Wimbledon - Mats Wilander zweifelt an Zverev nach Finalniederlage: "Nicht sicher, ob er wirklich daran geglaubt hat"

Alexander Zverev hat das Wimbledon-Finale 7:6 (8:6), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen Jannik Sinner verloren. Trotz einer über weite Strecken überzeugenden Leistung im Endspiel an der Church Road zweifelt Mats Wilander am Glauben des Deutschen: "Ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich daran geglaubt hat, Sinner schlagen zu können", sagte die ehemalige Nummer eins der Welt im Interview mit "L'Équipe".

Highlights: Sinner vereitelt Zverevs Grand-Slam-Doppelschlag

Quelle: SNTV

"Ich hatte mir vorgestellt, dass Zverev nach seinem Titelgewinn bei den French Open freier spielen würde und genau das haben wir auch bei diesem Wimbledon gesehen, aber es gibt immer noch eine Lücke - nicht körperlich, sondern mental", fügte Wilander an.
Der siebenmalige Grand-Slam-Sieger habe Zverev im Finale gar noch bessere Chancen auf den Sieg ausgerechnet als die breite Masse.
"Er hat im ersten Satz und über weite Strecken des zweiten Satzes großartig gespielt, aber Jannik hat - ähnlich wie Alcaraz - gezeigt, dass er bei den wichtigen Punkten, die ein Match entscheiden, immer noch eine Klasse besser ist", erklärte der Schwede.
"Beide haben die Fähigkeit, einen Kampf, der sehr eng zu sein scheint - einen, bei dem man sogar das Gefühl hat, er stünde kurz davor, zu deinen Gunsten zu kippen - , in etwas zu verwandeln, das am Ende weitaus weniger kompliziert aussieht, als es zunächst schien", lobte Wilander die beiden Superstars weiter.

Wilander: Zverev rückt an Sinner und Alcaraz ran

Für ihn rückt Zverev trotzdem immer weiter an die Spitze ran: "Für einen Spieler seines Kalibers können Alcaraz und Sinner nicht für immer unantastbar bleiben."
"Ich würde sagen, dass sich der Abstand nach diesem Finale noch etwas weiter verringern wird und Sascha diesen Rückstand zumindest in den nächsten zwölf Monaten weiter aufholen dürfte", so Wilander.
Den Rückstand in der Weltrangliste hat Zverev nach seinem starken Auftritt in Wimbledon schon längst verkürzt. Der Hamburger ist auch wegen der Verletzung von Carlos Alcaraz vorbeigezogen und hat nun die Position zwei hinter Sinner inne.
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"Hatten auf Zverev gehofft": Stimmen zum Sinner-Triumph

Quelle: Perform


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