US Open 2021: Stefanos Tsitsipas kontert Kritik von Andy Murray und verteidigt sich gegen Buhrufe

Die Toilettenpausen-Saga um Stefanos Tsitsipas ging auch an Tag drei der US Open weiter. In seinem Zweitrunden-Duell gegen Adrian Mannarino verschwand der Grieche, der am Ende 6:3, 6:4, 6:7 (4:7), 6:0 gewann, wie zum Auftakt gegen Andy Murray minutenlang in den Katakomben. Doch Tsitsipas war sich weiterhin keiner Schuld bewusst und teilte gegen seinen schottischen Erstrundengegner aus.

Stefanos Tsitsipas

Fotocredit: Getty Images

Angesprochen auf seine erneut mehr als acht Minuten lange Toilettenpause, entgegnete der Weltranglistendritte, dass auch Murray einst vor neun Jahren im US-Open-Finale eine längere Pause vor dem fünften Satz eingelegt hatte (den er dann gegen Novak Djokovic gewann).
Der Reporter stellte jedoch klar, dass die Pause des Schotten im Jahr 2012 weniger als drei Minuten gedauert hatte. Der Grieche antwortete etwas patzig: "Na gut. Aber drei Minuten mehr machen jetzt den großen Unterschied?"
Dass er bei der Rückkehr aus den Katakomben dann auch noch von einem Großteil der Zuschauer ausgebuht wurde, konnte Tsitsipas überhaupt nicht nachvollziehen.
"Ich habe nichts falsch gemacht. Ich verstehe es nicht. Die Leute lieben diesen Sport. Sie kommen, um Tennis zu sehen. Ich habe keine Problem mit ihnen, ich liebe die Fans", meinte der 23-Jährige.
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Tsitsipas erklärt umstrittene Pausen: "Ich musste raus ..."

Quelle: Eurosport

Andy Murray mit neuem Seitenhieb

Jedoch würden Personen, die nie auf höchstem Niveau Tennis gespielt hätten, nicht verstehen, "wie viel Einsatz es braucht und wie schwer das ist, was wir hier tun". "Manchmal brauchen wir einfach eine kurze Pause", ergänzte Tsitsipas.
Bereits in Runde eins hatte der Dritte des ATP-Rankings Gegner Murray mit seiner Pause in den Wahnsinn getrieben. Manche würden Tsitsipas wohl einen Meister der Psychospielchen nennen. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger Murray ließ es sich daher auch nicht nehmen, auf Twitter erneut zu sticheln - ohne den Namen von Tsitsipas auch nur zu erwähnen.
Ganz unwissend fragte Murray seine Follower: "Ist heute Nacht bei den US Open irgendetwas Spannendes passiert?" Seine Fans vermeldeten dann natürlich den wiederholten Toilettenmarathon des Griechen. Zuvor hatte der Schotte bereits auf Twitter erklärt: "Stefanos Tsitsipas braucht auf der Toilette doppelt so lange, wie Jeff Bezos ins Weltall braucht. Sehr interessant."

Sloane Stephens fordert ebenfalls Regeländerung

Neben Murray und Alexander Zverev, der das Verhalten von Tsitsipas ebenfalls bemängelte, schloss sich von Spielerseite nun auch Sloane Stephens der Kritik an. "Es braucht dringend eine neue Regel. Wenn jemand neun Minuten auf die Toilette geht, sagt niemand etwas", erklärte die US-Amerikanerin. Sie hoffe, dass sich durch die nun gestiegene mediale Aufmerksamkeit "die Psychospielchen verändern".
Tsitsipas wird die Kritik vorerst egal sein. Sportlich läuft es weiterhin gut, er erreichte wie im Vorjahr die dritte Runde. Und auch von der ATP droht dem 23-Jährigen nach dem aktuellen Regelwerk keine Strafe.

Das Gelbe vom Ball – Der Tennis-Podcast von Eurosport:

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Tsitsipas-Pause in voller Länge: Was macht bloß der Gegner in der Zeit?

Quelle: Eurosport

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