Tatsächlich hat es die Mannschaft von Vincent Vosse bei der Le-Mans-Premiere geschafft, die sportliche Toyota-Tragödie von 2016 noch zu toppen.
So sind es andere Fragen, die erst einmal brennen. Der WRT-Oreca #41 (Kubica/Deletraz/Ye), der bis eingangs der letzten Runde das Rennen angeführt hatte, rollte mit Yifei Ye am Steuer wegen einem defekten E-Gas aus.
Der Gaspedalsensor war in der letzten Runde in die Brüche gegangen. Und das Ganze noch einen Kilometer und eine Minute später als Toyota beim unfassbaren Pech von 2016.
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Die Fahrer waren danach verständlicherweise nicht anzutreffen. Selbst für den erfahrenen Robert Kubica, auf jeden Fall aber für Louis Deletraz und Yifei Ye ist es der wahrscheinlich schlimmste Moment ihrer Karriere.

Delatraz niedergeschlagen nach Desaster in Le Mans

Deletraz äußert seine Gefühle in den sozialen Medien:
Mir fehlen die Worte. Das ist so grausam. Warum wir? Warum nach 23 Stunden und 58 Minuten in der letzten Runde? Wir hatten so eine große Führung ... Wir hatten den Sieg in der Tasche und das Auto bleibt einfach stehen. Ich kann es nicht fassen. Ich bin am Heulen. Le Mans zu gewinnen ist immer ein Traum von mir gewesen, seit ich ein Kind bin."
Niemand wird es ihm verübeln.
Professionell bedankt er sich bei seinen Teamkollegen und dem Team und kündigt an, dass man stärker zurückkehren wird. Trotzdem, diese Gefühle können wohl nur drei Menschen wirklich nachvollziehen. Sie heißen Anthony Davidson, Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi.

Le Mans: Ye und Kubica trauern ihrem möglichen Sieg hinterher

In den offiziellen Statements seitens des Teams wird Ye folgendermaßen zitiert:
Ich habe den Traum gelebt, bis er zusammengebrochen ist. Ich habe das Auto geschont, wo es nur geht, alle Randsteine vermieden, mich einfach nur darauf konzentriert, es nach Hause zu bringen. Manchmal soll es einfach nicht sein. Es tut mir für alle im Team leid. Sie haben einen solch wundervollen Job gemacht."
Ex-Formel-1-Pilot Kubica fügt hinzu:
Ein Rennen auf diese Weise zu verlieren, ist nicht schön. Aber es ist, wie es ist. Gratulation an das Schwesterauto. Wir mussten uns im Rennen nach vorne kämpfen. Als wir das geschafft haben, hatten wir kleinere Schwierigkeiten, aber wir blieben trotzdem vorn. Dann der finale Schlag. Ich glaube, jetzt habe ich fast alles erlebt, was Le Mans einem antun kann."
Glücklicherweise konnte WRT trotzdem feiern, denn Robin Frijns, Ferdinand Habsburg und Charles Milesi brachten einen Zittersieg ins Ziel. WRT triumphiert also Anhieb. Mehr dazu am Montag.
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(motorsport-total.com)

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