Wimbledon - ATP und WTA entziehen Grand Slam Weltranglistenpunkte: So reagiert Mischa Zverev

Die Entscheidung von ATP und WTA, Wimbledon die Weltranglisten-Punkte zu entziehen, hat in der Tennisszene für großen Aufruhr gesorgt. Die Profi-Organisationen hatten damit auf den Schritt der Veranstalter reagiert, russische und belarussische Spieler und Spielerinnen vom Rasen-Highlight auszuschließen. Für Eurosport-Experte Mischa Zverev eine komplizierte, aber nachvollziehbare Entscheidung.

Mischa Zverev

Fotocredit: Eurosport

"Die Möglichkeit für Spieler jeder Nationalität, an Turnieren auf der Grundlage ihrer Leistung und ohne Diskriminierung teilzunehmen, ist für unsere Tour von grundlegender Bedeutung", hieß es in einem am Freitagabend verbreiteten Statement der Männer-Organisation ATP: "Die Entscheidung Wimbledons, russischen und belarussischen Spielern in diesen Sommer die Teilnahme zu verbieten, untergräbt dieses Prinzip und die Integrität des ATP-Ranglistensystems."
Die sportlichen Akteure werden im All England Club also weder neue Ranglistenpunkte sammeln, noch die im vergangenen Jahr gewonnenen Punkte verteidigen können. Wenig später schloss sich die Frauen-Vereinigung WTA diesem Weg an.
"Das ist eine sehr komplizierte Entscheidung, aber ein sehr aussagekräftiges Statement, das ich gut finde", kommentierte Tennis-Experte Mischa Zverev im Gespräch mit Eurosport.de den historischen Schritt: "Sie wollen damit auch den anderen Grand Slams zeigen: 'Ihr könnt nicht Entscheidungen treffen, wie ihr wollt.'"
Bei einigen Profis auf der Tour kam der Entzug der Weltranglistenpunkte für das prestigeträchtige Grand-Slam-Turnier dagegen weniger gut an.
"Keine Ranking-Punkte in Wimbledon und die Ranking-Punkte von 2021 fallen weg. Keine Chance sie zu verteidigen. Ist das euer Ernst ATP???", schrieb beispielsweise der Ungar Márton Fucsovics in seiner Instagram-Story und ließ in diesem Zusammenhang wissen, dass er aufgrund der Entscheidung "von Platz 60 auf 130 zurückfällt“.
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Mischa Zverev exklusiv: Alex Zverev nicht einverstanden mit Alcaraz als Favorit

Quelle: Eurosport

Mischa Zverev: "Rein sportlich und nicht politisch gesehen, ist es natürlich unfair"

Auch diese Sichtweise kann Zverev nachvollziehen: "Rein sportlich und nicht politisch gesehen, ist es natürlich unfair", so der 34-Jährige, der Novak Djokovic als Beispiel heranzieht: "Novak kann von Position eins auf drei abrutschen, nur weil es keine Punkte gibt.“
Dass Wimbledon durch die Bestrafung an Strahlkraft verliert, glaubt und hofft Zverev derweil nicht: "Am Ende des Tages ist es Wimbledon. Man kann Wimbledon-Sieger werden. Völlig egal, wieviele Punkte und Preisgeld du dafür bekommen hast. Deshalb glaube ich nicht, dass es jetzt mehr Spieler geben wird, die sagen: 'Da gibt es keine Punkte mehr, da fahre ich gar nicht hin.'"
Allerdings müsse man "abwarten, wie es die Leute am ersten Tag, in der ersten Turnierwoche empfinden. Wie auch das Feedback nach dem Turnier ist. Sowas gab es noch nie, seit es die ATP Tour gibt, deshalb kann man sich das gar nicht vorstellen. Ich glaube, das ist schon relativ merkwürdig."
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Showman Nadal sorgt auf Pressekonferenz für Lacher

Quelle: Perform

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