige Tage zuvor an gleicher Stelle im Wimbledonfinale noch bezwungen hatte.
Der erste Titel
Wie lange Federer auf der Tour unterwegs war, zeigt schon sein erster Titel. Den holte er als Teenager im Alter von 19 Jahren im Februar 2001 in Mailand - und zwar auf Teppich.
Diesen Belag gibt es längst nicht mehr auf der Profitour, Federer kam er entgegen wie der schnelle Rasen von Wimbledon.
In Mailand gewann er das Finale gegen den Franzosen Julien Boutter 6:4, 6:7 (7:9), 6:4.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2019/10/27/2704459.jpg)
Roger Federer holt zehnten Titel in Basel
Fotocredit: Getty Images
Der letzte Titel
Das finale Finale bestritt Federer 2019 in seiner Heimat Basel - und gewann seinen zehnten Titel bei dem Turnier, bei dem er einst als Balljunge den Stars das Handtuch gereicht hatte.
Das 6:2, 6:2 gegen den Australier Alex de Minaur war sein 103. Turniersieg insgesamt, damit liegt er auf Platz zwei der "ewigen" Bestenliste hinter Jimmy Connors (109).
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Federer verkündet Karriereende: "Eine bittersüße Entscheidung"
(SID)
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung