Wimbledon 2026 - Berrettini, Altmaier, Draper: Diese fünf Ungesetzten könnten Zverev und Sinner gefährlich werden

Wimbledon ist dafür bekannt, immer wieder für Überraschungen zu sorgen. Beim Rasenklassiker in London gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Kandidaten, die nicht gesetzt sind und trotzdem eine potenzielle Gefahr für Jannik Sinner, Alexander Zverev und Co. darstellen können. Kandidaten wie Matteo Berrettini oder Daniel Altmaier gehören zu diesen "Dark Horses", die keiner gerne als Gegner hat.

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Quelle: SNTV

Der Name Kamil Majchrzak sagt wohl nur Tennis-Experten und eingefleischten Fans etwas. Dass der Pole in Wimbledon aber zu den Geheimfavoriten gehört, dürfte nur wenigen bekannt sein.
Beim am 29. Juni in London beginnenden dritten Grand Slam des Jahres gibt es neben dem Polen noch einige andere Spieler, denen die Top-Favoriten um Vorjahressieger Jannik Sinner oder Alexander Zverev nicht unbedingt in den frühen Runden begegnen wollen.
Dazu gehört auch ein Deutscher, der in der Vergangenheit immer wieder gegen große Namen aufgezeigt hat.
Ein Überblick über die Geheimfavoriten in Wimbledon.

1. MATTEO BERRETTINI

  • 7. Teilnahme
  • Land: Italien
  • Alter: 30 Jahre
  • Aktueller Weltranglistenplatz: 49.
Berrettinis Wimbledon-Vergangenheit: Hier erlebte er 2021 seine größte Grand-Slam-Sternstunde, als er das Finale erreichte. Damals war er der erste italienische Spieler seit Adriano Panatta bei den French Open 45 Jahre zuvor, dem dies gelang. Im Finale gewann er den ersten Satz gegen Novak Djokovic, konnte aber nicht mithalten (7:6, 4:6, 4:6, 3:6). Abgesehen von diesem Glanzstück hat er das Achtelfinale nie überstanden. Im vergangenen Jahr verlor er in der ersten Runde gegen Kamil Majchrzak.
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Tennis - Matteo Berrettini und Kamil Majchrzak (L) gehören in Wimbledon zu den Geheimfavoriten

Fotocredit: Getty Images

Die Vorbereitung: Gleich null. Aufgrund einer Hüftverletzung bei den French Open musste der Römer auf die ersten Rasenturniere verzichten. Ursprünglich hatte er geplant, in Stuttgart anzutreten.
Warum Berrettini gefährlich sein kann: Weil er in Paris bewiesen hat, dass er, wenn sein Körper es zulässt, immer noch auf höchstem Niveau glänzen kann. Das Viertelfinale in Roland-Garros gab ihm den Glauben zurück, auch wenn die schöne Geschichte mit der verletzungsbedingten Aufgabe gegen Matteo Arnaldi schlecht endete. Nun geht es ihm besser. "Ich werde bereit sein", versicherte er diese Woche. "Ich komme nach London mit einem Gefühl des Stolzes über den bisherigen Weg, aber auch mit der festen Absicht, bestimmte Ergebnisse zu erzielen. Das wurde in Paris bestätigt." In Wimbledon möchte wohl niemand zu früh auf Berrettini treffen. In der 1. Runde geht es gegen Altmeister Stan Wawrinka.

2. JACK DRAPER

  • 5. Teilnahme
  • Land: Großbritannien
  • Alter: 24 Jahre
  • Aktueller Weltranglistenplatz: 160.
Drapers Wimbledon-Vergangenheit: Bisher schwach. Vier Teilnahmen, nur zwei Siege. Draper hat nie die zweite Runde überstanden und im vergangenen Jahr wurde er dort vom ehemaligen Turnierfinalisten Marin Cilic gestoppt. Klagte monatelang über Armprobleme, die ihm bald das Leben zur Hölle machten und ihn monatelang von den Plätzen fernhielten.
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Jack Draper kehrt nach seinen Armproblemen auf die Tour zurück

Fotocredit: Getty Images

Die Vorbereitung: Draper nimmt gerade erst wieder den Wettkampf auf. Der Brite gibt sein Comeback nach der verletzungsbedingten Aufgabe in Barcelona - aber schon diese Woche in Eastbourne kehrte er auf die Siegerstraße zurück und erreichte das Halbfinale, wo er Ugo Humbert unterlag. Beeindruckend.
Warum Draper gefährlich sein kann: Weil Andy Murray, zweifacher Wimbledon-Sieger und Held des britischen Tennis, jetzt als Coach an seiner Seite ist. Und: Draper ist hier eine Art Joker. Niemand kann genau sagen, wo er steht und ob er körperlich in der Lage sein wird, das Tempo des Wettbewerbs zu verkraften, besonders im Best-of-Five-Modus. Aber wir sprechen von einem Spieler, der, bevor ihn sein Körper ausbremste, in die Top 5 vorgedrungen war, ein Masters gewonnen hatte und dabei war, für sich in eine neue Dimension vorzustoßen. Dieses Potenzial existiert noch immer. In der 1. Runde geht es allerdings gegen den hoch gehandelten Taylor Fritz.

3. KAMIL MAJCHRZAK

  • 3. Teilnahme
  • Land: Polen
  • Alter: 30 Jahre
  • Aktueller Weltranglistenplatz: 46.
Majchrzaks Wimbledon-Vergangenheit: Nach zwei Erstrundenpleiten (2019, 2022) erreichte Kamil Majchrzak im vergangenen Jahr zum ersten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Dabei war er ohne einen Sieg in den Vorbereitungsturnieren nach London gekommen. Der Pole schaltete unter anderem Arthur Rinderknech aus, der zuvor Alexander Zverev besiegt hatte, bevor er in drei Sätzen an Karen Khachanov scheiterte.
Die Vorbereitung: Sein Halbfinale beim Challenger in Birmingham hätte einen aufhorchen lassen können. Aber nicht so sehr, um das vorherzusagen, was folgen sollte: Er erlebte die Woche seines Lebens in 's-Hertogenbosch und besiegte nacheinander drei Top-10-Spieler im Viertelfinale (Félix Auger-Aliassime), Halbfinale (Daniil Medvedev) und Finale (Alex de Minaur), um sich den ersten Titel seiner Karriere zu sichern. Und das mit Stil. Die Leistung konnte in Queen's nicht ganz bestätigen, aber sein Lauf in den Niederlanden reicht aus, um ihn zu einem gefährlichen Mann zu machen, den die Gesetzten um jeden Preis meiden sollten.
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Kamil Majchrzak gewann mit 30 Jahren seinen ersten ATP-Titel

Fotocredit: Getty Images

Warum Majchrzak gefährlich sein kann: Weil er die Waffen besitzt, um auf Rasen wehzutun, und weil er vor Selbstvertrauen strotzt. Majchrzak hat seine Karriere nach einer einjährigen Dopingsperre zwischen November 2022 und Dezember 2023 wiederbelebt. Jetzt mit seiner besten Platzierung ausgestattet, hat er das Zeug, das Feld aufzumischen. Auger-Aliassime, Medvedev und de Minaur schlägt man auf Rasen nicht, ohne gefährlich zu sein. Los geht es für Majachrzak in Wimbledon gegen Alejandro Tabilo.

4. DANIEL ALTMAIER

  • 5. Teilnahme
  • Land: Deutschland
  • Alter: 27 Jahre
  • Aktueller Weltranglistenplatz: 59.
Altmaiers Wimbledon-Vergangenheit: Minimalistisch. Nur ein gewonnenes Match vor zwei Jahren gegen Denis Shapovalov. Ansonsten ausschließlich das Aus in der ersten Runde. Würde man sich nur auf seine Bilanz im All England Club verlassen, gäbe es eindeutig keinen Grund, ihn auf die Liste der Dark Horses zu setzen.
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Daniel Altmaier

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Die Vorbereitung: Interessant. In Stuttgart musste er sich gleich zu Beginn geschlagen geben, dabei hatte er Frances Tiafoe ernsthaft in Bedrängnis gebracht. Dann erreichte er in Halle das Halbfinale mit Siegen über Hubert Hurkacz und vor allem Daniil Medvedev. Danach stoppte ihn Tiafoe erneut, diesmal deutlich in zwei Sätzen. In Eastbourne schied er diese Woche im Achtelfinale aus.
Warum Altmaier gefährlich sein kann: Weil sein Spiel manchmal besser ist als seine Platzierung, zumal er bisweilen die Fähigkeit besitzt, sich je nach Gegner zu steigern. Außerdem hat er den Ruf als kleiner Favoritenschreck. "Ich weiß, dass ich in der Lage bin, gegen jeden auf der Tour gutes Tennis zu spielen. Deshalb habe ich das Gefühl, gegen Top-Spieler gefährlich zu sein", schätzte der Deutsche sich selbst Ende letzter Saison in Shanghai ein und zeichnete damit ein ziemlich treffendes Selbstporträt. In Runde eins geht es gegen Alex Molcan.

5. ADRIAN MANNARINO

  • 15. Teilnahme
  • Land: Frankreich
  • Alter: 38 Jahre
  • Aktueller Weltranglistenplatz: 40.
Mannarinos Wimbledon-Vergangenheit: Durchwachsen. Eine Bilanz von 17 Siegen und 14 Niederlagen bei 14 Teilnahmen - dabei ist das Potenzial auf Rasen enorm. Immerhin stehen drei Achtelfinals zu Buche. Das erste ging gegen Lukas Kubot 2013 verloren und sorgte wohl für das meiste Bedauern. In den beiden anderen gegen Novak Djokovic (2017) und Roger Federer (2018) war deutlich weniger drin.
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Tennis - Adrian Mannarino kann auf Rasen für Gefahr sorgen

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Die Vorbereitung: Ebenfalls durchwachsen. Ein Halbfinale zum Auftakt in 's-Hertogenbosch mit Siegen gegen Gabriel Diallo und Arthur Rinderknech, dann ein starker Erfolg gegen Jakub Mensik im Queen's Club. Sein erster Sieg seit längerer Zeit gegen einen Top-20-Spieler. Dann war allerdings Schluss. In London schied er anschließend gegen Arthur Fery aus, bevor er in Eastbourne gleich zu Beginn deutlich gegen Nuno Borges verlor (2:6, 2:6).
Warum Mannarino gefährlich sein kann: Weil der Franzose trotz seiner Höhen und Tiefen auf Rasen extrem unangenehm zu spielen ist. Mannarino liebt und versteht diesen Belag. Seine Linkshändigkeit ist ein zusätzlicher Trumpf. Zudem befindet er sich im Aufwärtstrend: Mannarino ist gerade zum ersten Mal seit fast zwei Jahren in die Top 40 zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr lag er bei seiner Ankunft in Wimbledon außerhalb der Top 100. Er trifft in Runde eins auf seinen Landsmann Titouan Droguet.

UND AUSSERDEM...

Die großen Aufschläger, die in Wimbledon immer schwer zu bewältigen sind. Wie Giovanni Mpetshi Perricard, der im vergangenen Jahr Taylor Fritz beinahe ausgeschaltet hätte. Oder Jan-Lennard Struff, Bezwinger von Félix Auger-Aliassime 2025, bevor er Carlos Alcaraz einen Satz abnahm.
In einem ähnlichen Register, aber mit vielen Fragezeichen um seinen Zustand und seine Form: Hubert Hurkacz. Ehemaliger Halbfinalist in London, wo er unwissentlich Roger Federers Karriere beendete, hat er in den vergangenen Wochen auf Rasen kaum geglänzt, aber dennoch Andrey Rublev geschlagen.
Die gleiche Ungewissheit herrscht bei Grigor Dimitrov, im freien Fall in der Weltrangliste, aber mit einer Wildcard ausgestattet. Vielleicht eine gerechte Wiedergutmachung nach seinem Pech von 2025: Im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Jannik Sinner mit zwei Sätzen vorne, ließ ihn der Körper im Stich. Dimitrov musste aufgeben.
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Highlights: Muchová ringt Tauson nach Fehlstart nieder

Quelle: Eurosport


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