5 Gründe, warum der FC Liverpool die Premier League gewinnt

Der FC Liverpool mischt mit "Heavy-Metal-Fußball" die Premier League auf. Die vor Jürgen Klopps Amtsantritt noch herrschende Tristesse ist inzwischen heller Begeisterung gewichen, die "Reds" sind wieder ein heißer Kandidat auf die Meisterschaft. Punktgleich mit Spitzenreiter Manchester City und dem FC Arsenal liegt Liverpool aktuell auf Rang drei, nun scheint sogar der ganz große Coup möglich.

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Tatsächlich scheinen die Chancen für den LFC in dieser Spielzeit so gut wie lange nicht, sich den Titel in der Premier League zu sichern. So gut sogar, dass selbst Alex Ferguson, immerhin 27 Jahre lang Trainer bei Liverpools Erzrivale Manchester United, kürzlich gegenüber dem "kicker" erklärte:
Damit hat der 74-Jährige sicherlich recht. Eurosport.de nennt fünf Gründe, warum Jürgen Klopp und Liverpool die Premier-League-Trophäe in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt nach Merseyside holen.

1. Klopps Vollgas-Fußball fruchtet

Bereits an seinem ersten Arbeitstag hatte Jürgen Klopp den Liverpool-Anhängern Vollgas-Fußball versprochen. Eben die Spielweise, die er während seiner sieben Jahre bei Borussia Dortmund geprägt hatte und die dem BVB immerhin zwei Meisterschaften, einen DFB-Pokal und ein Champions-League-Finale bescherte.
Zu Beginn gab es mit der Umsetzung jedoch noch ein paar Probleme. Die Mannschaft tat sich sichtlich schwer, die klopp'sche Spielphilosophie mit aggressivem Gegenpressing und schnellem Umschaltverhalten zu verinnerlichen.
Gut ein Jahr später funktionieren die Automatismen aber immer besser und der versprochene Vollgas-Fußball, den die englische Presse kurzerhand in "Heavy-Metal-Football" umgetauft hat, entfaltet immer mehr seine Kraft. Gerade in der Offensive, was uns zum nächsten Punkt bringt.

2. Variable Offensivpower

Ganze 34 Tore hat der FC Liverpool in dieser Saison in nur 13 Spielen (24 in der Premier League, zehn im League Cup) bisher erzielt. Ein fantastische Quote, die auch auf den bereits angesprochenen "Heavy-Metal-Fußball" zurückzuführen ist.
Nach dem 4:2-Sieg bei Crystal Palace am Wochenende schwärmte auch Jürgen Klopp von der Angriffspower seines Teams:
Erschwerend kommt hinzu, dass die "Reds" in der Offensive extrem schwer auszurechnen sind: Mit Philippe Coutinho (5), Roberto Firmino (5), Sadio Mané (4), Daniel Sturridge (4), James Milner (4), Adam Lallana (3), Divock Origi (2) und Dejan Lovren (2) trafen bereits acht Spieler öfter als einmal, zudem trugen sich bereits Jordan Henderson, Ragnar Klavan, Emre Can und Joel Matip mit je einem Treffer in die Torschützenliste ein.

3. Überlegte Transferpolitik

Jürgen Klopp konnte die Sommerpause nicht nur dafür nutzen, seiner Mannschaft die von ihm präferierte Spielphilosophie weiter einzuimpfen, sondern auch dafür, um den Kader nach seinen Wünschen umzubauen. 16 Spieler haben im Sommer den Verein verlassen, sieben stießen hingegen dazu.
Durch die vielen Abgänge und die für England verhältnismäßig geringe Summe von etwa 80 Millionen Euro, die in die Neuzugänge investiert wurde, kommt so auch eine insgesamt fast ausgeglichene Transferbilanz zustande.
Das meiste Geld, nämlich knapp 42 Millionen Euro, wurden im Sommer in Sadio Mané vom FC Southampton investiert, wofür Klopp zunächst einmal viel Unverständnis erntete. Der 24-jährige Senegalese strafte seine Kritiker aber schnell Lügen und ist inzwischen aus Klopps Team - nicht nur aufgrund seiner bereits fünf erzielten Tore - nicht mehr wegzudenken.
Überraschend kam für viele auch die Verpflichtung von Joel Matip, den auf der Insel, als er noch bei Schalke 04 unter Vertrag stand, kaum einer auf dem Zettel hatte. Das hat sich inzwischen jedoch geändert und Matip wird als Abwehrchef bereits mit Liverpool-Legende Liverpool-Legende Sami Hyypiä verglichen.
Klopp wusste es schon vorher. "Es war ziemlich klar, dass eine Verpflichtung Sinn machen würde", erklärte er in Bezug auf Matip gegenüber Journalisten und ergänzte:

4. Keine Mehrfachbelastung

Als Tabellenachter des Vorjahres verpasste Liverpool den Sprung ins internationale Geschäft. Und da auch das Endspiel der Europa League gegen den FC Sevilla mit 1:3 verloren ging, kann sich die Mannschaft von Jürgen Klopp in dieser Spielzeit voll und ganz auf die nationalen Wettbewerbe und insbesondere die Premier League konzentrieren.
Im Gegensatz zur namenhaften Konkurrenz ist das natürlich ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. Während ManCity, Arsenal, Chelsea und Co. regelmäßig die Rotationsmaschine anwerfen müssen, können die "Reds" immer auf ihre eingespielte Top-Elf setzen.
Dazu kommt, dass Liverpool in der laufenden Saison bereits gegen Arsenal (4:3), Chelsea (2:1), Leicester (4:1), Tottenham (1:1) und Manchester United (0:0) gespielt und jeweils eine gute Figur abgegeben hat. Das Duell mit den "Skyblues" um Pep Guardiola steht erst am 31. Dezember auf dem Plan.
Bis dahin kann sich Liverpool - während sich die Konkurrenten gegenseitig die Punkte nehmen - gegen die vermeintlich leichten Gegner ein komfortables Punktepolster herausarbeiten.

5. Der Klopp-Faktor

Damit das klappt, muss jedoch die Einstellung stimmen. Immer. Und daher ist - last but not least - natürlich Trainer Jürgen Klopp als wichtiger Baustein des Liverpooler Erfolgskonzepts zu nennen. Dass der 49-Jährige weiß, wie man Titel holt, hat er bereits bei Borussia Dortmund unter Beweis gestellt. Hierbei sind sogar durchaus Parallelen zu erkennen, schließlich traute dem BVB vor der ersten Meistersaison 2010/11 auch kaum einer den Titel zu.
Klopp versteht es, seine Spieler stets bis in die Haarspitzen zu motivieren, auch die letzten Prozentpunkte an Leistungsfähigkeit aus ihnen herauszukitzeln, kurz, sie mit dem Klopp-Virus zu infizieren.
Unbändiger Siegeswille als oberste Prämisse ist genau das, was es braucht, um sich am Ende im Titelrennen gegen die namenhaften Konkurrenten durchzusetzen. Ausrutscher sind nicht erlaubt. Und Ausreden auch nicht. "Den Titel in England zu gewinnen, ist die größte aller Herausforderungen. In keiner anderen Liga gibt es so viele Teams, die Meister werden können", erklärte Klopp vor Saisonbeginn gegenüber dem "Dailly Mirror" und ergänzte:
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