6. September

Es war einer der denkwürdigsten Momente in der Karriere von Franziska van Almsick. Am 6. September 1994 wurde die Berlinerin Weltmeisterin über 200 Meter Freistil. Dem Titelgewinn ging eine emotionale Achterbahnfahrt voraus.

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Die Top-Favoritin ging den Vorlauf taktisch an, was sich als fast verhängnisvoller Fehler entpuppte. Die damals 16-Jährige schwamm die neuntschnellste Zeit und verpasste damit auf sportlichem Weg die Finalqualifikation.

Van Almsicks Glück war, dass Teamkollegin Dagmar Hase Achte der Vorläufe wurde. Für die Olympiasiegerin von Barcelona über 400 Meter Freistil galten die 200 Meter nur als Strecke zum einschwimmen. Medaillenchancen hatte sie keine. Und so verzichtete Hase auf Zureden des Deutschen Schwimmverbands (DSV) auf ihren Platz im Endlauf und machte die Bahn für van Almsick frei.

Die Olympiazweite konnte in ihrer Paradedisziplin als erste Nachrückerin am Finale teilnehmen. Die Möglichkeit wollte van Almsick zuerst nicht wahrnehmen. "Ich habe es nicht verdient", begründete sie die Entscheidung. Vier Stunden redeten Offizielle des DSV auf sie ein, dann gab van Almsick schließlich nach.

Auf Bahn acht schwamm sie schließlich zum ersten Weltmeistertitel ihrer Karriere. 1:56,78 Minuten bedeuteten Weltrekord. Um sechs Hundertstel schlug sie vor der Chinesin Bin Lu an.

Franziska van Almsick nach dem Vorlauf in Rom

Fotocredit: Imago

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