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US Open | Dominic Thiem nach Finale: "Ein Lebensziel erreicht"
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Publiziert 14/09/2020 um 14:13 GMT+2 Uhr
Österreich hat nach Thomas Musters Triumph bei den French Open 1995 wieder einen Grand-Slam-Sieger: Dominic Thiem ist am Ziel seiner Träume. Nach einer spektakulären Aufholjagd im Finale gegen Alexander Zverev, in welchem er schon mit zwei Sätzen zurücklag und ein Break gegen sich hatte, krönte sich der 27-Jährige letztendlich noch zum Champion von New York.
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Dominic Thiem saß hinter dem mächtigen Silberpokal der US Open und war völlig überwältigt von seinen Emotionen. "Definitiv habe ich ein Lebensziel erreicht", sagte der 27 Jahre alte Niederösterreicher mehr als eine Stunde nach seinem hochdramatischen Fünfsatzsieg gegen den Hamburger Alexander Zverev: "Es ist ein Traum von mir, den ich seit vielen, vielen Jahren hatte."
Thiem hatte in einem verrückten Match gezaudert, gezweifelt und gewackelt. Er stand bei seiner vierten Finalteilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier kurz vor der vierten Niederlage. Weil der Kopf zunächst streikte. Die Emotionen seien "sehr, sehr schwer zu händeln" gewesen, sagte er später.
Kurz: "Was für ein Spiel!"
Doch der gute Kumpel von Zverev erreichte nach 4:01 Stunden Spielzeit doch noch den Moment, der ihm schließlich alles bedeuten sollte. "Ich habe im Grunde mein ganzes Leben bis zu diesem Punkt dem Ziel gewidmet, ein Major zu gewinnen", sagte er nach dem 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6 (8:6)-Sieg.
Während Thiem versuchte, seinen Erfolg für sich einzuordnen, setzten sich in seiner Heimat die Jubelstürme fort. Bundeskanzler Sebastian Kurz gratulierte per "Twitter": "Was für ein Spiel!" Der Stolz auf den zweiten Grand-Slam-Titel eines Österreichers ist enorm, 1995 hatte Thiems Ex-Coach Thomas Musters die French Open gewonnen.
Die Medien des deutschen Nachbarlandes huldigten dem neuen Helden. "Mit dem US-Open-Triumph hat Dominic Thiem sein Meisterstück abgeliefert", schrieb die Kleine Zeitung. Die Hoffnungen auf weitere Erfolge sind groß. Schon bei den am 27. September beginnenden French Open zählt Thiem erneut zu den Titelkandidaten, zweimal stand er in Paris bereits im Finale.
(SID)
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