Andy Roddick warnt Carlos Alcaraz nach US-Open-Sieg vor zu viel PR im Saison-Endspurt: "Fühlte mich wie Zombie"

US Open-Champion, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, Nummer eins der Welt: Carlos Alcaraz ist an der Spitze der Tennis-Welt angekommen - wieder einmal. Bereits 2022 hatte sich der Spanier dank seines Erfolgs bei den US Open auf den ersten Platz der Weltrangliste vorgekämpft. Andy Roddick sprach nun aber eine Warnung an Alcaraz aus. "Ich fühlte mich wie ein Zombie", sagte der US-Open-Sieger von 2003.

Wilde Champagner-Dusche für Alcaraz nach US-Open-Triumph

Quelle: Eurosport

Als Andy Roddick vor 22 Jahren seinen ersten und einzigen Grand-Slam-Erfolg feierte, war Carlos Alcaraz gerade einmal ein halbes Jahr alt.
Roddick, damals erst 21 Jahre alt, gelang in den USA sein größter Karriere-Coup. Die Ratschläge der damaligen Nummer eins der Welt dürften für den 22-jährigen Spanier also durchaus interessant sein.
Nach seinem US-Open-Sieg machte der US-Amerikaner einen Fehler, vor dem er Alcaraz in seinem Podcast "Served" nun warnte. "Am Tag nach meinem Sieg bei den US Open habe ich viel PR gemacht", erzählte Roddick und riet seinem Nachfolger davon klar ab.
"Carlos Alcaraz muss nichts tun. Er muss nicht noch berühmter werden. Alle lieben ihn. Er muss die Medienberichterstattung nicht trainieren. Das Charisma sprüht nur so aus ihm heraus", schwärmte Roddick.

Jahres-Endspurt mit besonderer Bedeutung

Sich zu sehr auf die Medien zu konzentrieren, hätte zwangsläufig Folgen auf dem Tenniscourt. Man könne einen Zehn-Stunden-Tag mit PR-Terminen zwar überstehen, aber "die Auswirkungen werden sich in den nächsten drei Monaten zeigen", warnte "A-Rod".
Mit seinem Sieg bei den US Open hat sich Alcaraz in der Weltrangliste an Final-Gegner und Dauerkonkurrent Jannik Sinner vorbeigeschoben. Um den Vorsprung von 760 Punkten mit ins neue Jahr zu nehmen, braucht es aber weitere Glanzleistungen.
Mit den Masters-Turnieren in Shanghai und Paris sowie den ATP Finals in Turin stehen noch drei wertvolle Events im ATP-Kalender, die Alcaraz in den vergangenen Jahren nicht besonders leicht fielen.
"Für Carlos sah es am Ende des Jahres immer anders aus", analysierte Roddick. Der Spanier habe auch "bei den Finals nicht gut gespielt". 2023 war dort im Halbfinale Endstation, 2024 scheiterte Alcaraz sogar schon in der Gruppenphase.

Sinner und Alcaraz - Wiedersehen in Shanghai?

Gerade, wenn ein Spieler vom Hochgefühl des Major-Sieges kommt, kann die Zeit bis zu den Australian Open im Januar zur Bewährungsprobe werden.
"Vier Monate lang gibt es kein Major-Turnier, man sammelt bis zum Jahresende nur noch Krümel. Ich fühlte mich wie ein Zombie. Die nächsten drei Monate sind also für Carlos Alcaraz ein Grund zur Sorge", warnte Roddick.
Immerhin: Die Aufmerksamkeit nach einem Erfolg auf der größtmöglichen Bühne ist für den 22-jährigen sechsfachen Grand-Slam-Sieger keine neue Erfahrung mehr.
Alcaraz schlägt zur Vorbereitung auf Shanghai Ende September in Tokio auf, Sinner - wie auch Alexander Zverev - geht in Peking an den Start. Dort hatte Alcaraz seinen italienischen Dauerkonkurrenten vor einem Jahr im Finale besiegt. 2025 gibt es das Wiedersehen frühestens im Finale von Shanghai.
picture

Trump zieht Final-Fazit: "Unglaubliches Talent, großartige Fans"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung