Wimbledon 2026 - Alexander Zverev und der Weg zum Titel im All England Club: Es gibt allen Grund zum Optimismus

Alexander Zverev hat in der 2. Runde des Rasenklassikers von Wimbledon demonstriert, wie stabil und souverän er auf seinem schwächsten Belag agieren kann. Es ist das erste Major-Turnier für den Hamburger, bei dem er als Grand-Slam-Champion aufschlägt - und so langsam werden die Aussagen hinsichtlich der Ambitionen offensiver. Und auch der weitere Weg durchs Turnier gibt allen Grund zum Optimismus.

Zverev, Swiatek und Dimitrov in Wimbledon weiter auf Kurs

Quelle: SNTV

"Zweieinhalb Sätze lang", gab Alexander Zverev in Wimbledon zu Protokoll, habe er "fast perfektes Tennis gespielt" beim 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) gegen Valentin Royer. Es kommt nicht allzu häufig vor, dass der 29-Jährige bei der Bewertung seiner Leistungen derart hoch ins Regal greift.
Rasenallergie, schwache Wimbledon-Ergebnisse in der Vergangenheit, Probleme mit dem Spiel auf dem grünen Belag - all das ist nicht vergessen, aber Zverev ist dabei, sich trotz der Widrigkeiten zu einem echten Titelaspiranten im All England Club zu entwickeln.
Gegen Royer deutete er an, warum das so ist. Neben der gewohnten Stärke beim Aufschlag überzeugte Zverev in nahezu allen Aspekten seines Spiels. Ein Beispiel: Neunmal suchte der Deutsche den Weg ans Netz, achtmal punktete er dabei.
"Ich warte noch auf ein großes Ergebnis hier, aber wenn ich weiterhin so spiele, kann es definitiv in diesem Jahr passieren", gab Zverev nach dem zweiten Sieg eine kleine Kampfansage ab.
picture

Alexander Zverev in Wimbledon

Fotocredit: Getty Images

Wimbledon sei "das Grand-Slam-Turnier, bei dem ich immer die meisten Schwierigkeiten hatte - aber es fühlt sich dieses Jahr anders an", zeigte sich der French-Open-Sieger schon kurz vor Beginn des Wettbewerbs selbstbewusst. Die Vorbereitung sei gut gelaufen, das spielerische Niveau da.

Zverev nutzt French-Open-Schub: "Mehr Freude und Freiheit"

Der Titel in Roland-Garros gebe ihm überdies "mehr Freude und Freiheit, weil ich weiß, dass ich jetzt eins (Grand-Slam-Event, A.d.R.) gewonnen habe", führte Zverev aus.
Das neue Gefühl der Leichtigkeit tut Zverev offensichtlich gut an der Church Road, wo er bislang nie über das Achtelfinale hinausgekommen war. Dieses persönliche Topergebnis zu übertreffen, ist das Ziel. Mindestens.
picture

Tennis - Alexander Zverev in der zweiten Runde von Wimbledon

Fotocredit: Getty Images

Denn auch Zverev weiß, dass die Perspektiven vielversprechend sind. In der 3. Runde wartet US-Profi Marcos Giron. Gegen den Weltranglisten-92. hat er eine 4:0-Bilanz.
Im Achtelfinale dürfte es zur Begegnung mit Jiri Lehecka kommen. Als Nummer 14 des ATP-Rankings mit einer 1:1-Bilanz gegen Zverev eine höhere Hürde, dennoch wäre der Hamburger klar favorisiert.

Zverev droht Duell mit Fritz im Viertelfinale

Knifflig könnte es im Viertelfinale werden, wo ein Duell mit dem an Position sechs gesetzten Taylor Fritz droht. Der US-Amerikaner gilt als Angstgegner, nachdem Zverev die vergangenen sieben Partien gegen den 28-Jährigen allesamt verloren hat.
Schaltet er Fritz aus, ist im Halbfinale ein Match gegen Alex de Minaur wahrscheinlich. Im Endspiel ist ein Kräftemessen mit Titelverteidiger Jannik Sinner denkbar - oder auch mit dem siebenmaligen Wimbledon-Champion Novak Djokovic.
Schwere Aufgaben, natürlich. Aber: Zverev hat sich in den vergangenen Wochen einen Status erarbeitet und in eine Form gespielt, die ihn keinem Duell mehr zum Außenseiter macht.
picture

Wimbledon-Champion Sinner: Das sind die zwei schärfsten Rivalen

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung