Wimbledon 2026: Novak Djokovic dreht gegen Stefanos Tsitsipas die Zeit zurück - Titel Nr. 25 greifbarer denn je

Novak Djokovic zerlegt Stefanos Tsitsipas, begeistert Legenden wie John McEnroe und wirkt dabei erstaunlich locker. Mit 39 Jahren spielt der Serbe in Wimbledon Tennis wie zu seinen besten Zeiten - präzise, dominant und voller Spielfreude. Der Weg zum 25. Grand-Slam-Titel ist noch lang. Doch nach dieser Machtdemonstration stellt sich die Frage: Wer soll Djokovic auf Rasen eigentlich schlagen?

Favoriten Sinner und Djokovic überzeugen vor den Augen von McIlroy

Quelle: Eurosport

Für einen Abend wirkte Wimbledon wie eine Zeitreise. Novak Djokovic bewegte sich über den Centre Court, als wären die vergangenen 20 Jahre spurlos an ihm vorbeigegangen. Stefanos Tsitsipas wurde dabei zur unfreiwilligen Nebenfigur. 6:3, 6:4, 6:2 - selten sah ein Sieg in der zweiten Runde so sehr nach einer Titelansage aus.
Mit einer nahezu fehlerfreien Vorstellung bewies Djokovic, warum er auf Rasen noch immer zu den besten Spielern der Welt gehört. 33 Winner, nur sieben unerzwungene Fehler, kein einziges verlorenes Aufschlagspiel - Zahlen, die eher an den Djokovic seiner Glanzzeit erinnern als an einen 39-Jährigen auf seiner womöglich letzten großen Wimbledon-Mission.
"Das war absolut phänomenal von Novak. Er ist immer noch in der Lage, besondere Leistungen zu bringen", erklärte der viermalige Wimbledon-Halbfinalist Tim Henman bei der "BBC".
Auch John McEnroe geriet ins Schwärmen. "Man kann nicht anders, als zu bewundern, was Novak tut - dieser Mann ist unglaublich. Ich habe ihn hunderte - vielleicht sogar fünfhundert Mal - gesehen und man fragt sich immer wieder: 'Wow, dieser Spieler will es immer noch so sehr'", sagte der dreimalige Wimbledon-Champion.

Djokovic spürt, dass noch etwas Großes möglich ist

Djokovic dreht dieser Tage auf der Anlage an der Church Road die Zeit zurück. Er spielt ein Tennis, das erstaunlich jung aussieht: präzise, kontrolliert und mit bemerkenswerter Leichtigkeit versehen. Mit 39 bewegt sich der Serbe über den Rasen, als hätte sein Körper die vergangenen zwei Jahrzehnte auf der Tour vergessen.
"Ich bin sehr zufrieden, wie es gelaufen ist. Ich habe mich gut gefühlt, habe mein Level erreicht und im dritten Satz die besten Returns seit langer Zeit gespielt", fasste Djokovic seine Leistung zusammen. Er spielt nicht wie ein Veteran, der auf seiner Abschiedstour jeden Moment auskostet, sondern wie ein Champion, der spürt, dass noch etwas Großes möglich ist.
Auf dem Weg in ein Halbfinale gegen Jannik Sinner wartet in Runde drei Arthur Rinderknech, anschließend könnten die Gegner João Fonseca und Félix Auger-Aliassime heißen - alles keine ausgewiesenen Rasenspezialisten.

Djokovic foppt Ballmädchen und fordert Golf-Star zum Duell heraus

Djokovic beeindruckt aber nicht nur auf dem Court. Der einst so erfolgsbesessene Perfektionist gibt sich in Wimbledon erstaunlich locker. Als Tsistipas nach dem zweiten Satz für eine kurze Pause den Platz verließ, veräppelte Djokovic ein Ballmädchen.
Er bat die junge Frau, ein Stück von seinem Tape abzuschneiden und zuckte dann so zusammen, als habe sie ihn geschnitten. Beide lachten, Djokovic entschuldigte sich hinterher trotzdem und bezeichnete seine Aktion als "nicht gerade den besten Scherz".
Im On-Court-Interview nach dem Match erspähte er Golf-Superstar Rory McIlroy in der Royal Box und forderte den Nordiren zu einem Duell heraus. "Rory, was für ein wunderschönes Jackett", rief Djokovic dem sechsfachen Majorsieger zu. "Ist das ein Masters-Jackett? Ich will diese Jacke, ich spiele gegen dich. Aber Tennis, kein Golf."

Djokovic muss niemanden fürchten - eher umgekehrt

Nach mehr als 20 Jahren auf der größten Bühne des Tennissports wirkt Wimbledon immer noch wie sein Lieblingsort. Auf Rasen braucht es nicht die brutale Physis von Roland-Garros. Hier zählen Reaktion, Aufschlag, Return und Spielintelligenz. Djokovic kombiniert diese vier Eigenschaften wie kein Zweiter.
Solange Novak Djokovic in Wimbledon auf diesem Niveau spielt, gibt es keinen Gegner, der ihm gern gegenübersteht. Nicht Jannik Sinner. Nicht Alexander Zverev. Nicht Taylor Fritz. Niemand.
Der Weg zum ersehnten 25. Grand-Slam-Titel ist noch weit und die Frage, ob sein Körper die zwei Wochen mit etwaigen Fünf-Satz-Matches übersteht, ist berechtigt. Aber sportliche Qualität, gepaart mit Spielfreude und Lockerheit machen Djokovic zu einem heißen Titelkandidaten. Daran besteht nach dem Vintage-Auftritt gegen Tsitsipas kein Zweifel.
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Quelle: Eurosport





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