Novak Djokovic - Traum vom Grand-Slam-Titel Nummer 25 bei US Open 2025 wird zur Mission Impossible
Update 05/09/2025 um 15:06 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic trifft im Halbfinale der US Open - mal wieder - auf Carlos Alcaraz. Der junge Spanier und der Italiener Jannik Sinner dominieren inzwischen die Tenniswelt. Für den Serben geht es auf den letzten Meter vor dem Karriereende um seinen letzten großen Traum: doch noch den 25. Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Eine Aufgabe, die eigentlich zu groß ist für den 38-Jährigen. Eigentlich.
Novak Djokovic spielt die (Tennis-) Geige. Wie lange noch?
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Am Ende war es ein Doppelfehler von Taylor Fritz, der dem Viertelfinalduell mit Novak Djokovic einen Schlusspunkt setzte. Nicht das Ende, das dieses hochkarätige, kräftezehrende Spiel verdient hätte.
Und doch sah man Djokovic die Erleichterung an, während er zum Netz lief, um seinem Gegner die Hand zu geben. Viertelfinale gemeistert - mehr noch: Kraftakt gemeistert.
Zwei Siege fehlen Novak Djokovic noch zu seinem 25. Grand-Slam-Titel, seinem Sehnsuchtsziel. Doch die Konkurrenz ist stark.
Zu stark? Jannik Sinner und Carlos Alcaraz dominieren die Tenniswelt inzwischen. Und genau gegen diese beiden wird er sich (wohl) beweisen müssen. Es ist die ultimative Challenge.
Bessere Bilanz gegen Alcaraz: Trügerischer Schein?
Djokovic' Gegner im Halbfinale der US Open ist einmal mehr der Spanier Alcaraz (21:00 Uhr im Liveticker), mit dem sich der 38-Jährige schon einige, teils epische Duelle geliefert hat.
So verlor Djokovic 2023 und 2024 jeweils das Wimbledon-Finale gegen Alcaraz, einmal knapp (6:1, 6:7, 1:6, 6:3, 4:6), einmal deutlich (2:6, 2:6, 6:7). Beides waren empfindliche Niederlagen: 2023 vermasselte der junge Spanier dem Altmeister den Grand-Slam, 2024 den 25. Major-Titel, nachdem sich der Serbe immer noch sehnt.
Zuletzt gewann Djokovic aber vier der letzten fünf Duelle, fügte Alcaraz seinerseits empfindliche Niederlagen zu: beim Olympia-Finale 2024 in Paris und im Viertelfinale der Australian Open 2025.
5:3 steht es für den Serben im Head-to-Head der Tennisgrößen. Ob das ein Vorteil für den Altmeister ist, lässt sich so oder so sehen. Denn klar ist auch: Eine weitere Niederlage gegen den 16 Jahre älteren Kontrahenten will sich der 22-Jährige nicht bieten lassen.
Zudem ist der in bestechender Form: In New York gab Alcaraz noch keinen einzigen Satz ab. Sein längstes Spiel dauerte gerade mal 2:12 Stunden. Ihm winkt neben dem sechsten Grand-Slam-Titel auch die Führung in der Weltrangliste.
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Bei den Australian Open besiegte Novak Djokovic seinen jüngeren Konkurrenten Carlos Alcaraz.
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Ist Sinner jetzt schon zu stark für den "Djoker"?
Und selbst wenn Djokovic das Unmögliche doch möglich macht und Alcaraz ein drittes Mal in Folge besiegt, bliebe immer noch Jannik Sinner als mutmaßlicher Finalgegner (Halbfinal-Gegner ist Félix Auger-Aliassime).
In den direkten Duellen hat der Italiener gegenüber Djokovic schon jetzt die Nase vorn: vier Spiele gewann der Serbe, sechs der Italiener - diese zuletzt allesamt in Folge. So war Sinner für den Serben sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon im Halbfinale die Endstation, beide Male verlor Djokovic glatt.
Bei den US Open hat Sinner auch nur einen einzigen Satz abgegeben (in der dritten Runde gegen Denis Shapovalov). "Jannik war in vielen, vielen Situationen auf einem anderen Level. Ich habe ehrlich gesagt nie gegen jemanden gespielt, der mich so unter Druck gesetzt hat", sagte Lorenzo Musetti, Sinners Landsmann, den der Südtiroler im Viertelfinale in drei Sätzen vom Platz gefegt hatte.
Djokovic' letzter Vorteil: seine Kondition
Doch Djokovic wäre nicht Djokovic, würde ihn nicht etwas Übernatürliches antreiben. Schon jetzt hat er mehr Grand-Slam-Titel als seine früheren Dauerrivalen Rafael Nadal (22) und Roger Federer (20), doch die magische 25 holt nochmal alles aus ihm heraus.
Dafür hat er schon immer andere Wege gewählt. Für die US Open wohnt er nicht - wie die meisten anderen Teilnehmer - in der Innenstadt, sondern bei einem Freund in New Jersey, der auf seinem Anwesen über eigene Tennisplätze verfügt.
Der getriebene Djokovic feilte zuletzt noch wie besessen an seinem Aufschlag, um schneller punkten zu können. "Ich treffe die Stellen, die ich will", sagte er dazu jüngst.
Technisch raffiniert ist die Konkurrenz inzwischen mindestens genauso, dazu schneller als Djokovic. Gegen Fritz halfen ihm seine gute Kondition, die Beinarbeit und die Abgezocktheit - also mentale Stärke.
13 Breakbälle hatte er gegen sich, nur sechs eigene Breakbälle bei Fritz' Aufschlag. Trotzdem ging er als Sieger vom Platz. Nach ein paar Minuten Verschnaufpause fand Djokovic sogar noch etwas Energie für einen kleinen Tanz. Vielleicht reicht es ja in den beiden letzten Spielen in New York noch für mehr.
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Quelle: SNTV
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