French Open 2026: Zverev für Corretja und Wilander der "größte Profiteur" der Alcaraz-Verletzung

Eurosport-Experten Àlex Corretja und Mats Wilander sehen Alexander Zverev vor Beginn der French Open am Sonntag als einen der größten Nutznießer des Ausfalls von Carlos Alcaraz. "Dass Alcaraz fehlt, öffnet die Chancen für viele - aber vor allem für den Spieler, der seinen Platz im Tableau übernimmt: Sascha Zverev", erklärte Corretja im exklusiven Interview mit Blick auf die Chancen des Deutschen.

Alexander Zverev ist für die Eurosport-Experten einer der Favoriten in Paris

Fotocredit: Getty Images

Der Weltranglistenzweite Alcaraz wird in Roland-Garros (24. Mai bis 7. Juni live bei Eurosport und HBO Max) mit einer Sehnenscheidenentzündung fehlen, die ihn bereits seit seinem Rückzug vor dem Achtelfinale beim ATP-Turnier in Barcelona außer Gefecht setzt. Auch für Wimbledon Ende Juni musste der 22-Jährige absagen. Durch die Abwesenheit des Spaniers rückt Zverev, derzeit Nummer drei der Welt, in der Setzliste an die Position des Titelverteidigers.
Damit geht der Hamburger dem italienischen Top-Favoriten Jannik Sinner, gegen den er die letzten neun Duelle verloren hat, bis zum möglichen Endspiel aus dem Weg.
Wie Corretja sieht auch Wilander den Ausfall von Alcaraz als große Chance für Zverev. "Die Abwesenheit von Alcaraz öffnet Chancen - und Zverev ist einer der größten Profiteure", analysierte der Schwede.
Auch wenn Zverev weiterhin auf seinen ersten Grand-Slam-Titel wartet, ist der 61-Jährige davon überzeugt, dass es irgendwann mit einem Major für den 29-Jährigen klappen wird. ”Wenn man sich immer wieder in diese Position bringt, kommt irgendwann der Tag - mit den richtigen Bedingungen, dem richtigen Gegner und auch etwas Glück”, meinte Wilander.

Wilander: Das braucht Zverev gegen Sinner

Die größte Bedrohung für Zverev in Paris bleibt für beide Eurosport-Experten allerdings Sinner, der mit seinem jüngsten Triumph in Rom als erst zweiter Spieler nach Novak Djokovic alle Masters-Turniere gewonnen hat.
Wilander zeigte sich angesichts von Zverevs deutlicher Final-Niederlage gegen Sinner in Madrid (1:6, 2:6) zumindest besorgt. "Selbst auf einem schnellen Platz, wo Zverevs Aufschlag eigentlich ein Vorteil sein sollte, war Sinners Aufschlag die größere Waffe", sagte der siebenmalige Grand-Slam-Champion.
Um den Italiener zu schlagen, brauche Zverev im Endspiel von Roland-Garros ”perfekte Bedingungen - einen schweren Platz, lange Matches und einen müden Sinner”, so Wilander.
Corretja identifizierte vor allem die richtige Einstellung als Schlüssel für einen möglichen Zverev-Triumph in Paris. "Sascha muss in das Turnier gehen und alles ausblenden - die Auslosung, Sinner, die Chancen", riet der Spanier.
Besonders wichtig sei ein aggressives Auftreten. ”Er muss vom ersten Moment an aggressiv sein, darf nicht spekulieren”, so Corretja: ”Wenn er früh die Kontrolle übernimmt, gut serviert und das Spiel diktiert, dann ist er über fünf Sätze extrem schwer zu schlagen.”
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Quelle: SNTV


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