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Die Spielerin der Stunde: Hohe Hürde für Kerber in Indian Wells

Die Spielerin der Stunde: Hohe Hürde für Kerber in Indian Wells
Von SID

15/03/2019 um 14:43Aktualisiert 15/03/2019 um 14:55

Nach einem Sieg über Venus Williams spielt Wimbledonsiegerin Angelique Kerber in Indian Wells um ihr erstes Finale der Saison. Am Samstagmorgen trifft sie auf die Spielerin der Stunde: Belinda Bencic aus der Schweiz. Die Eidgenossin hat eine Siegesserie gegen Weltklassespielerinnen gestartet und eben erst das WTA-Turnier in Dubai gegen hochklassige Konkurrenz gewonnen.

Beim größten Turnier neben den vier Grand Slams beweist Kerber neben ihrem wiederentdeckten Kampfgeist auch die nötige Abgebrühtheit. Sie scheint in der kalifornischen Wüste ganz bei sich zu sein. In ihrem dritten Halbfinale in Indian Wells nach 2012 und 2013 wird das gegen Belinda Bencic auch nötig sein.

Bencic in Topform

"Sie hat viel Selbstvertrauen, speziell nach den letzten Wochen. Das wird kein einfaches Match, es wird ein richtiger Kampf. Aber für diese Matches spiele ich", sagte Kerber:

"Wir trainieren oft zusammen. Sie weiß genau, wie ich spiele. Andersrum ist es genauso. "

Zuletzt waren auch die Topspielerinnen der WTA-Tour gegen Bencic chancenlos. "Der Druck liegt nicht bei mir. Ich versuche, nicht daran zu denken, wer auf der anderen Seite steht", sagte Bencic zu ihrer aktuellen Siegesserie.

Kerber ist gewarnt. Zumal sie drei der vier Duelle mit Bencic auf der WTA-Tour verlor. Lediglich auf ihrem Weg zum Wimbledontriumph im vergangenen Jahr setzte sie sich im Achtelfinale gegen Bencic durch. Kerbers Erfolg beim letzten Aufeinandertreffen beim Hopman Cup Anfang des Jahres im australischen Perth geht nicht in die Statistiken ein.

Kerbers Formkurve steigt

Auch Kerber wusste auf dem Weg in ihr zweites Halbfinale in diesem Jahr zu beeindrucken. Gegen die formstarke Williams ließ sie sich auch nicht von den Tempowechseln der siebenmaligen Majorsiegerin aus dem Konzept bringen. Petra Kvitova, Nummer drei der Welt und Finalistin der Australian Open, war das gegen die US-Amerikanerin, die mittlerweile stolze 38 Jahre ist, zuvor nicht gelungen.

Im Achtelfinale hatte Kerber gegen die aufstrebende Aryna Sabalenka (Weißrussland) dank eines beeindruckenden Comebacks im dritten Satz den bislang größten Sieg in diesem Jahr gefeiert. Die Formkurve zeigt nach oben. Bis Indian Wells war Kerber in diesem Jahr noch von ihrer Bestform entfernt.

Die Arbeit mit ihrem neuen Trainer Rainer Schüttler scheint mittlerweile zu wirken. Kerber hatte angekündigt, nach den Turnieren von Indian Wells und Miami ein erstes Fazit zu ziehen. Gegen Bencic kann sie dafür sorgen, dass in dieser Bilanz auch ein Finale auftaucht.

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