Für seine häufigen Wutausbrüche auf dem Platz bekam er aus seinem familiären Umfeld durchaus Kritik, wie er berichtete. Doch Federer und sein Umfeld wussten schnell, dass sich der Schweizer hinsichtlich seiner Frustrationstoleranz ändern musste, wenn er große Turniere gewinnen wollte.
"Dieses ständige Gejammer, dieses Lamentieren, das musste aufhören", wusste der 40-Jährige und stellte sich damals die Frage: "Wie kann ich einen schlechten Punkt einfach ignorieren?"
Der Rekord-Grand-Slam-Champion suchte nach etwas, das ihn beruhigt, wie eine Kuscheldecke bei einem Baby. "Etwas, das mir hilft, mich für einen kurzen Moment in meine Welt zurückzuziehen", so der 40-Jährige. Sein damaliger Trainer half Federer mit einem Ritual, das sich der Schweizer bis heute bewahrt hat.
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"Ab sofort hieß es: Drei Sekunden darfst du dich aufregen. Dann läufst du zum Tüchli", erklärte Federer. "Das ist dann der Moment ganz für dich."
Dieses Handtuch-Ritual, das ihn zu 20 Grand-Slam-Titeln trug, hat er sich bis heute bewahrt: "Punkt verloren, erster Reflex - Handtuch“, sagte Federer und scherzte: "Später war es dann aber auch wegen des vielen Schwitzens."

Federer will Karriereende selbst bestimmen

Seit seinem Viertelfinal-Aus in Wimbledon im Juli gegen den Polen Hubert Hurkacz fehlt der Schweizer allerdings auf der Tour. Im August hatte er sich einer weiteren Operation am Knie unterziehen müssen.
Dennoch arbeitet Federer hart an seinem Comeback und denkt noch nicht an ein Karriereende: "Ich wünsche mir, dass ich den Moment selbst wählen kann. Ich bin sicher, ich werde merken, wenn dieser Augenblick gekommen ist", so Federer gegenüber "Interview by Ringier".
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