Wimbledon: Daniil Medvedev scheitert im Nachsitzen an Hubert Hurkacz und scheidet im Achtelfinale aus
Der russische Weltranglistenzweite Daniil Medvedev ist überraschend im Achtelfinale der All England Championships in Wimbledon gegen den Polen Hubert Hurkacz ausgeschieden. Nachdem die Partie am Montag aufgrund des anhaltenden Regens im vierten Satz abgebrochen werden musste, musste sich Medvedev dem Weltranglisten-18. 6:2, 6:7 (2:7), 6:3, 3:6, 3:6 geschlagen geben.
Daniil Medvedev in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Nachdem Daniil Medvedev am Montag den ersten und den dritten Satz gewonnen hatte, brauchte er nur noch einen Satzgewinn, um ins Viertelfinale einzuziehen. Bei Abbruch führte jedoch Hubert Hurkacz 4:3.
Bei eigenem Aufschlag hatte der Russe bei der Fortsetzung am Dienstag auf dem Centre Court allerdings die Chance, direkt auszugleichen. Doch das ging schief: Nachdem Hurkacz im ersten Ballwechsel in der für ihn noch ungewohnten Atmosphäre wegrutschte, fand er schnell den Halt, ging bei 30:30 vor ans Netz und sicherte sich mit einem Volley direkt den ersten Breakball. Und diesen verwertete er sofort. Ein Traumstart für den 24-jährigen Polen.
Mit einem Return ins Netz ermöglichte Medvedev Hurkacz zwei Satzbälle. Den ersten vergab Hurkacz mit einer zu langen Vorhand. Im Anschluss pfefferte er jedoch ein Ass in Medvedevs Hälfte. Der Russe nahm zwar die Challenge, aber der Aufschlag seines Kontrahenten war eindeutig drin und so schaffte Hurkacz im Schnelldurchgang den Satzausgleich.
Hurkacz holt gegen Medvedev acht Punkte in Folge
Der entscheidende Durchgang begann mit einer kuriosen Szene, die zeigte, dass Medvedev offenbar immer noch Anpassungsprobleme hatte: Bei eigenem Aufschlag hatte er zwei Spielbälle, doch beim ersten verlor er nach seinem Service die Balance und konnte Hurkaczs Return daher nicht mehr erreichen. Im Anschluss verschlug der Australian-Open-Finalist einen Ball ins Aus. Einstand. Dann fing sich Medvedev jedoch und ging mit 1:0 in Führung.
Hurkacz zog seinen Aufschlag souverän durch. Ohne Punktverlust gelang ihm der Ausgleich. Und es kam noch besser für den Miami-Sieger: Medvedev hatte weiterhin Probleme und schaffte auch bei eigenem Aufschlag keinen Punkt aufs Scoreboard zu bringen. Zu Null schaffte Hurkacz das Break.
Auch in der Folge fand der Weltranglistenzweite nicht zu seinem Spiel. Beim Stand von 3:5 servierte Medvedev gegen das Achtelfinal-Aus. Ohne Erfolg: Hurkacz erspielte sich einen Matchball und auch dort patzte der Russe. Mit einem Stopp ins Netz besiegelte er nach 3:02 Stunden Spielzeit sein eigenes Aus in Wimbledon.
Nach der Partie sagte Medvedev enttäuscht: "Wenn du die Nummer zwei der Welt bist, dann ist das Achtelfinale ein sehr schlechtes Ergebnis. Es ist ein schlechtes Ergebnis. Fertig."
Hurkacz feierte dagegen mit dem Viertelfinal-Einzug den bisher größten Erfolg seiner Karriere. In der Runde der besten acht trifft er nun auf Wimbledon-Rekordsieger Roger Federer.
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Quelle: SNTV
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