US Open: Ben Shelton fordert Carlos Alcaraz zum Showdown im Viertelfinale - Ultimative Prüfung für US-Hoffnungsträger

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Ben Shelton ist nur noch drei Siege davon entfernt, eine der längsten Durststrecken im US-Tennis zu beenden. Seit Andy Roddicks Triumph bei den US Open 2003 wartet die Tennisnation auf einen männlichen Grand-Slam-Champion. Ausgerechnet in New York könnte Shelton nun zum nächsten großen Hoffnungsträger werden. Ins Top-Match gegen Carlos Alcaraz geht der 23-Jährige jedenfalls mit breiter Brust.

Ben Shelton trifft nun auf Carlos Alcaraz bei den US Open

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Dass Shelton in New York Großes zuzutrauen ist, glaubte John McEnroe bereits vor Turnierbeginn. Die US-Legende legte sich bei "ESPN" überraschend auf seinen Landsmann als Champion fest.
"Ich tippe auf Big Ben, ich ziehe es durch", erklärte McEnroe und schob hinterher: "Ich glaube, dass Shelton die US Open gewinnt."
Der 23-Jährige steht nach einem bislang überzeugenden Turnier erstmals seit 2023 wieder im Viertelfinale der US Open.
Dort wartet am Dienstag allerdings die bislang größte Prüfung: Carlos Alcaraz. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion präsentiert sich nach seiner mehrmonatigen Pause in beeindruckender Verfassung.

Shelton vor Alcaraz-Match in blendender Verfassung

Shelton liefert bislang genügend Argumente, um McEnroes gewagte Prognose zumindest am Leben zu halten. Zum Auftakt musste der Weltranglisten-Neunte gegen Tallon Griekspoor nach einem schwachen ersten Satz noch kämpfen, setzte sich letztlich aber in vier Sätzen durch.
Auch Hubert Hurkacz und Denis Shapovalov zwangen den US-Amerikaner anschließend jeweils über vier Sätze. Gegen Shapovalov waren es vor allem Sheltons 14 Asse und sechs verwandelte Breakchancen, die den Unterschied machten.
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Ben Shelton befindet sich in starker Verfassung

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Seine bislang deutlichste Machtdemonstration folgte ausgerechnet im Achtelfinale gegen Stefanos Tsitsipas. Shelton fertigte den Griechen mit 6:2, 6:3, 6:4 ab und gab dabei kein einziges Aufschlagspiel ab. 84 Prozent der Punkte nach seinem ersten und 74 Prozent nach seinem zweiten Aufschlag gingen an den Amerikaner. Dazu schlug er zwölf Asse bei lediglich einem Doppelfehler.
Bemerkenswert war für Shelton allerdings weniger die spielerische Qualität als seine mentale Leistung. "Heute war ich einfach fokussierter. Ich war stabiler und habe es geschafft, meine emotionale Balance viel besser zu halten", erklärte er anschließend.

Becker von Alcaraz beeindruckt: "Sprachlos gemacht"

Gerade für den emotionalen Shelton könnte diese Entwicklung im Duell mit Alcaraz entscheidend werden. "Für mich ist es sehr wichtig, die Seite umblättern und sofort an den nächsten Punkt denken zu können, ohne auf all die Geräusche von außen zu hören und dabei komplett bei mir zu bleiben."
Nun steigt der Schwierigkeitsgrad allerdings erheblich. Alcaraz erreichte das Viertelfinale mit einem Sieg gegen Tommy Paul und hinterließ dabei auch bei Boris Becker großen Eindruck. "Das hat mich etwas sprachlos gemacht, wie Carlos Alcaraz in den entscheidenden Momenten gespielt hat, unglaublich", schwärmte die deutsche Tennis-Legende als Experte bei "sporteurope.tv".
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Carlos Alcaraz und Ben Shelton: Bei den French Open 2025 gewann der Spanier

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Shelton kennt Alcaraz' derzeitiges Niveau aus nächster Nähe. Beide trainierten bereits vor den US Open miteinander. "Ich habe seine Matches verfolgt. Für mich sieht er aus wie der Carlos, den wir alle kennen. Und das ist beeindruckend, nachdem er fünf Monate raus war."
Angst vor dem Duell hat Shelton dennoch nicht. Im Gegenteil: "Ich glaube, es wird ein großartiges Match und ich freue mich wirklich auf diesen Kampf. Ich habe hier in New York noch nie gegen ihn gespielt und bin natürlich genau in der Position, in der ich sein wollte."

Shelton sieht sich stärker als beim letzten Alcaraz-Duell

Besonders aus dem letzten Aufeinandertreffen mit Alcaraz zieht der US-Amerikaner Selbstvertrauen. Schon bei den French Open 2025 habe er ”ein gutes Match” gegen den Spanier gespielt. Damals gewann Alcaraz in vier Sätzen. Seitdem sieht Shelton jedoch deutliche Fortschritte.
"Jetzt schlage ich besser auf und returniere viel besser", erklärte er. Auch seine Fähigkeit, längere Grundlinienduelle auszuhalten, die generelle Qualität seines Spiels von der Grundlinie und seine Beweglichkeit hätten sich verbessert. "Das wird zweifellos ein anderes Match."
Alcaraz wiederum ist gewarnt, nicht zuletzt wegen der besonderen Atmosphäre im Arthur Ashe Stadium. Shelton sei "ein wirklich kraftvoller Spieler", sagte der Spanier nach seinem Achtelfinalsieg und verwies auf einen möglichen Heimvorteil seines Gegners: "Ich glaube, er hat das Publikum für sich genutzt, die Leute hinter ihm, besonders, wenn man bedenkt, dass er hier zu Hause spielt."
Der Spanier selbst sieht sich nach seiner langen Pause bereits wieder auf seinem alten Niveau. "Es spielt keine Rolle, dass ich viereinhalb Monate pausieren musste”, stellte Alcaraz klar: ”Jedes Mal, wenn ich hierherkomme, spiele ich mein Bestes."
Damit ist für den Viertelfinal-Kracher alles angerichtet. Oder, wie Shelton selbst ankündigte: "Ich glaube, am Dienstagabend wird es ein Feuerwerk. Ich bin bereit."

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