US Open 2025: Fotograf fühlt sich nach Medvedev-Eklat als Lynch-Opfer - Journalist wird die Akkreditierung entzogen
Der bizarre Zwischenfall beim Erstrundenmatch von Daniil Medvedev gegen Benjamin Bonzi bei den US Open 2025 sorgte für heftige Diskussionen - und ein (juristisches) Nachspiel für den beteiligten Fotografen. Der erfahrene Fotojournalist Selcuk Acar, der unbeabsichtigt zum Auslöser des ganzen Dramas um den russischen Tennisstar wurde, verlor nun seine Akkreditierung fürs Turnier und will klagen.
Dieses Foto machte Selcuk Acar von Daniil Medvedev und Greg Allensworth bei den US Open 2025 für Getty Images nach dem Vorfall
Fotocredit: Getty Images
Was war passiert? Der US-Amerikaner Acar hatte am Sonntagabend während des Matchballs für Bonzi bei 6:3, 7:5, 5:4 kurzzeitig das Spielfeld des Louis-Armstrong-Stadions betreten. Schiedsrichter Greg Allensworth ordnete daraufhin eine Wiederholung des ersten Aufschlags an - zum Zorne Medvedevs, der auf den Umpire einschimpfte und das Publikum gegen Bonzi und Medvedev aufstachelte.
6:24 Minuten lang konnte Bonzi nicht aufschlagen, vergab schließlich den Matchball und verlor anschließend die Sätze drei und vier, ehe er die Partie doch noch 6:3, 7:5, 6:7 (5:7), 0:6, 6:4 für sich entschied.
Für den freischaffenden Fotografen Selcuk Acar, der bei den US Open für die Fotoagentur "Getty Images" arbeitete, hatte das Possenspiel unangenehme Konsequenzen: Ihm wurde vom Veranstalter die Akkreditierung fürs Turnier entzogen.
"Ich bin ein Opfer und total unschuldig", meinte Acar nun zur "Daily Mail": "Dieser Vorfall hat sich bereits zu einem Lynchmord entwickelt, und obwohl ich unschuldig bin, habe ich sehr gelitten." Acar meinte, er sei seither "um zehn Jahre gealtert".
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Der Fotograf Selcuk Acar sorgte beim Match Medvedev-Bonzi für eine kuriose Unterbrechung
Fotocredit: Eurosport
USTA widerspricht Darstellung des Fotografen
Der Fotojournalist erklärte zum Vorfall, er sei von einem Sicherheitsbeamten ausdrücklich aufgefordert worden, den Court zu betreten, nachdem er zuvor noch gezögert habe. Demnach habe ihm der Mann gesagt, dass das Spiel unterbrochen sei. "Wenn es Videoaufnahmen gibt, dann würden sie zeigen, dass ich zweimal zurückgegangen bin und nicht eintreten wollte", so Acar.
Der US-amerikanische Tennisverband (USTA) widerspricht dieser Darstellung allerdings entschieden: Acar habe die klare Anweisung gehabt, auf seinem Platz zu bleiben. Zudem habe er, nachdem er dennoch eingetreten war, sowohl die Anweisungen der Sicherheitskräfte als auch die des Schiedsrichters ignoriert.
Seine Akkreditierung wurde anschließend mit sofortiger Wirkung entzogen - auch für kommende US-Open-Turniere. Das will Acar nicht hinnehmen - und nun einen Anwalt einschalten.
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Quelle: SNTV
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