Wimbledon 2019 | Alexander Zverev rechnet mit Ex-Manager Patricio Apey ab

Alexander Zverev scheitert auch im 17. Anlauf an seinem Durchbruch bei einem Grand-Slam-Turnier. In Wimbledon fliegt der Deutsche schon in der ersten Runde gegen Qualifikant Jiří Veselý raus (6:4, 3:6, 2:6, 5:7) und gibt hinterher eine bemerkenswerte Pressekonferenz. Sein Selbstvertrauen sei "gerade unter Null" - und Zverevs Ex-Manager Patricio Apey ist der unausgesprochen Schuldige.

Alexander Zverev

Fotocredit: Imago

Alexander Zverev setzte eine verbittere Miene auf.
Nach seinem Erstrunden-Aus in Wimbledon rekapitulierte der Tennis-Star ein "typisches Grand-Slam-Match für mich" - er sei "gut gestartet, dann gehen zwei, drei Dinge schief, und irgendwie fällt alles auseinander".
Am Ende setzte sich der tschechische Qualifikant Jiří Veselý sensationell mit 6:4, 3:6, 2:6 und 5:7 durch, und Zverev holte aus zu einer Pressekonferenz, die einer Abrechnung glich, ohne einen Namen zu nennen.

Zverev: "Sie können sich nicht vorstellen, was der tut"

Trotzdem war offensichtlich, wer auf der Anklagebank platziert wurde: Patricio Apey, sein Ex-Manager.
Seitdem Zverev aus dem laut Apey noch vier Jahre gültigen Vertrag mit dessen "ACE Group" aussteigen wollte, liefern sich beide eine Schlammschlacht. Im März wurde ihr Zerwürfnis öffentlich.
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Alexander Zverev und Patricio Apey

Fotocredit: Getty Images

"Die letzten zwei Tage waren sehr hart für mich", sagte Zverev in Wimbledon.
Details des Disputs bleiben verborgen. Aufgrund eines schwelenden Rechtsstreits mit Apey dürfe der 22-Jährige "nichts Offizielles sagen", vielmehr beschrieb er seine Gefühlslage:
Apey veranstalte "Dinge, die ich nicht verstehe", so Zverev, der fragte: "Wie kann man die tun als normaler Mensch?"

Zverev und Ex-Manager im Rechtsstreit

Laut Informationen des "Telegraph" verzögert sich ein Prozessbeginn bis Herbst 2020; die Streitpunkte sollen über Geld hinausgehen.
"Alles begann, nachdem ich im November die ATP Finals gewann. Weil nach dem Erfolg seine Arbeit kommt. Und da kamen viele Dinge raus", sagte Zverev an der Church Road.
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Alexander Zverev scheitert in Wimbledon

Fotocredit: Eurosport

"Zwei Tage vor dem Turnier gibt es tausend Dinge, die ich machen muss", fügte die Nummer fünf der Welt bei "Sky" hinzu.
Zverev werde sich ein paar freie Tage gönnen und "irgendwo sein, wo mich keiner finden kann". Die Sortierung der Angelegenheiten abseits des Tennisplatzes habe nun Priorität: "Ich muss das in Ordnung bringen."

Zverev hadert schon länger mit seiner Situation

Schon Anfang Mai, nach seinem Viertelfinal-Aus bei den BMW Open in München, hatte sich Zverev nebulös über Apey geäußert. "Die Geschichte mit meinem Manager kostet viel Kraft. Ich bin deswegen die letzte Zeit fast täglich mehrere Stunden am Handy gewesen", sagte Zverev damals:
Sein Tennis-Jahr 2018 sei erfolgreich gewesen, weil er sich ausschließlich auf Tennis hätte konzentrieren können. "Alles andere wurde für mich erledigt." Die neue Situation wertete Zverev vor Monaten als "Lernprozess".
Der offenkundig mit Rückschlägen verbunden ist. Und Frust. Und Ärger.
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