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Wimbledon 2024: Alexander Zverev braucht Geduld - klappt es im 35. Anlauf mit dem Grand-Slam-Titel Nummer eins?
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Publiziert 10/07/2024 um 12:15 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten. Der Hamburger, als zweimaliger ATP-Finals-Champion, sechsmaliger Masters-Gewinner und Olympiasieger hoch dekoriert, braucht Geduld. 34 Mal stand er bereits im Hauptfeld eines Grand-Slam-Wettbewerbs, für die Krone hat es noch nicht gereicht. Allerdings ist Zverev damit in guter Gesellschaft. Bange muss ihm (noch) nicht sein.
Alexander Zverev in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Alexander Zverev fand nach dem Aus im Achtelfinale von Wimbledon gegen Taylor Fritz nachdenkliche Worte. Irgendwann, so der 27-Jährige, fange "man wirklich an zu glauben, dass es für einen nicht gedacht ist".
Gemeint waren die vier Grand-Slam-Wettbewerbe, bei denen Zverev sich bislang vergeblich nach dem Titel streckt. Zweimal war er nahe dran. Im US-Open-Finale 2020 führte er gegen Dominic Thiem mit 2:0 Sätzen, im Endspiel der French Open 2024 lag er gegen Carlos Alcaraz 2:1 in den Sätzen vorne. Gereicht hat es nicht.
Unvergessen auch die Szenen aus dem Halbfinale der French Open 2022, als Zverev nach Meinung vieler Experten das Sandplatz-Tennis seines Lebens spielte und drauf und dran war, die Partie gegen Rafael Nadal zu drehen. Die Geschichte ist bekannt: Der Olympiasieger zog sich eine fürchterliche Bänderverletzung zu und musste aufgeben.
In diesen Tagen von Wimbledon, wo er den "Ball so gut wie noch nie im Schläger" hatte, kam erneut eine Verletzung hinzu. Nicht so tragisch wie in Paris, aber doch so, dass es sich angefühlt habe, gegen Fritz "auf einem Bein gespielt" zu haben. "Mein Knie ist relativ geschwollen und hat viel Flüssigkeit", berichtete der Hamburger. "Ich habe mit unfassbar vielen Schmerzmitteln gespielt."
Zverev nahe der Wawrinka-Marke
So muss Zverev nun in New York bei den US Open ein 35. Mal Anlauf nehmen, um sich den Traum vom Grand-Slam-Titel zu erfüllen. Er ist dabei in guter Gesellschaft.
Stan Wawrinka etwa brauchte 36 Versuche, ehe er 2014 die Australian Open gewann. Andy Murray mühte sich 28 Mal, bis es bei den US Open 2012 klappte.
Unvergessen bleibt freilich auch der Coup von Goran Ivanisevic, der 2001 in Wimbledon triumphierte - mit einer Wildcard und in seinem 48. (!) Major-Event.
Djokovic mahnt: "Umso länger es dauert ..."
Aus dieser Warte betrachtet, müssen bei Zverev die Alarmglocken noch nicht schrillen. Allerdings wird es mental zunehmend schwer, Geduld zu haben und positiv zu bleiben. "Umso länger es dauert bis zum ersten Slam-Titel, desto mehr denkt man drüber nach", erklärte Novak Djokovic in Wimbledon. "Der Druck wird immer größer jedes Mal, wenn man denkt, okay, ich spiele wieder um den Titel."
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Novak Djokovic, Wimbledon 2024
Fotocredit: Getty Images
Es gibt aus jüngerer Vergangenheit das eine oder andere Beispiel hochveranlagter Profis, die während der gesamten Karriere ohne Erfolg um einen Grand-Slam-Titel spielten.
Stellvertretend sei an David Ferrer erinnert, der 61 Major-Wettbewerbe absolvierte, dabei einmal im Endspiel und fünfmal im Halbfinale stand. Man kann Ferrer zugutehalten, dass seine beste Phase voll in die Blütezeit der Big 4 um Djokovic, Nadal, Murray und Roger Federer fiel.
Zverev: Die Qualitäten sind da
Bei Zverev liegen die Dinge inzwischen anders. Von den Big 4 ist nur noch Djokovic auf höchster Ebene konkurrenzfähig, die neuen Dominatoren heißen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner.
Die Tatsache, dass beide rund sechs Jahre jünger sind als Zverev, erhöht die Chancen des Deutschen nicht unbedingt. Aber: Zverev hat ohne Zweifel weiterhin die Qualitäten, um ein Grand-Slam-Event zu gewinnen - und sollte es klappen, wird ihm letztlich fast egal sein, im wievielten Anlauf ...
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"Weltklasse!" Zverev begeistert Fans in Halle
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