Wimbledon 2020: Verantwortliche stehen wegen Corona unter Druck

Bis zum Sommer wurden alle Tennis-Turniere wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Auch das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres, die French Open in Paris, fielen Corona zum Opfer und wurden verschoben. Nur die Verantwortlichen in Wimbledon weigern sich bisher, dem Virus klein beizugeben. Auch weil eine Verschiebung in den Herbst nicht möglich ist. Nun soll es ein "Emergency Meeting" geben.

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Am Freitag gab Großbritanniens Premierminister Boris Johnson bekannt, dass er selbst an COVID-19 erkrankt ist. Weltweit breitet sich der Coronavirus immer weiter aus. Die Einschränkungen im Alltag werden immer größer. Dennoch soll in 14 Wochen auf dem Rasen von Wimbledon bei Schampus und Erdbeeren das älteste und prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt stattfinden. Zumindest Stand jetzt.
Zusammen mit der Tour de France, dem wichtigsten und prestigeträchtigsten Radrennen der Welt, ist das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon das letzte Sportereignis, das bisher noch nicht vor dem Coronavirus kapituliert hat. Doch der Entscheidungsdruck auf die Verantwortlichen wird immer größer.

"Emergency Meeting" soll Entscheidung bringen

"Der Aufbau für die Championships ist ab Ende April angesetzt", teilten die Organisatoren in Wimbledon mit und setzten ein "Emergency Meeting" in der neuen Woche an, an dessen Ende eine Entscheidung stehen soll.
Für diese gibt es nur wenige Möglichkeiten: Eine Austragung ohne Zuschauer ist eigentlich kein Thema, eine Verschiebung in den durch die Olympia-Verlegung frei gewordenen Zeitraum würde nur eine Gnadenfrist von wenigen Wochen bringen. Und eine Austragung im Herbst macht das Wimbledoner Gras kaum mit.
Immerhin: Die Macher im All England Lawn Tennis Club wissen sich finanziell gut abgesichert, würden eine Komplettabsage wegstecken können - das sieht bei den vorerst auf Ende September verlegten French Open anders aus.
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(SID)
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