US Open - Jannik Sinner zieht nach erneuter Steigerung gegen Christopher O'Connell ins Achtelfinale von New York ein

Jannik Sinner kommt bei den US Open 2024 in New York immer besser ins Rollen. Der Weltranglistenerste feierte in der 3. Runde einen klaren 6:1, 6:4, 6:2-Erfolg gegen Christopher O'Connell aus Australien. Im Achtelfinale bekommt es Sinner, der mit positiven Dopingproben und einem Freispruch für Schlagzeilen sorgte, mit dem an Position 14 gesetzten US-Amerikaner Tommy Paul zu tun.

Jannik Sinner bei den US Open 2024

Fotocredit: Getty Images

"Ich habe das Niveau von Anfang an gesteigert. Vor allem im ersten Satz habe ich gut aufgeschlagen und das hat mir Selbstvertrauen für den Rest des Matches gegeben", erklärte Sinner nach der Begegnung. Er habe sich "gut bewegt und es war insgesamt besser".
Der Branchenprimus beherrschte das Geschehen im Arthur Ashe Stadium von Beginn an. Der 23-Jährige war der aggressivere, der präzisere und bessere Spieler.
Beim Aufschlag zeigte sich Sinner extrem stabil und gestand Christopher O'Connell im gesamten Match keinen Breakball zu.
Im dritten Satz nahm der Südtiroler seinem Kontrahenten früh die letzte Hoffnung, in dem er ihm gleich das erste Aufschlagspiel abknöpfte.

Becker begeistert: "Sinner ist wieder da"

Im siebten Spiel legte der Favorit ein weiteres Break zum 5:2 nach und servierte das Match nach nicht einmal zwei Stunden Spielzeit sicher nach Hause.
"Er ist wieder da. In den ersten beiden Runden war er hier und da etwas wacklig, nervös und unsicher. Heute sage ich nur: Forza Jannik", lobte Tennis-Legende Boris Becker bei "sportdeutschland.tv".
Er habe "in den vergangenen Tagen daran gearbeitet, mich sowohl körperlich als auch mental zu steigern. Es ist besser nach einer sehr schwierigen Phase", führte Sinner aus.
Nach dem überraschend frühen Ausscheiden von Wimbledon-Champion Carlos Alcaraz und der Niederlage von Olympiasieger Novak Djokovic ist der Italiener der Topfavorit auf den Titel in Flushing Meadows.

Sinner Topfavorit nach Aus von Djokovic und Alcaraz

Auf den Spanier Alcaraz wäre er in einem möglichen Halbfinale getroffen. "In diesem Sport kann alles passieren. Ich schaue von Tag zu Tag, jeder Gegner ist eine Herausforderungen", betonte Sinner: "Es gab schon ein paar Überraschungen. Aber ich bin froh, noch hier zu sein."
Sinner scheint dabei auch den Doping-Wirbel um seine Person vor dem letzten Grand Slam des Jahres abgeschüttelt zu haben, auch wenn er nach den zwei positiven Tests auf das anabole Steroid Clostebol im März und einem anschließendem Freispruch in der US-Metropole genau unter Beobachtung steht.
(mit SID)

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