Am 3. Juni knickte Alexander Zverev im Halbfinale der French Open gegen den späteren Sieger Rafael Nadal unglücklich um und riss sich dabei drei seitliche Bänder im rechten Sprunggelenk.
Schon wenige Tage später, nach einer Operation, setzte ein langwieriger Heilungsprozess ein. Seither trainiert Zverev immer intensiver auf sein Comeback hin.
Auch die US Open (ab 29. August live bei Eurosport) sind offenbar noch nicht vom Tisch.
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Im Eurosport-Interview verrät der Olympiasieger, wie ein typischer Tag aktuell für ihn aussieht, ob er Angst vor einer zu schnellen Rückkehr auf den Tennisplatz hat und mit welchem Spieler er sich im Moment besonders viel austauscht.
Wie läuft der Heilungsprozess und können Sie schon detaillierter sagen, wann in etwa mit einem Comeback zu rechnen ist?
Alexander Zverev: Der Heilungsprozess läuft sehr positiv. Ich mache jeden Tag wichtige Fortschritte und ich freue mich auf die nächsten Aufgaben, die mich dem Tennisplatz immer näher bringen. Ein genauer Zeitpunkt für ein Comeback steht noch nicht fest, aber ich arbeite jeden Tag daran, dass es so bald wie möglich passieren wird.
Wie sieht aktuell ein typischer Tag aus, welche Übungen und Trainingseinheiten sind schon möglich?
Zverev: Die Tage sind sehr lang, man fängt sehr früh an und hört am Abend auf. Wir machen viele Übungen, es gibt immer wieder neue, die permanent dazukommen. Der Fuß wird behandelt, die Beweglichkeit ausgearbeitet, die Kraft und Stabilität wird wieder aufgebaut. Teilweise wird ja das normale Gehen und Laufen neu erlernt. Ich mache Sprint-Übungen im Wasser, absolviere Trainingseinheiten auf dem Laufband und Fahrrad.
Worin liegt bei der Comebackarbeit und -planung in Ihrem Fall und bei dieser Verletzung die größte Gefahr?
Zverev: Na ja, ich möchte nicht an Gefahr denken oder es so nennen. Es gibt im Profisport immer Gefahren und sogar im Alltag ist man Gefahren ausgesetzt. Meine Mannschaft und ich arbeiten jeden Tag hoch konzentriert, damit es nicht zu Problemen kommt. Man möchte natürlich so viel wie möglich trainieren, aber man darf nicht übertreiben. Ich muss sehr genau auf meinen Körper hören und wissen, wann ich meine Grenzen erreicht habe. Ich bin es gewohnt, fast jeden Tag, ob im Training oder Match, das Maximum aus mir rauszuholen. Ein Überschreiten könnte jetzt kontraproduktiv sein.
Sind Sie der Typ, der beim Comeback auch direkt ein Big Event wie die US Open angeht, oder würden Sie ein Grand-Slam-Turnier nur spielen, wenn Sie zuvor ein, zwei Vorbereitungsturniere hatten?
Zverev: Ich möchte jedes Turnier, das ich spiele, gewinnen. Das ist mein Charakter, ich fahre nicht zu Events, um nur daran teilzunehmen. Deswegen werde ich dann spielen, wenn ich das Gefühl habe "Ich kann dieses Turnier gewinnen". Ob das erste Turnier ein Grand Slam ist oder nicht, liegt nicht an der Größe des Events, sondern an meinem Wohlbefinden auf dem Platz. Das ist für mich das Wichtigste.
Gibt es einen Austausch mit anderen Spielern, die am Comeback arbeiten? Stehen Sie zum Beispiel mit Roger Federer in Kontakt und was hören Sie?
Zverev: Mit Dominic Thiem verstehen wir uns sehr gut und haben immer Kontakt. Wir wollen beide wieder zu unserer Topform finden, denn ich hab da ja noch eine Rechnung offen von unserem letzten Grand-Slam-Match.
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