US Open - Mats WIlander verteidigt neues Mixed-Format im exklusiven Gespräch: "Bringt ein wenig Würze ins Turnier"

Das neue Mixed-Format bei den US Open hat schon im Vorfeld für gemischte Reaktionen gesorgt. Manche Beobachter freuen sich über die Beteiligung von Superstars wie Novak Djokovic, Carlos Alcaraz, Venus Williams oder Iga Swiatek - andere kritisierten den Termin in der Woche vor dem Hauptturnier, das angepasste Format und dass Doppelspezialisten eine Chance auf einen Grand-Slam-Titel abgeht.

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Quelle: Perform

Eurosport-Experte Mats Wilander schlug sich im exklusiven Interview auf die Seite der Befürworter des neuen Formats.
"Ich denke, es ist eine gute Idee das Mixed in der Woche vor dem Einzelturnier zu starten", sagte Wilander. "Es bringt ein wenig Würze in das Turnier. Man bekommt die Chance, die Qualifikation zu sehen, kann aber auch ins Arthur-Ashe-Stadion gehen und Spieler wie Carlos Alcaraz Mixed spielen sehen, was es vorher natürlich noch nie gab."
Die ersten beiden Runden des Mixed-Turniers wurden am Dienstag gespielt. Die Duelle werden in verkürzten Sätzen bis vier gespielt - wie man es auch von dem NextGen-Finals kennt, allerdings mit nur zwei Gewinnsätzen. Beim Stand von 4:4 wird ein regulärer Tiebreak gespielt. Der dritte Satz wird als Match-Tiebreak bis zehn ausgespielt.
Das sorgte auch in den ersten beiden Runden schon für kurze, spannende Partien - und ein wahres Favoritensterben der Superstars. Alexander Zverev, Djokovic, Alcaraz, Williams, Naomi Osaka, Taylor Fritz - sie alle sind mit ihren Partnern schon in der ersten Runde ausgeschieden.

Wilander: "Es ist eine großartige Innovation"

Am Mittwochabend nach New Yorker Zeit werden die Halbfinals zwischen Iga Swiatek/Casper Ruud gegen Jessica Pegula/Jack Draper und Danielle Collins/Chris Harrison gegen Sara Errani/Andrea Vavassori ausgetragen.
Wie das neue Turnier-Format im Nachhinein angenommen wird, dürfte erst die Zukunft zeigen, meinte Wilander. "Wenn es vorbei ist und das Einzelturnier startet, dann werden wir vielleicht realisieren, dass es kein Erfolg war", sagte er.
Doppel-Spezialistinnen wie Laura Siegemund hatten im Vorfeld Kritik geäußert. "Das ist ein Witz", sagte sie. "Ich habe dafür überhaupt kein Verständnis." Das Doppel führt ein Schattendasein bei den großen Turnieren, findet oft auf Nebenplätzen statt und die Preisgelder sind deutlich geringer - noch einmal mehr im Mixed.
Bei den US Open lief das zum Auftakt anders - das Preisgeld wurde auf eine Million Dollar angehoben und im zweitgrößten Stadion der Anlage waren die Plätze gefüllt. "Es ist einen Versuch wert", sagte Wilander. "Vielleicht ist es ein großer Erfolg. Es ist eine großartige Innovation und wenn man all diese Topspieler dabei hat, die mitspielen wollen, dann ist das Grund genug es so zu machen."
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Quelle: Perform


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