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Koepfer erfüllt sich "Kindheitsraum" - und fordert Geheimfavorit

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Dominik Köpfer bei den US Open

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
31/08/2019 Am 13:48 | Update 01/09/2019 Am 23:56

Dominik Koepfer darf noch ein paar Tage weiter träumen: Der 25-jährige Qualifikant steht sensationell im Achtelfinale der US Open. Bereits in Wimbledon erreichte er die zweite Runde, nun steht er unter den besten 16 in New York. Für den gebürtigen Schwarzwälder, der in den USA lebt, ist es der größte Triumph seiner Karriere. Zuvor war es selbst nicht leicht, den Trainer zu bezahlen.

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Mindestens einmal noch wird Dominik Koepfer seinen Glücksbringer in der 49th Street in Manhattan aufsuchen. "Ein sehr guter Italiener" befinde sich dort, verriet der 25-Jährige, den er "jedes Mal vor dem Match" besuche.

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Sogar Angelique Kerber habe er in dem Restaurant schon gesehen. Ihr jedoch, scherzte Köpfer, "hat es wahrscheinlich nicht so viel Glück gebracht". Bei ihr zumindest. Denn Koepfer, der fulminant aufspielende Qualifikant, darf es sich hingegen weiter schmecken lassen.

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Der gebürtige Schwarzwälder steht in Flushing Meadows sensationell im Achtelfinale. "Es fühlt sich nicht real an, ich kann es nicht glauben, ich bin sprachlos", stammelte er nach dem 6:3, 7:6 (7:5), 4:6, 6:1 gegen den an Nummer 17 gesetzten Georgier Nikolos Basilaschwili, fassen konnte er seinen Coup nicht. "Ich habe sogar den Matchball vergessen, ich bin mir nicht sicher, was passiert ist", berichtete Koepfer.

Schnell, aggressiv: Der größte Erfolg seiner Karriere

An alles, was davor und danach passierte, erinnerte er sich aber genau. So habe er Boris Becker auf den unteren Rängen des Grandstands natürlich gleich bemerkt. "Er ist ja nicht zu übersehen mit seinen blonden Haaren", sagte Koepfer, dem ebenfalls nicht entging, dass der sechsmalige Grand-Slam-Sieger "ein bisschen nervös gewesen" sei.

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Zur Nervosität gab es aber gar keinen Grund. Furchtlos und aggressiv rang Koepfer Basilaschwili nieder, unermüdlich rannte er jedem noch so unerreichbar scheinenden Ball hinterher. Zu stoppen war Koepfer erst, nachdem er den größten Erfolg seiner Karriere eingefahren hatte.

"Ich habe erst einmal zehn Minuten draußen gewartet, weil Novak Djokovic und Denis Kudla ihr Interview gegeben haben und ich nicht in die Umkleidekabine konnte", erzählte Koepfer: "Also bin ich draußen rumgestanden, habe versucht, das zu realisieren und auf mein Handy geschaut". Aber dies, fügte er lachend hinzu, "macht keinen Sinn zur Zeit - zu viele Nachrichten."

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Freunde und Familie kommen mit ihren Gratulationen kaum hinterher - erst die zweite Runde in Wimbledon, dann marschierte Koepfer durch die Qualifikation ins Hauptfeld der US Open, und dort steht er nun unter den besten 16 Spielern.

Sechs Partien hat er in den vergangenen zwei Wochen in New York bereits gewonnen - Nummer sieben soll im Achtelfinale gegen Daniil Medvedev, den zuletzt groß aufspielenden Russen, folgen.

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Fotocredit: Getty Images

Doch schon jetzt hat sich der Trip nach New York für den Mann, der nach dem Abitur zum Tennisspielen an die Tulane University in New Orleans ging und mittlerweile in Tampa in Florida lebt, gelohnt. Erstmals wird Koepfer nach dem Turnier zu den 100 besten Spielern der Welt gehören.

Koepfer erfüllt sich einen "Kindheitstraum"

"Das war ein Kindheitstraum, der jetzt in Erfüllung gegangen ist", sagte er, mindestens auf Platz 84 der Weltrangliste wird er klettern.

Dazu spült der Achtelfinaleinzug satte 280.000 Dollar (rund 250.000 Euro) in die Kasse - das bisherige Karriere-Preisgeld belief sich auf 332.732 Dollar. Da sei es schon auch mal schwierig gewesen, "jeden Monat den Trainer zu bezahlen", sagte Köpfer.

Diese Sorgen hat er nun nicht mehr. Und das ein oder andere Abendessen beim Italiener ist sicher auch noch drin.

(SID)

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