US Open 2025: Carlos Alcaraz schlägt Novak Djokovic im Generationen-Duell und zieht ins Finale von New York ein

Carlos Alcaraz hat zum zweiten Mal in seiner Karriere das Finale der US Open erreicht. Der 22-jährige Spanier schlug im Generationen-Duell in der Vorschlussrunde den 16 Jahre älteren Novak Djokovic in drei Sätzen 6:4, 7:6 (7:4), 6:2. Im Endspiel wartet nun der Weltranglistenerste Jannik Sinner, der der Kanadier Félix Auger-Aliassime im zweiten Halbfinale in vier Sätzen besiegte.

Carlos Alcaraz steht zum zweiten Mal im Finale der US Open

Fotocredit: Getty Images

Novak Djokovic kämpfte, pumpte, grinste, animierte das Publikum - und verlor am Ende doch recht deutlich gegen Carlos Alcaraz und damit auch den Kampf gegen die Zeit und den eigenen Körper.
Der 38-Jährige legte im Arthur Ashe Stadium auf der Jagd nach seinem 25. Grand Slam noch einmal alles rein, musste sich nach 2:23 Stunden aber 4:6, 6:7 (4:7), 2:6 geschlagen geben.
Dabei spielte Alcaraz, der ohne Satzverlust ins Finale am Sonntagabend (20:00 Uhr im Liveticker) einzog, nicht einmal sein bestes Tennis.
"Es war heute nicht mein bestes Level des Turniers, ein paar Fehler zu viel", resümierte der strahlende Sieger im Oncourt-Interview: "Aber es war sehr wichtig, ein physisches Match zu spielen. Das habe ich getan."

Alcaraz erwischt den besseren Start

Die 16 Jahre Altersunterschied zwischen den beiden Kontrahenten machten sich dann doch bemerkbar.
Alcaraz erwischte im Halbfinale am Freitagabend einen Start nach Maß und nahm seinem Gegenüber direkt im ersten Spiel den Aufschlag ab.
Auf der anderen Seite bewies der Spanier zu Beginn eine beeindruckende Dominanz bei eigenem Service. "Djokovic hatte nie die Chance, Alcaraz den Aufschlag abzunehmen", kommentierte Boris Becker bei "sporteurope.tv".
Dementsprechend ging der erste Durchgang mit 6:4 an den 22-Jährigen, der besser servierte und retournierte als der Rekord-Grand-Slam-Sieger.

Alcaraz gibt zweites Aufschlagspiel im gesamten Turnier ab

Erst zu Beginn des zweiten Satzes fand Djokovic ins Match, nahm seinerseits Alcaraz das Service ab, nachdem dieser zuvor matchübergreifend 73 seiner letzten 74 Aufschlagspiele gewonnen hatte. Es war überhaupt erst der zweite Aufschlagverlust des Turniers für den Spanier.
Um Alcaraz den ersten Satzverlust des Turniers zuzufügen, reichte das aber nicht. Die Nummer zwei der Welt schaffte beim Stand von 2:3 das Rebreak und erzwang in der Folge den Tiebreak.
Dort wurde der Altersunterschied im Generationen-Duell erstmals richtig deutlich. Djokovic spielte sein bestes Tennis, legte alles in die teilweise extrem kräftezehrenden Ballwechsel hinein - und zog am Ende doch mit 4:7 den Kürzeren. Die Vorentscheidung.

Sinnbildlicher Doppelfehler bei Djokovic

Djokovic ließ sich in der anschließenden Satzpause an der Schulter behandeln und wirkte nicht mehr so fokussiert wie zuvor. Sinnbildlich: Ein verhängnisvoller Doppelfehler bei Breakball Alcaraz zum 3:1 für den Spanier.
Ein Aufschlagspiel war dem Djoker unter tosendem Applaus im Big Apple zwar noch vergönnt, das war es dann aber auch. Nach 2:23 Stunden verwandelte Alcaraz seinen ersten Matchball.
"Ich bin froh, dass ich ihn das erste Mal auf Hardcourt besiegen konnte", meinte der Spanier, der vier der letzten fünf Duelle mit dem Serben zuvor verloren hatte (Bilanz jetzt: 4:5).

Alcaraz nun gegen Sinner oder Auger-Aliassime

Djokovic, der seinem 25. Grand-Slam-Titel hinterherjagt, stand in diesem Jahr damit zwar bei jedem der vier Major-Turniere im Halbfinale, er schaffte es aber erstmals seit 2017 in kein Endspiel.
Für Alcaraz ist es der Einzug in das siebte Grand-Slam-Finale seiner Karriere. Fünf der vorherigen sechs konnte er für sich entscheiden.
Im Endspiel trifft er nun auf den Weltranglistenersten Sinner, der Félix Auger-Aliassime in der auf das Alcaraz-Match folgenden Night Session 6:1, 3:6, 6:3, 6:4 bezwang.
Der Kanadier Auger-Aliassime hatte die deutsche Nummer eins Alexander Zverev in der dritten Runde aus dem Turnier geschmissen.
Im Endspiel geht es neben fünf Millionen Dollar Preisgeld (4,2 Mio. Euro) auch um die Weltranglistenspitze.
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Trotz Satzrückstand: Anisimova kämpft sich gegen Osaka ins Finale

Quelle: SNTV


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