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Wimbledon - Maximilian Marterer erstmals in der zweiten Runde - Oscar Otte gewinnt deutsches Duell
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Publiziert 27/06/2022 um 18:18 GMT+2 Uhr
Qualifikant Maximilian Marterer hat die zweite Runde in Wimbledon erreicht. Der 27 Jahre alte Nürnberger bezwang den Slowenen Aljaž Bedene nach 3:04 Stunden 4:6, 7:5, 6:4, 7:5. Zum ersten Mal in seiner Karriere steht Marterer beim Rasenklassiker damit in der zweiten Runde. Dort trifft er auf den US-Amerikaner Francis Tiafoe, der den Italiener Andrea Vavassori zum Auftakt 6:4, 6:4, 6:4 schlug.
Maximilian Marterer
Fotocredit: Imago
Oscar Otte hat das deutsche Auftaktduell in Wimbledon gegen seinen Kumpel Peter Gojowczyk (München) am Abend klar gewonnen. Der einzige gesetzte Deutsche im Männerfeld siegte nach nur 1:18 Stunden und noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit im Londoner Südwesten mit 6:1, 6:2, 6:1. Nach zwei starken Regengüssen hatte das Match spät begonnen.
Otte (28) trifft am Mittwoch auf Jay Clarke (USA) oder Christian Harrison (USA), mittlerweile sind bei ihm die Ansprüche aber gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte sich Otte noch durch die Qualifikation kämpfen müssen, in Abwesenheit des verletzten Alexander Zverev (Hamburg) ist er nun die deutsche Nummer eins.
Und durchaus selbstbewusst: Nachdem er durch die Absage des Franzosen Gael Monfils noch kurzfristig in die Setzliste gerückt war, sagte er: "Es kann schon sein, dass sich der eine oder andere vielleicht gefreut hat, dass ich jetzt gesetzt bin." Nach den Halbfinals in Stuttgart und Halle/Westfalen gilt er auf Rasen als Geheimtipp.
Insgesamt haben sich sieben Spieler des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) für das Hauptfeld der Männer im All England Club qualifiziert. Zverev musste seinen Start nach dem Bänderriss in Paris absagen.
Niemeier gewinnt Grand-Slam-Debüt
Jule Niemeier hat derweil das erste Grand-Slam-Match ihrer Tenniskarriere gewonnen. Die 22-Jährige aus Dortmund setzte sich gegen die Chinesin Wang Xiyu 6:1, 6:4 durch und zog in die zweite Runde ein. Dort trifft Niemeier am Mittwoch entweder auf die an Position zwei gesetzte Anett Kontaveit aus Estland oder Bernarda Pera aus den USA.
Niemeier ist eine von sechs deutschen Spielerinnen im Wimbledonfeld. Bei den French Open hatte sie sich zuletzt erstmals für das Hauptfeld eines Grand Slams qualifiziert.
Die Weltranglisten-97. ist neben Nastasja Schunk (Ludwigshafen), die am Dienstag spielt, die Hoffnungsträgerin für die Zeit nach der Generation um die dreimalige Majorsiegerin Angelique Kerber.
"Sie brauchen Erfahrung, müssen durch das Auf und Ab, sie müssen Rückschläge mental meistern", hatte Kerber vor Turnierbeginn über die beiden Talente gesagt: "Wenn sie das schaffen, traue ich ihnen viel zu."
Drei Matches mit deutscher Beteiligung unterbrochen
Der typische englische Regen hat den Spielplan im Wimbledon allerdings schon am ersten Tag erheblich beeinflusst. Aufgrund der Verzögerungen konnten am Montag nicht alle Begegnungen vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden, betroffen waren drei deutsche Tennisprofis.
Die Partien sollen am Dienstag fortgesetzt werden.
Auf Daniel Altmaier wartet dabei eine hohe Hürde, der Kempener liegt gegen den Schweden Mikael Ymer 3:6, 5:7 zurück. Bei Tatjana Maria (Bad Saulgau) und Tamara Korpatsch (Bad Saulgau) ist noch alles offen.
Bei Maria gegen die Australierin Astra Sharma steht es 4:6, 6:3. Auch Korpatsch und die Britin Heather Watson spielen bei 7:6 (9:7), 5:7 den entscheidenden dritten Satz am Dienstag.
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(mit SID)
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