Nach Ärger um Tsitsipas bei US Open: Toilettenpausen sollen kürzer werden

Lange Toilettenpausen oder taktisch eingesetzte Medical Timeouts im Tennis könnten bald der Geschichte angehören. Dies wurde aus dem Umfeld der ATP gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters" bestätigt. "Es wird Änderungen bei den Regeln für Toilettenpausen und Behandlungen auf dem Platz geben", hieß es. Zuletzt war vor allem der Grieche Stefanos Tsitsipas bei den US Open in die Kritik geraten.

Stefanos Tsitsipas

Fotocredit: Eurosport

Laut Informationen von "Reuters" könne es die strengeren Regeln demnach schon vor Beginn der Saison 2022 geben.
"Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es definitiv ein großes Problem wird", wird die Quelle zitiert. "Es ist schon länger ein Problem. Aber wir gehen das jetzt sehr ernsthaft an und versuchen, es zu ändern."
Auch beim Frauen-Weltverband WTA seien Änderungen nicht ausgeschlossen. "Die WTA ist immer gesprächsbereit und für Änderungen offen, falls sich das als nötig erweist", hieß es von Verbandsseite.
Bei den US Open hatte das Thema für Gesprächsstoff gesorgt, als Tsitsipas im Match gegen den Briten Andy Murray eine etwa achtminütige Toilettenpause einlegte. Nicht das erste Mal, dass der French-Open-Finalist ähnlich lange den Platz verließ.

Kritik von Murray und Zverev

Murray beschwerte sich heftig und legte anschließend bei "Twitter" nach. "Tatsache des Tages. Stefanos Tsitipas braucht doppelt so lange, um auf die Toilette zu gehen, wie Jeff Bazos braucht, um ins All zu fliegen. Interessant", schrieb der ehemalige Turniersieger.
Auch Olympiasieger Alexander Zverev übte Kritik. "Das passiert jedes Spiel, das ist doch nicht normal. Gegen mich und Novak Djokovic bei den French Open, in Hamburg gegen Filip Krajinovic, dann wieder gegen mich in Cincinnati und nun gegen Andy Murray in New York", so der Hamburger in der "Bild".
Unterstützung erhielt Tsitsipas dagegen . "Ich bin da bei Stefanos. Ich finde, er hat keine Regeln gebrochen, ich unterstütze ihn. Die Regel ist nicht klar. Natürlich kann man argumentieren, es sei alles relativ, das sieht jeder anders“, sagte der Serbe.
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US Open : Top Rackets

Quelle: Eurosport

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