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Emma Hinze fiebert dem Start der UCI Track Champions League entgegen - "Es wird eine richtige Show"
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Publiziert 01/11/2021 um 18:31 GMT+1 Uhr
Wenn die UCI Track Champions League am Samstag im Velodrom von Mallorca in ihre Premieren-Saison startet, ist Emma Hinze als gesetzte Fahrerin im Sprint dabei. Im Eurosport-Interview spricht die fünfmalige Weltmeisterin über ihre jüngsten WM-Erfolge und freut sich darauf, mit dem leicht verständlichen und zuschauerfreundlichen Konzept der Champions League mehr Fans für ihren Sport zu begeistern.
Emma Hinze | Founding rider
Fotocredit: Eurosport
Was gefällt Ihnen an der neuen UCI Track Champions League besonders gut?
Emma Hinze: Ich finde es gut, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind und dass wir die gleichen Strecken fahren. Das geht bei den Events alles Schlag auf Schlag. Kurz aber hart - das gefällt mir. Es wird eine richtige Show mit vielen Lichteffekten und Musik. Es ist lohnt sich, die Events im Fernsehen oder in den Arenen zu erleben.
Wie viel Rückenwind geben die tollen Tage in Roubaix jetzt für den Auftakt zur neuen Serie?
Hinze: Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl aus der WM. Es gibt mir schon Rückenwind zu sehen, dass meine Leistung stimmt und gut ist - und dass ich sie vor allem auch abrufen kann, was mir in Tokio vielleicht nicht so gut gelungen ist.
Bei den Rennen treten Sie jeden Abend gegen fast dieselben Fahrerinnen an. Führt das zu einer intensiveren Rivalität? Und wirkt sich das auch taktisch aus?
Hinze: Ich finde es wirklich spannend, sechs Wochen lang gegen dieselbe Leute anzutreten, weil man ihre Taktik entschlüsseln und lernen kann, wie man einen Sprint gegen sie fährt.
Wer sind denn Ihre größten Rivalinnen?
Hinze: Die eine große Konkurrentin ist sicherlich Kelsey Mitchell aus Kanada, aber dann ist da auch noch Lea - als dreifache Weltmeisterin ist sie natürlich auch eine Rivalin.
Welchen Unterschied macht es für die Fahrer:innen, wenn die Atmosphäre im Publikum stimmt? Sind Sie schneller, wenn die Zuschauer dich anfeuern?
Hinze: Wenn ich an die Weltmeisterschaften in Berlin zurückdenke, definitiv. Das hat mich unheimlich gepusht. Die Leute haben meinen Namen gerufen, es war richtig laut und wirklich aufregend. Ja, gute Stimmung ist schon wichtig.
Bei der UCI Track Champions League werden zwei ihrer Lieblingsdisziplinen gefahren: Sprint und Keirin. Was mögen Sie lieber?
Hinze: Ich mag beides. Aber ich bevorzuge den Sprint, weil es nur eine Konkurrentin auf der Strecke ist und man eine gute Taktik haben muss. Und es ist wie Katz und Maus. Das ist auch für die Fans interessant anzusehen.
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Deutscher Doppelsieg im Sprint! Hinze gewinnt Gold vor Friedrich
Quelle: Eurosport
Ich habe ein großartiges Bild von Ihnen gesehen. Am Start eines Sprints, und Sie stehen da, die Hände auf dem Lenker, und schauen die Fahrerin neben sich an. Man sieht ihre Augen nicht mehr, aber das Foto strahlt eine ungeheure Intensität aus. Ist es diese Intensität, dieses Eins-gegen-Eins, die den Sprint so besonders macht?
Hinze: Ja, der Sprint ist wirklich sehr intensiv, weil es nur zwei Personen sind, die beide gewinnen wollen. Dabei ist es sehr eng, man fährt meist sehr nah aneinander. Jede will die beste Taktik haben, die Schnellste sein und als Erste über die Linie fahren.
Was macht die Formate bei der UCI Track Champions League so besonders - worauf freuen Sie sich speziell?
Hinze: Ich freue mich auf die Zuschauer, die vor Ort hoffentlich gute Stimmung machen. Mit den Lichteffekten und der Musik können wir uns auch einfach darauf freuen, wieder zu Rennen fahren und Spaß zu haben, was zuletzt ja nicht selbstverständlich war. Außerdem freue ich mich darauf, viel unterwegs zu sein und viele Städte zu sehen.
Sie haben es gesagt, die Velodrome verwandeln sich für die UCI Track Champions League in richtige Arenen - mit Lichtshows, Musik und großer Inszenierung. Es wird eine ganz besondere Umgebung, in der die Rennen stattfinden. Freuen Sie sich darauf?
Hinze: Ja, natürlich, es hat mich an die Sixdays erinnert, an denen ich letztes Jahr zum erste Mal teilgenommen habe - das war so cool, all die Bildschirme und die Musik zu haben. Es war wie auf einer Party, das ist richtig gut.
Freuen Sie sich darüber, dass sich der Bahnradsport jetzt auf diese Weise entwickelt und Sie Teil davon sein können?
Hinze: Ich bin wirklich stolz darauf, ein Teil der ersten UCI Track Champions League zu sein, und auch auf die Entwicklung, denn ich hoffe, dass mehr aus unserem Sport wird. Dass sich die Leute mehr dafür interessieren, sich unsere Events im Fernsehen und in den Arenen anschauen und damit auch die Disziplinen besser kennenlernen. Dass der Bahnradsport einfach ein bisschen mehr wahrgenommen wird, als es vielleicht aktuell der Fall ist.
Eine weitere Neuerung ist das Führungstrikot, dass nach jedem Event verliehen wird. Ist das für Sie eine Motivation, ein Trikot, das Sie am liebsten jede Woche tragen würden?
Hinze: Ich denke, es ist wie das Weltmeisterschaftstrikot, das jeder gewinnen möchte. Es ist wirklich schön, dass jeder sehen kann, dass man im Moment der Beste ist. Das ist schon motivierend.
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UCI Track Champions League - eine neue Ära beginnt
Fotocredit: Eurosport
Die Trophäe ist riesig, fast einen Meter lang. Wenn Sie die gewinnen würden, passt Sie überhaupt in irgendein Regal?
Hinze: Klar, da würde schon einen guten Platz finden. Sie ist wirklich riesig, fast so groß wie ich selbst. Ich glaube, es ist die größte Trophäe, die man im Moment im Radsport gewinnen kann.
In diesem Jahr kann man Geschichte schreiben und sich als erste Siegerin in den Annalen der UCI Track Champions League verewigen. Ist das eine Extraportion Motivation?
Hinze: Es ist aufregend. Aber ich freue mich auf die gesamte Serie, weil sie neu ist. Da wurden sich viele Gedanken gemacht, wie man den Leuten zeigen kann, wie aufregend unser Sport ist. Mir gefällt das gesamte Konzept sehr gut.
Was hat Sie veranlasst als Founding Rider bei der UCI Track Champions League dabei zu sein?
Hinze: Wie gesagt, ich mag das Konzept: Wir zeigen den Leuten in kurzer Zeit, wie unser Sport funktioniert. Wir fahren nicht den ganzen Tag. Es sind nur ein paar Rennen, aber die sind richtig heiß. Mir gefällt es auch, dass die Serie sechs Wochen lang immer wieder im TV zu sehen ist. So können sich die Leute das immer wieder anschauen und haben die Möglichkeit, unseren Sport und seine Disziplinen besser zu verstehen.
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Hinze erklärt: Das macht die UCI Track Champions League so besonders
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