Wimbledon 2024: John McEnroe verteidigt Novak Djokovic nach Schlagabtausch mit Publikum - "Er ist wie Darth Vader"
VonLukas Fegers
Publiziert 10/07/2024 um 13:32 GMT+2 Uhr
Die Reiberei zwischen Novak Djokovic und dem Wimbledon-Publikum bei seinem Viertelfinaleinzug am Montag sorgt weiter für Gesprächsstoff. Nun hat sich Tennislegende John McEnroe zu Wort gemeldet - und den Grand-Slam-Rekordchampion mit überraschenden Worten verteidigt. "Er ist wie Darth Vader im Vergleich zu zwei der besten Tennisspieler, die wir je gesehen haben", sagte der 65-Jährige der "BBC".
Djokovic gibt Knie-Update: "Test war sehr erfolgreich"
Quelle: Perform
Verglichen mit Rafael Nadal und Roger Federer, den beiden langjährigen Kontrahenten des Serben, sei Djokovic im Laufe der Jahre auf der ATP-Tour "respektlos" behandelt worden.
"Er ist bei Weitem derjenige, der am meisten einstecken musste", betonte McEnroe und adelte Djokovic deshalb als den "Größten, der je gespielt hat".
Nach seinem dominanten Achtelfinalerfolg gegen den Dänen Holger Rune hatte der "Djoker" am Montag im Field-Interview mit einer Wutrede in Richtung der Fans aufhorchen lassen. Der 37-Jährige fühlte sich während des Matches verspottet vom Publikum, das seinen Gegner mit langgezogenen Rufen unterstützte.
Dies wollte der siebenmalige Wimbledon-Champion nicht auf sich sitzen lassen - und teilte kräftig aus. Zunächst am Mikrofon auf dem Centre Court, später auch auf Social Media.
Frust für McEnroe gerechtfertigt
McEnroe zufolge sei Djokovics Ärger jedoch gerechtfertigt.
"Glauben Sie nicht, dass es in den vergangenen zehn, 15 Jahren mindestens 100 Spiele gab, in denen Djokovic wegen seines Könnens nicht respektiert wurde? Was hat er denn so Schlimmes getan", fragte der US-Amerikaner im "BBC"-Interview: "Dass er so hart kämpft, wie noch nie jemand auf dem Tennisplatz gekämpft hat? Ich verstehe einfach nicht, warum. Liegt es am Aussehen oder daran, wo er herkommt?"
Zumindest eine Antwort auf seine Fragen gab McEnroe mit Blick auf Nadal und Federer. Beide seien "zwei der besten Tennisspieler, die wir je gesehen haben", erklärte der TV-Experte: "Wer kann sich mit ihnen vergleichen, wenn es darum geht, was sie auf den Tisch gebracht haben und wie die Leute sie lieben? Niemand. Und dann hat dieser Djokovic die Frechheit zu kommen und die Party zu stören."
Djokovic als Partycrasher der Rafa- und Roger-Fans - so hatte zuletzt auch Federer selbst mit Blick auf die mitunter fehlende Anerkennung für den "Djoker" argumentiert.
de minaur zieht zurück
Ob sich Djokovics Ärger auf das Wimbledon-Publikum - und umgekehrt - mittlerweile gelegt hat, hätte sich eigentlich am Mittwoch gezeigt.
Dann nämlich sollte der serbische Superstar im Viertelfinale auf den Australier Alex de Minaur treffen. Allerdings zog de Minaur aufgrund einer Hüftverletzung zurück, Djokovic zieht somit kampflos ins Halbfinale ein.
Zwischen dem Djoker und dem achten Titel im All England Club stehen also "nur" noch zwei Spiele.
Das könnte Dich auch interessieren: Verflixte 34! Warum Zverev (noch) nicht bange sein muss
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/07/01/3996533-81106368-2560-1440.jpg)
Bublik in Sorge wegen Murrays Gesundheit: "Killt sich selbst"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung