Parallel zum hitzigen Match zwischen Nick Kyrgios und Stefanos Tsitsipas ging es auch auf dem Centre Court von Wimbledon zur Sache.
Rafal Nadal bestimmte zwar sportlich das Geschehen gegen Lorenzo Sonego über weite Strecken nach Belieben, ließ sich aber vor allem im dritten Satz auf die Provokationen des Italieners ein.
Sonego fiel bisweilen durch eigenwillige Geräusche auf und jubelte einmal schon über einen Punkt, als dieser noch nicht zu Ende gespielt war. Dann forderte er die Schließung des Daches - zum Unmut Nadals.
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Als Nadal im dritten Satz zwischendurch den Faden verlor, fing er an zu meckern und beorderte Sonego ans Netz, um mit ihm die aufgestauten Emotionen zu diskutieren.

Sonego über Nadal: "Er mich ein bisschen wie ein Kind behandelt"

Das kam wiederum bei Sonego gar nicht gut an.
"Ein Spieler sollte seinen Gegner nicht ans Netz rufen. Das kann man in Wimbledon nicht machen. Nadal hätte mit dem Stuhlschiedsrichter sprechen sollen statt mich ein bisschen wie ein Kind zu behandeln. Er hat mich abgelenkt", sagte der 27-Jährige nach dem Match.
Beim Handshake sprachen beide eine Weile miteinander und räumten offensichtlich die Ungereimtheiten aus.

Rafael Nadal: "Es war mein Fehler"

Bei Nadal wirkten die Geschehnisse aber noch nach. Auf der anschließenden Pressekonferenz entschuldigte er sich bei Sonego.
"Ich habe es wirklich gut gemeint. Ich meine es von Herzen, es tut mir wirklich leid, wenn ich ihn verärgert habe. Ich wollte ihm nur etwas sagen, und zwar auf eine gute Art und Weise. Aber jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen. Ich glaube, ich habe mich geirrt. Ich hätte ihn nicht ans Netz rufen sollen. Das war mein Fehler und beim nächsten Mal würde ich es auch anders machen", sagte Nadal.
Mit seiner sportlichen Leistung war der Rekord-Grand-Slam-Champion indes sehr zufrieden. "Das war bislang mein mit Abstand bestes Match", sagte er.
Im Achtelfinale trifft Nadal am Montag auf den an Nummer 21 gesetzten Niederländer Botic van de Zandschulp.
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