Ukraine-Krieg: Elina Svitolina kritisiert russische Tennisspieler für Statementes gegen Krieg

Die Ukrainerin Elina Svitolina hat die russischen Tennisspieler für ihre Aussagen gegen den Krieg in der Ukraine kritisiert. Unter anderem hatte Andrey Rublev im Februar in Dubai "No war please" auf eine Kameralinse geschrieben. Für die 27-Jährige nicht ausreichend. "Ich glaube, das ist ein sehr seichtes Statement. Was bedeutet kein Krieg?", hinterfragte Svitolina in einem Interview mit der "BBC".

Elina Svitolina

Fotocredit: Getty Images

Auf der anschließenden Pressekonferenz nach seinem Finaleinzug beim ATP-Turnier hatte Rublev gesagt: "Man erkennt, wie wichtig es ist, Frieden in der Welt zu haben und sich gegenseitig zu respektieren, egal was passiert und vereint zu sein."
Die derzeitige Nummer 25 der WTA-Weltrangliste bemängelte, derlei Aussagen böten Interpretationsspielraum. "Soll das bedeuten, unsere ukrainischen Soldaten sollten einfach aufgeben und unser Land abschreiben? Ist das, was 'kein Krieg' bedeutet?", fragte die Ukrainerin und sagte: "Man kann darüber in verschiedenen Arten denken."
Am Mittwoch hatte Svitolina über ihre sozialen Kanäle eine Forderung ukrainischer Athletinnen und Athleten verbreitet. Darin forderten die Verfasser die Organisationen WTA, ATP und ITF dazu auf, russischen und belarussischen Sportlern drei Fragen zu ihren Positionen zum Krieg zu stellen.
"Es kommt eine Zeit, in der Schweigen Verrat ist. Und diese Zeit ist jetzt", schrieben die Verfasser um Svitolina in ihrer Stellungnahme.

Svitolina fordert keinen kategorischen Ausschluss

Dazu stellte die Ukrainerin im Gespräch mit der "BBC" nun klar: "Wir wollen keinen vollständigen Ausschluss. Wir wollen aber, dass sie aufstehen und sich positionieren, ob sie an der Seite Russlands oder an der Seite der restlichen Welt stehen. Das ist für mich das Wichtigste."
Insofern wollte Svitolina keinen kategorischen Ausschluss unterstützen. "Wenn sie sich nicht für diese Regierung entscheiden, wäre es fair, dass sie spielen dürfen", so die 27 Jahre alte Ukrainerin.
Am Mittwoch hatten die Organisationen erklärt, dass russische und belarussische Sportler aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine nicht bei Wimbledon teilnehmen dürfen. Wimbledon-Chef Ian Hewitt hatte erklärt: "Es ist traurig, dass sie unter den Taten der Anführer des russischen Regimes leiden müssen."
Das zweiwöchige Turnier beginnt am 27. Juni.
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Russen und Russinnen ausgeschlossen - Siegemund zwiegespalten

Quelle: Eurosport

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