Wimbledon: Sinner verhindert Aus in Runde eins und kämpft sich nach 1:2-Satzrückstand gegen Kecmanovic noch weiter
Update 29/06/2026 um 19:46 GMT+2 Uhr
Jannik Sinner hat ein Erstrundenaus in Wimbledon nur mit Mühe verhindert. Der Titelverteidiger drehte sein Match gegen den starken Serben Miomir Kecmanovic (ATP-Nr. 50) nach zweimaligem Satzrückstand noch 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3. Sinner musste 3:30 Stunden kämpfen und verwandelte dann den zweiten Matchball zum Einzug in die zweite Runde. Dort trifft er auf Nuno Borges aus Portugal.
Wimbledon-Champion Sinner: Das sind die zwei schärfsten Rivalen
Quelle: Perform
"Es war eine große Ehre, das Turnier hier zu eröffnen. Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Es war mein erstes offizielles Match auf Rasen. Ich bin froh, dass ich es drehen konnte", erklärte Sinner im Anschluss.
Als Titelverteidiger zurückzukehren, bedeute ihm sehr viel. "Es ist ein geschichtsträchtiger Platz. Ich bin froh, das erste Spiel gewonnen zu haben. Auch wenn ich mich natürlich verbessern möchte. Ich hatte in den ersten Sätzen viele Fehler mit der Vorhand."
Sorgen wegen des Blutes, dass während des Spiels an seinem rechten Schuh zu erkennen war, müsse man sich nicht machen. "Mir geht es gut, es sieht schlimmer aus, als es ist", sagte der 24-Jährige: "Es ist nur ein Nagel."
Eingespielt hatte sich Sinner einzig beim Einladungsturnier im edlen Londoner Hurlingham-Club, auf ein offizielles Event verzichtete er. Auf dem Centre Court zeigte der viermalige Grand-Slam-Champion unter anderem vor den Augen von Fußball-Ikone David Beckham deutliche Anlaufschwierigkeiten.
Jannik Sinner startet mit vielen Fehlern
Er leistete sich 15 unerzwungene Fehler und gab den ersten Satz gegen den zunächst deutlich stabileren Kecmanovic ab. Danach steigerte sich Sinner sichtlich und kam zurück.
Im dritten Satz stürzte Sinner beim Stand von 2:2 unglücklich, rappelte sich aber schnell wieder auf. Doch die Sorgen blieben, plötzlich war an seinem rechten Schuh Blut zu erkennen.
In einem enorm spannenden und hochklassigen Tiebreak setzte sich Kecmanovic durch, nun lastete enormer Druck auf dem klaren Favoriten. Doch der reagierte im Stile eines Champions, verwandelte nach 3:30 Stunden seinen zweiten Matchball - und ballte erleichtert die Faust.
Sinner hatte sich nach seinem denkwürdigen Zweitrundenaus in der französischen Hauptstadt eine Pause genommen und Ärzte aufgesucht, Auffälligkeiten ergaben sich dabei nicht.
Ruud und Rublev schon ausgeschieden
Er versuche stets, "das Positive in Situationen zu sehen", hatte Sinner gesagt: "Natürlich wäre ich bei den French Open gern weiter gekommen, aber der frühe Ausstieg hat mir zusätzliche Zeit verschafft." Es habe "viele lange Trainingseinheiten" gegeben, "und ich bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen körperlichen Form und meiner mentalen Verfassung."
Anders als Sinner konnten am Montag einige Topstars ein Erstrundenaus nicht verhindern. Casper Ruud (Nr. 11) verlor gegen den Polen Hubert Hurkacz, der 2021 in Wimbledon das Halbfinale erreicht hatte, glatt in drei Sätzen 4:6, 2:6, 6:7 (7:9).
Auch für den an Nummer zwölf gesetzten Andrey Rublev endete der Rasenklassiker schon zum Auftakt. Gegen seinen russischen Landsmann Roman Safiullin unterlag er trotz Satzführung 4:6, 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 6:7 (12:14).
Daniil Medvedev behielt hingegen im Duell mit dem ehemaligen US-Open-Sieger Marin Cilic die Oberhand. Die Nummer acht der Setzliste siegte glatt 6:1, 6:2, 6:4. Félix Auger-Aliassime (Nr. 3) gab sich ebenfalls keine Blöße und bezwang den Kasachen Aleksandr Shevchenko 6:3, 6:1, 6:4.
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(SID)
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Quelle: SNTV
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