Wimbledon: Stefanos Tsitsipas giftet gegen Nick Kyrgios: "Das ist konstantes Mobbing eines Tyrannen"
VonThomas Gaber
Publiziert 03/07/2022 um 17:13 GMT+2 Uhr
Stefanos Tsitsipas und Nick Kyrgios lieferten sich im Drittrundenmatch in Wimbledon über drei Stunden lang einen harten Kampf mit vielen sportlichen Höhepunkten. Doch das Duell ähnelte einem bizarren psychologischen Kleinkrieg und ging hinterher verbal in die nächste Runde. Dabei erhob Tsitsipas schwere Vorwürfe gegen Krygios. "Es ist konstantes Mobbing. Er mobbt seine Gegner", sagte der Grieche.
Nick Kyrgios steht nach seinem Sieg über Stefanos Tsitsipas im Achtelfinale von Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
"Er war vermutlich in der Schule ein Tyrann. Ich mag keine Tyrannen. Ich mag keine Leute, die andere Leute niedermachen", so Tsitsipas weiter.
Kyrgios habe durchaus "gute Charakterzüge", "aber eben auch eine sehr böse Seite", sagte Tsitsipas.
Kyrgios wies die Anschuldigungen zurück und betonte hingegen ein Fehlverhalten seines Gegners. "Er war derjenige, der Bälle auf mich geschlagen hat", sagte der Australier auf der anschließenden Pressekonferenz - passend im T-Shirt mit einem Aufdruck von Basketball-Bad-Boy Dennis Rodman. "Abseits von meinem Hin und Her mit dem Schiedsrichter habe ich Stefanos gegenüber nichts Respektloses gemacht."
Kyrgios bezeichnete Tsitsipas als "weich" und konterte nach zwei Siegen binnen kurzer Zeit gelassen: "Vielleicht sollte er versuchen, zuerst herauszufinden, wie er mich ein paar Mal schlagen kann."
Wilander und McEnroe unterschiedlicher Meinung
Bei den Tennis-Experten sorgte das Psycho-Duell für unterschiedliches Echo. "Ist es unterhaltsam? Ja. Ist es respektvoll? Nein", sagte Mats Wilander zu Eurosport.
"So etwas habe ich noch nie gesehen und ich bin mir nicht sicher, ob ich so etwas noch einmal sehen möchte", so der Schwede, der mit dieser Art Unterhaltung wenig anfangen kann. "Ich glaube nicht, dass wir so etwas im Tennis fördern sollten. Wir sollten es als inspirierend und lehrreich fördern. Aber vielleicht ist es genau das, was die Leute sehen wollen. Ich bin kein großer Fan davon."
John McEnroe, der als Spieler selbst oft in die Rolle des Enfant terrible schlüpfte, nannte das Verhalten von Kyrgios hingegen "traurig und wunderschön" zur gleichen Zeit. "Es gibt so viele Kinder, die das Spiel wegen ihm schauen und vom Sport angezogen sind", sagte der "BBC"-Experte.
Krygios trifft im Achtelfinale am Montag auf den US-Amerikaner Brandon Nakashima.
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Quelle: Perform
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