US Open: Novak Djokovic muss umdenken - bessere Chancen gegen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz im Best-of-three-Format

Novak Djokovic blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück. Der 38-Jährige stand bei jedem Grand-Slam-Turnier im Halbfinale, neben dem serbischen Altmeister gelang nur Jannik Sinner dieses Kunststück. Der Sprung ins Finale blieb dem Rekord-Major-Champion aber stets verwehrt - weshalb er in seinem Karriereherbst nun umkrempelt. In einem Schritt zurück liegt dabei ein Hoffnungsschimmer.

Novak Djokovic plant für seinen Karriereherbst um

Fotocredit: Getty Images

Novak Djokovic sitzt gewissermaßen zwischen den Stühlen. Im Jahr 2025 stand der serbische Altmeister bei allen Grand-Slam-Turnieren im Halbfinale.
Damit stellte der Weltranglistenvierte seine direkte Konkurrenz im Klassement komplett in den Schatten. Alexander Zverev (Ranking-Platz 3/1 Halbfinale in dieser Saison), Taylor Fritz (5/1), Ben Shelton (6/1) und Jack Draper (7/0) kommen selbst mit vereinten Kräften nicht auf diese Ausbeute.
Auf der anderen Seite blieb ihm der Sprung ins Finale bei jedem seiner Anläufe verwehrt - was vor allem an zwei Namen liegt. Sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon war gegen Jannik Sinner Endstation, am vergangenen Freitag in New York scheiterte er an Carlos Alcaraz.
Die jüngste Niederlage bringt den 38-Jährigen nun in eine Titel-Zwickmühle. Ans Aufgeben denkt Djokovic aber noch lange nicht - vielmehr krempelt er seinen Karriereherbst um.

Djokovic: "Ich gebe nicht auf"

Die Analyse auf der Pressekonferenz fiel nüchtern und ohne Ausschmückungen aus.
"Leider ging mir nach dem zweiten Satz die Puste aus. Ich glaube, ich hatte genug Energie, um gegen ihn zu kämpfen und mit seinem Rhythmus mitzuhalten", blickte Djokovic auf sein Aus gegen Alcaraz und arbeitete schließlich den Knackpunkt heraus: "Aber nur für zwei Sätze. Danach war ich einfach erschöpft, und er hat weitergemacht."
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Novak Djokovic plant für seinen Karriereherbst um

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Laut dem Olympiasieger von 2024 spiegelt der Spielverlauf im Halbfinale von Flushing Meadows die harte Realität wider. "So habe ich mich dieses Jahr gefühlt. Auch gegen Jannik", führte er aus. "Im Best of five fällt es mir sehr, sehr schwer, gegen sie zu spielen. Besonders wenn es um die Endphase eines Majors geht."
Komplett ausgeschlossen ist ein Major-Coup gegen die Himmelsstürmer aber nicht. Im Viertelfinale der Australian Open 2025 warf er Alcaraz in vier Sätzen raus (4:6, 6:4, 6:3, 6:4). In der Vorschlussrunde musste er nach dem ersten Satz gegen Alexander Zverev verletzungsbedingt zurückziehen (6:7).
"Ich gebe nicht auf, was die Grand Slams angeht", meinte Djokovic. Die Chance auf den 25. Grand-Slam-Titel seiner Karriere sei nach wie vor da, aber: "Es wird eine sehr schwere Aufgabe."

Djokovic wählt die kleinere Bühne

Um das Blatt im direkten Vergleich zu wenden und sich wieder an das Gewicht von Trophäen in seinen Händen zu gewöhnen, plant Djokovic im Herbst seiner Karriere um.
"Ich schätze meine Chancen bei einwöchigen Turnieren oder den Masters, bei denen man fast zwei Wochen Zeit hat und zwischen den Spielen einige Tage Pause sind, etwas höher ein", kündigte er seinen Sinneswandel an.
In der jüngeren Vergangenheit hatte sich Djokovic nämlich seine Matchpraxis vor den Majors überwiegend bei den Masters-Turnieren geholt, in den unteren Kategorien verzichtete er auf Teilnahmen. Nun strahlt die kleinere Bühne einen ganz besonderen Reiz aus.

Djokovic hat gegen Alcaraz die Nase vorn

Während seine Grand-Slam-Bilanz gegen Sinner (2:3) und Alcaraz (2:3) jeweils leicht negativ ausfällt, brachte Djokovic die beiden Superstars gerade im Best-of-three-Modus regelmäßig ins Wanken. Vor allem Alcaraz bekam die weiterhin vorhandene Explosivität von Djokovic über drei Sätze zu spüren.
Das Finale der Olympischen Spiele in Paris gilt als Paradebeispiel dafür, dass es der Serbe nach wie vor mit jedem Spieler aufnehmen kann - nur eben unter bestimmten Voraussetzungen. In den vier Aufeinandertreffen im Best-of-three-Format führt Djokovic mit 3:1 gegen Alcaraz, im Vergleich mit Sinner liegt er knapp zurück (2:3).
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Quelle: Eurosport

"Ich genieße immer noch den Nervenkitzel des Wettkampfs", unterstrich Djokovic. In New York habe er selbst gegen Alcaraz "eine tolle Zeit auf dem Platz gehabt. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich weiterspiele."
Die goldene 25 ist nicht mehr das einzige Ziel des Altmeisters, mittlerweile hat auch der Kampf der Generationen einen ganz besonderen Stellenwert in seiner Wahrnehmung.
Der Schritt zurück birgt auch einen Hoffnungsschimmer. "Uns werden auf dem Court mehr Sachen bewusst, da wir uns ja auch taktisch darauf vorbereiten", meinte Sinner hinsichtlich seiner Lernkurve in den zahlreichen Duellen mit Rivale Alcaraz.
Ein solcher Effekt könnte auch bei Djokovic eintreten. Mehr Turniere bedeuten mehr Duelle mit seinen neuen Lieblingsgegnern - und wer weiß: Vielleicht liegt der Schlüssel zum Traum vom 25. Grand-Slam-Titel ausgerechnet auf der kleinen Bühne.
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Quelle: Eurosport


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