Eurosport
French Open: Alexander Zverev - warum die Aussichten besser nicht sein könnten
Von
Publiziert 02/06/2021 um 17:48 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev steht bei den French Open in Paris in Runde drei. Gegen Roman Safiullin zeigte der Hamburger eine mehr als ansprechende Leistung und gewann klar mit 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:1). Der Weg könnte Zverev in diesem Jahr weit führen. Sportlich hat der 24-Jährige gegen den Russen endgültig ins Turnier gefunden und die Auslosung spielt ihm in die Karten. Wie weit kann es für Zverev gehen?
Nimmt Fahrt auf in Roland-Garros: Alexander Zverev
Fotocredit: Getty Images
Alexander Zverev bewertete seinen 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:1)-Zweitrundenerfolg gegen den russischen Qualifikanten Roman Safiullin pragmatisch.
"Ich bin in drei Sätzen weitergekommen, das ist das Wichtigste und Einzige, was mich im Moment interessiert", stellte der Weltranglistensechste gegenüber Eurosport klar.
Doch der Sieg gegen seinen ehemaligen Gegner aus Juniorentagen, der den Deutschen damals regelmäßig bezwang, untermauerte Zverevs Mitfavoritenrolle bei den diesjährigen French Open.
Besonders im Vergleich zum wackligen Erstrundenduell mit Oscar Otte zeigte der 24-Jährige eine deutliche Steigerung. Gegen seinen deutschen Landsmann hatte Zverev unnötig über fünf Sätze gehen und sogar einen Zweisatzrückstand drehen müssen.
Boris Becker sieht Steigerung bei Alexander Zverev
Im Duell mit Safiullin wiederum schaffte es der junge Deutsche bei Gegenbreak, schnell den Schalter umzulegen. Sowohl im zweiten als auch dritten Durchgang lag Zverev jeweils zurück, konnte die Sätze aber noch zu seinen Gunsten entscheiden. So auch im zweiten Satz, als er 1:3 zurücklag und daraufhin fünf Spiele in Folge gewann.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/06/02/3144554-64446808-2560-1440.png)
2. Runde: Zverev zeigt reife Leistung gegen Safiullin
Quelle: Eurosport
Besonders seine schärfste Waffe, der Aufschlag, enttäuschte gegen die Nummer 182 der Welt nicht. Den Tiebreak im ersten Satz machte Zverev mit zwei Assen zu. Insgesamt 15 Asse und eine Gewinnquote von 80 Prozent beim ersten Aufschlag bestätigte den Eindruck, dass der Deutsche ins Turnier findet.
Auch Eurosport-Experte Boris Becker erkannte eine klare Steigerung zum Spiel gegen Otte: "Heute war es sportlich herausfordernd. Sascha musste im Vergleich zur ersten Runde noch eine Schippe drauflegen. Das hat er gemacht."
Man müsse sich bei einem Grand Slam meist erst "in Form" spielen, betonte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger: "Das heißt nicht, dass man immer leicht gewinnt. Man muss auch mal gereizt werden. Er ist jetzt da, wo er sein müsste, nachdem er vorher fast zwei Wochen kein Turnier gespielt hat."
Zverev ist auf dem Weg zu seinem ersten Major-Titel somit im Soll. Das Duell mit dem ebenfalls 1997 geborenen Safiullin war dafür eine gute Zwischenetappe.
Gute Auslosung für Deutschlands Nummer eins
In der nächsten Runde wartet Laslo Djere (Nr. 55), der im serbischen Duell Miomir Kecmanovic in fünf Sätzen besiegte.
Auf den 26-Jährigen traf Zverev erst im März beim ATP-Turnier in Acapulco, zugleich das erste Duell der beiden auf der Tour. Im Achtelfinale besiegte der Deutsche Djere klar 6:4, 6:3 und gewann wenig später auch das Finale gegen Stefanos Tsitsipas.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/06/02/3144543-64446593-2560-1440.jpg)
Sensationell: Zverev schließt Monster-Rally perfekt ab
Quelle: Eurosport
Zverev geht in der dritten Runde gegen den Serben als klarer Favorit in das Match. Setzt sich der US-Open-Finalist von 2020 durch, warten entweder Henri Laaksonen, Kei Nishikori oder Karen Khachanov.
Keine Frage, der weitere Turnierverlauf spielt dem 24-Jährigen in die Karten. Bereits die Auslosung hat bei vielen Zverev-Fans für Freude gesorgt. Denn auf einen der "Big Three" - Rafael Nadal, Novak Djokovic oder Roger Federer - kann der Hamburger erst im Finale treffen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/06/02/3144493.jpg)
Alexander Zverev bei den French Open in Paris
Fotocredit: Getty Images
Nach dem überraschend frühen Aus von Dominic Thiem hat das Tableau auf Zverevs Seite bereits einen der größten Namen verloren.
Der Österreicher stand 2018 und 2019 jeweils im Finale. Aus den Top Ten haben es neben dem Deutschen noch Diego Schwartzman (Nr. 10), Tsitsipas (Nr. 5) und Daniil Medvedev (Nr. 2) aus der unteren Draw-Hälfte in die zweite Runde geschafft.
Finale in Paris: Trifft Mischa Zverevs Prognose ein?
Hinzu kamen Überraschungserfolge wie etwa der von Jan-Lennard Struff gegen Andrey Rublev (Nr. 7) oder das Aus von Roberto Bautista Agut (Nr. 11) gegen Henri Laaksonen aus der Schweiz.
Für Zverev könnten die Vorzeichen daher kaum besser stehen, um in Roland-Garros endlich über das Viertelfinale hinauszukommen. Kommen die Rückhand- und Grundlinienschläge weiter so gut und lässt ihn der Aufschlag nicht im Stich, kann es weit gehen. Vielleicht sogar bis in das von Bruder Mischa Zverev prognostizierte Finale...
Das könnte Dich auch interessieren: Phänomen Federer - wie viel träumen ist erlaubt?
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/06/02/3144473-64445188-2560-1440.jpg)
Zverev schon vor Matchbeginn stinksauer: "Das ist Bullshit!"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung