US Open 2023: Alexander Zverev startet stark in New York - trotz Weckerklingeln und Weedgeruch
Alexander Zverev gehört bei den US Open 2023 zum erweiterten Favoritenkreis. Am Dienstag startete die deutsche Nummer eins ungewohnt früh und ungewohnt weit weg von den großen Courts in das New Yorker Grand-Slam-Turnier. Die Aufgabe gegen Aleksandar Vukic (6:4, 6:4, 6:4) erledigte der 26-Jährige jedoch ohne großes Murren und vor allem auch: ohne große Probleme. Das macht Lust auf mehr.
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Mitte des ersten Satzes musste er doch mal nachfragen. "Kann ich auch die Netzberührung challengen?", wollte Alexander Zverev von der britischen Stuhlschiedsrichterin Alison Hughes wissen.
Ein paar seiner Aufschläge waren Zverevs Meinung nach klar über die Netzkante geflogen, das System piepte trotzdem - musste er aber so hinnehmen, Hughes verneinte seine Anfrage.
Ansonsten lief es beim 6:4, 6:4, 6:4 gegen den ein Jahr älteren Australier Aleksandar Vukic - immerhin die 50 der Welt - relativ glatt. Bis Ende des dritten Satzes ließ Zverev nur eine Breakchance zu, gab nie seinen Aufschlag ab.
Erst als er bei 4:3 schon Richtung Matchgewinn marschierte, verlor er erstmals sein Service - ein Malheur, das der Deutsche umgehend per Rebreak ausbesserte. Nach 2:09 Stunden beendete er das Match mit seinem 13. Ass und war zufrieden.
Zverev muss früh aufstehen
"Für 'ne erste Runde war es wirklich sehr, sehr gut von mir, von Anfang bis Ende sehr souverän, vielleicht nur eine kurze Schwankung im dritten Satz", bilanzierte er mit einem Anflug von Selbstkritik.
Vukic hatte vor den US Open immerhin im Finale des ATP-Turniers in Atlanta gestanden. "Ich dachte es wird schwierig, weil er sehr gut gespielt hat zuletzt. Ich bin sehr zufrieden, wie es gelaufen ist", sagte Zverev.
Dass er schon um 11:00 Uhr vormittags auf Court 17 ran musste, hatte ihm allerdings nicht allzu viel ausgemacht. "Um 6:30 Uhr aufzustehen mag ich nicht so gerne, andererseits hast du dann den ganzen Tag frei, musst nicht den ganzen Tag auf deine Matches warten", gewann Zverev der Situation sogar was Gutes ab.
Marihuana-Gerüche bei den US Open
Auf dem in der südöstlichen Ecke der Anlage gelegenen Court, mit 2800 Plätzen immerhin der viertgrößte Platz auf der Anlage, bemerkte Zverev wie viele andere Spieler und Spielerinnen die Auswüchse der zuletzt liberalisierten Gesetze im Bundesstaat New York.
"Der ganze Court riecht nach Weed", sagte er: "Court 17 riecht wie das Wohnzimmer von Snoop Dogg." Marihuana-Konsum ist in New York mittlerweile erlaubt. Was Zverev nicht stört: "Das Gras hat sehr gut gerochen. Ich freue mich für die New Yorker."
In Runde zwei trifft der Deutsche nun in Daniel Altmaier auf einen Landsmann. Den hatte er im bislang einzigen Duell der beiden zum Auftakt der Australian Open 2022 glatt besiegt (7:6, 6:1, 7:6). Es wird kein leichter Gang - Altmaier hat bei den French Open mit seinem epischen Fünfsatzsieg gegen Jannik Sinner bewiesen, dass er Top-Ten-Spieler schlagen kann.
Zverev zurück in der Weltspitze
Zverev selbst hat sich aber längst wieder in der Weltspitze etabliert. "Mit dem Halbfinale in Roland-Garros hat er das Tal der Tränen überwunden", sagte Experte Boris Becker bei "Sportdeutschland.TV: "Jetzt spielt er eigentlich wieder so, wie wir ihn vor zwei Jahren gesehen haben. Er gehört zum Favoritenkreis."
Mit den US Open hat Zverev seit seiner bitteren Finalniederlage 2020 nach 2:0-Satzführung gegen Dominic Thiem ja auch noch eine Rechnung offen. Die Grundlage dafür ist ein gefestigtes Spiel. "Das Selbstverständnis scheint wieder da zu sein", hat Becker erkannt: "Das Natürliche, intuitiv das Richtige zu tun. Wir sehen langsam, aber sicher den alten Zverev."
Im erweiterten Favoritenkreis ist Zverev bereits angekommen. Ganz vorne sehen nicht nur Experten Carlos Alcaraz und Novak Djokovic, die bisherigen Grand-Slam-Sieger des Jahres. Dahinter werden Daniil Medvedev, Jannik Sinner und Stefanos Tsitsipas genannt. Und Zverev. "Es liegt an ihm", sagt Becker.
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ATP : Alex Corretja talks about Alexander Zverev form (ENG)
Quelle: Eurosport
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