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US Open: Alexander Zverev nach Sieg gegen Karen Khachanov im Finale von New York - drittes Grand-Slam-Endspiel 2026
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Update 12/09/2026 um 10:11 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev steht im Finale der US Open 2026. Der amtierende French-Open-Sieger aus Hamburg setzte sich im Halbfinale nervenstark 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6) gegen den Russen Karen Khachanov durch und bestreitet damit am Sonntag in New York sein drittes Grand-Slam-Endspiel in diesem Kalenderjahr. Im Finale trifft der 29-Jährige auf den US-Amerikaner Ben Shelton, der Frances Tiafoe (USA) schlug.
Alexander Zverev savoure sa qualification en finale de l'US Open 2026 après sa victoire face à Karen Khachanov
Fotocredit: Getty Images
Alexander Zverev lächelte verschmitzt nach dem Matchball und ließ sich ausgiebig feiern: Deutschlands Tennisstar ist mit einer abgeklärten Vorstellung ins Finale der US Open eingezogen und hat die Krönung seines bärenstarken Jahres vor Augen.
In der Neuauflage des Olympia-Finals von 2021 besiegte der amtierende French-Open-Sieger den Russen Karen Khachanov mit 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6). 13 Sätze hat Zverev nach holprigem Turnierbeginn nun in Folge gewonnen, die Titelform ist unbestritten da.
"Nach der zweiten Runde saß ich gegen 3:00 Uhr morgens mit meinem Team in der Kabine, wir haben uns kaputt gelacht darüber, wie schlecht ich gespielt habe. Dieser Humor hat mir am nächsten Tag auf dem Trainingsplatz geholfen. Ich habe mich offensichtlich verbessert, sonst stünde ich nicht im US-Open-Finale", scherzte Zverev im On-Court-Interview.
"Manchmal laufen einfach Dinge für dich. Ich hatte auf Grand-Slam-Ebene einige Schwierigkeiten. Ich war so oft nah dran. Vielleicht hat Gott einfach entschieden, dass das mein Jahr ist. Ich genieße es und liebe es, diese großen Finals zu spielen. Ich kann es nicht erwarten", blickte er voller Vorfreude auf das Endspiel am Sonntag.
Zverev im Finale gegen Shelton
Auf den Hamburger wartet nun als letzte Hürde im Endspiel am Sonntag ein Lokalmatador. Gegen Shelton, der Tiafoe nach Satzrückstand 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 besiegte, weist der Tokio-Olympiasieger eine überragende Erfolgsbilanz auf (5:0), allerdings wird er auch gegen die US-Fans anspielen müssen.
Auf den Tag 25 Jahre nach den erschütternden Terroranschlägen auf die USA standen die Halbfinals im Zeichen von 9/11. Das Datum war auf den Hardcourt im Arthur Ashe Stadium geprägt, Zuschauer weinten bei der Nationalhymne.
Dann gehörte der Court in New York den Protagonisten, die sich seit der Juniorenzeit kennen. Khachanov, nur als Nummer 50 der Welt ins Turnier gestartet, sei ein "harter Arbeiter", so Zverev: "Wir nennen ihn den Professor, er weiß alles über Tennis, ich habe riesigen Respekt vor ihm."
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Alexander Zverev steht im Finale der US Open 2026
Fotocredit: Getty Images
Becker lobt Zverev: "Deswegen ist er Trainingsweltmeister"
Zverev aber hatte den 30-Jährigen auch bestens studiert. Sein starker Aufschlag, seine Physis und Ruhe bereiteten ihm vor den Augen der Hollywood-Stars Matthew McConaughey und Woody Harrelson sowie des brasilianischen Fußballidols Ronaldo den Weg in sein drittes Grand-Slam-Finale 2026.
Im vierten Match in Folge blieb Zverev zudem ohne Satzverlust, auch wenn der frühere Top-20-Spieler Khachanov zeitweise ebenbürtig agierte und beide im zweiten Durchgang teils mitreißende Ballwechsel zeigten.
Boris Becker lobte besonders Zverevs körperliche Stärke, die sich in den entscheidenden Momenten bezahlt mache. "Deswegen ist er der Trainingsweltmeister und verbringt die Stunden im Gym - für solche Momente. Es geht nicht immer um Schönheit und Ästhetik. Einfach mal den Ball rüberspielen und laufen. Khachanov hat Nerven gezeigt. Das sind die Momente, für die er hart trainiert", erklärte er bei "Sporteurope.tv".
Zverev als Partycrasher in New York?
Erstmals im Turnierverlauf war Zverev nicht nach Einbruch der Dunkelheit gefordert, sondern bereits am Nachmittag. "Es war ganz anders zu spielen. Ich bin froh, dass ich in drei Sätzen durch bin", sagte er nach seinem Sieg gegen Khachanov.
Die ungewohnt frühe Ansetzung spiele ihm "nicht in die Karten", hatte Zverev bereits im Vorfeld des Halbfinals erklärt, der Weltranglistenzweite äußerte aber auch Verständnis für die Organisatoren: Im späteren Halbfinale trafen in Shelton und Tiafoe zwei Lokalmatadoren aufeinander - zur Primetime in den Staaten. Die USA lechzen nach einem Grand-Slam-Sieger im Männer-Einzel, der letzte Major-Erfolg gelang bei den US Open 2003 Andy Roddick.
"Hoffentlich kann ich den American Dream am Sonntag nicht wahr werden lassen", scherzte Zverev im Hinblick auf das Endspiel gegen Shelton.
Für den Hamburger kann der Wechsel in einen frühen Rhythmus letztlich auch ein Vorteil sein, das Finale am Sonntag beginnt schließlich bereits um 14:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ im Liveticker).
Kein Spieler gewann 2026 mehr Matches als Zverev
Dann kann Zverev sein Jahr, in dem er gewiss auch von den Verletzungen bzw. Schwächephasen von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz profitierte, weiter veredeln.
Kein Spieler gewann 2026 mehr Matches, bei den French Open fand seine schier endlose Jagd nach einem Major-Triumph ein Ende, nun kann er das Jahr gleich mit zwei Grand-Slam-Siegen abschließen - das gelang 1989 Boris Becker als bislang einzigem Deutschen (Wimbledon, US Open).
"Ich denke nicht darüber nach. Die Grand-Slam-Saison ist noch nicht vorbei. Ich habe noch ein Riesenmatch vor mir. Darauf liegt meine Konzentration", sagte er bei "Sporteurope.tv", angesprochen auf seine sehr erfolgreiche Grand-Slam-Saison.
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Alexander Zverev steht im dritten Grand-Slam-Finale in Folge
Fotocredit: Getty Images
Nummer eins der Weltrangliste rückt für Zverev in Reichweite
Zusätzlich würde für Zverev mit einem New-York-Sieg auch Rang eins in der Weltrangliste in Reichweite rücken. Branchenprimus Sinner hatte seine US-Open-Teilnahme wegen Beschwerden im rechten Knie abgesagt, seit seinem Wimbledon-Finalsieg über Zverev im Juli hat der Italiener kein Match bestritten, zu seiner Fitness gibt es kein Update.
Der Südtiroler hat bis zum Ende der Saison noch mehr als 3500 Ranglistenpunkte zu verteidigen, Zverev nur rund 1000. Triumphiert der Deutsche am Sonntag, rückt er auf 1810 Zähler an Sinner heran.
Zunächst aber gilt es für Zverev, zum wiederholten Mal in diesem Jahr Ballast der Vergangenheit erfolgreich abzulegen. 2020 hatte er als 23-Jähriger bereits eine Hand an der Silbertrophäe, nach 2:0-Satzführung gegen Dominic Thiem fehlten Zverev lediglich zwei Punkte zum Triumph, doch er gab das Match gegen den Österreicher in fünf Sätzen noch aus der Hand.
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(SID)
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