Angelique Kerber zurück in der Weltspitze und vor US Open auch ohne Turniersieg in Topform

Für den Turniersieg in Cincinnati hat es nicht gereicht, doch Angelique Kerber reist in Topform zu den US Open (30. August bis 12. September). Fünf Jahre nach ihrem Triumph in New York erinnert vieles an die "alte Angie", die 2016 das Major-Turnier in den USA gewann und bei den Australien Open triumphierte. Kerber ist zurück in der Weltspitze und zählt bei den US Open zu den Favoritinnen.

Angelique Kerber findet zurück zu "altem" Glanz

Fotocredit: SID

Eine Trophäe nimmt Angelique Kerber nicht mit zu den US Open, aber dafür ein Kompliment aus berufenem Munde. Die Generalprobe in Cincinnati endete im Halbfinale, die Weltranglistenerste Ashleigh Barty war zu stark - musste allerdings ziemlich kämpfen.
Und das habe einen Grund. Kerber sei "wirklich wieder die alte Angie", sagte die Australierin nach ihrem 6:2, 7:5, und "eine der besten Spielerinnen der Welt".
Die Kerber von einst also, die dreimalige Grand-Slam-Siegerin, die Nummer eins der Welt? Vor dem letzten Major des Jahres in New York (30. August bis 12. September) zeigt die Formkurve jedenfalls nach oben. "Ich bin ziemlich glücklich über das Ergebnis", sagte Kerber, "das waren gute Matches auf dem Weg zu den US Open."
Die 33-Jährige klettert in der Weltrangliste auf Platz 18, so hoch war sie zuletzt im Januar 2020 notiert. Und nur zwei der vergangenen 16 Matches verlor Kerber: Vor ihrem verletzungsbedingten Verzicht auf die Olympischen Spiele in Tokio erreichte sie das Halbfinale von Wimbledon ebenfalls gegen Barty, zuvor hatte sie das Turnier in Bad Homburg gewonnen.

Kerber hatte immer Vertrauen in sich selbst

Fünf Jahre ist es her, da glänzte Kerbers Karriere ganz besonders. 2016 gewann sie die Australian Open und die US Open, sprang zudem an die Spitze des WTA-Rankings. Viele Enttäuschungen, einige Verletzungen und Trainerwechsel später wirken die Leistungen der Kielerin in diesem Sommer wieder stabil.
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Angelique Kerber mit der US-Open-Trophäe 2016

Fotocredit: Getty Images

Für Kerber ist das ein normales Auf und Ab. "Ich hatte die schönsten Momente in meiner Karriere, aber auch richtig schwierige", sagt sie, "ich musste nur darauf vertrauen, dass es eines Tages wieder 'klick' macht." Gearbeitet habe sie immer hart.
Gegen Barty lag Kerber nun bereits 2:6, 0:2 zurück, wehrte sich dann aber vehement und nahm der Branchenführerin noch zweimal den Aufschlag ab. Die Deutsche sei eben wieder "selbstbewusst und aggressiv" wie früher, befand Barty, die das Finale gegen die Schweizerin Jil Teichmann mit 6:3, 6:1 gewann. Kerber platziere die Bälle schwierig, "sie lässt dich das Spiel nicht diktieren. Und sie weiß, wie man große Turniere spielt."
Zu einem der größten reist Kerber nun mit einem ziemlich guten Gefühl.
(SID)
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Quelle: Perform

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