Carlos Alcaraz nach US-Open-Sieg auf der Hut: "Was ich sage, kann sehr hochgespielt werden"
Update 10/09/2025 um 10:18 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz hat das US-Open-Finale gegen Jannik Sinner gewonnen und es den wenigen Kritikern gezeigt. Vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres und immer wieder im Laufe seiner jungen Karriere musste sich der Spanier anhören, dass er zu häufig feiere und eine gewisse Unprofessionalität zeige. Nach dem Coup von New York hat sich der Champion dazu und zu seiner Rolle als Superstar geäußert.
Alcaraz: "Das beste Turnier, das ich je gespielt habe"
Quelle: Perform
"Mir ist klar, dass das, was ich sage, sehr hochgespielt werden kann. Wenn man etwas sagt, das nicht verpönt ist, es aber nicht mit den richtigen Worten sagt, kann das zu Problemen führen", erklärte Carlos Alcaraz in einer Medienrunde mit der spanischen Zeitung "El País".
Er versuche "einfach, so gut wie möglich darauf zu achten, was ich sage und wie ich es sage", so der 22-Jährige. "Wenn man aufgebracht ist, weil man verloren oder einen schlechten Tag hat, fällt es einem schwer, seine Worte abzuwägen", ergänzte Alcaraz, der in New York im Endspiel Jannik Sinner mit 6:2, 3:6, 6:1 und 6:4 besiegte.
Der neue Weltranglistenerste steht voll im Rampenlicht seines Sports - und zunehmend auch darüber hinaus. "Ich versuche, mich immer respektvoll und sportlich auszudrücken", sagte Alcaraz.
Obwohl der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger extrem beliebt bei Fans in aller Welt ist, bekam immer wieder Kritik für seinen Lebensstil zu hören.
Alcaraz: "Viele haben mir gesagt, dass ..."
Vor allem nach Ausstrahlung der Netflix-Doku "Carlos Alcaraz: Auf meine Art" gab es Gegenwind. Der Tennisstar sei zu sehr auch ein Party-Freund.
"Viele haben mir gesagt, dass es den Anschein hat, dass ich zu sehr meine Party-Seite zeige, dass ich die Party, die Nacht wirklich mag", erklärte Alcaraz schon vor den French Open im Mai.
Zu den Kritikern zählte unter anderem Kollege Roberto Bautista Agut. Er "glaube nicht, dass Carlos Grand Slams gewinnt, wenn er um sieben Uhr morgens ins Bett geht", hatte der Spanier moniert.
Alcaraz gibt die Antwort auf dem Platz
Längst ist klar, dass Bautista Agut falschlag - was Alcaraz sachlich einordnet. "Man sagt, ich würde gerne feiern. Und ich genieße es, Spaß zu haben. Wer hat das nicht gerne?", so der Youngster nach dem Gewinn der US Open.
Die Balance müsse eben stimmen. "Ich glaube, dafür arbeiten wir, dafür leiden wir, dafür sind wir so lange von zu Hause weg, um dann unsere Momente und unseren Spaß zu haben. Jeder genießt es auf seine Weise", erklärte Alcaraz. "Ja, ich feiere gerne, aber wer hat mit 22 Jahren nicht gerne Spaß?"
Im Fall von Alcaraz wird klar: Er hat Spaß beim Feiern, Spaß auf dem Platz - und dabei unglaublichen Erfolg.
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Quelle: Eurosport
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