UCI Track Champions League: Bahnrad-Asse freuen sich auf Olympia-Generalprobe in Paris
VonFelix Mattis
Publiziert 02/11/2023 um 19:45 GMT+1 Uhr
Wenn am Samstagabend im Velodrome National de Saint-Quentin-en-Yvelines vor den Toren von Paris der dritte Abend der UCI Track Champions League 2023 anläuft, bietet sich den Athleten und Athletinnen der Bahnrad-Serie eine große Chance: Sie sind die Letzten, die auf der Olympia-Bahn der Olympischen Spiele 2024, einen großen internationalen Wettkampf mit Weltklassebesetzung bestreiten dürfen.
UCI Track Champions League : Teaser promo UCI TCL Saint Quentin en Yvelines
Quelle: Eurosport
Der dritte Lauf zur UCI Track Champions League 2023 ist ein besonderer, denn für die Athleten und Athletinnen kommt es am Samstagabend im Velodrome National zur Olympia-Generalprobe.
Auch wenn die meisten Bahn-Asse das 2014 eröffnete Velodrome National schon gut kennen, gerade weil erst im vergangenen Jahr dort die Weltmeisterschaften ausgetragen wurden, ist der TCL-Abend eine willkommene Gelegenheit, mit der Olympia-Bahn noch vertrauter zu werden.
"Es ist eine wichtige Möglichkeit für alle, die am Samstag am Start stehen, noch einmal ein gutes Gefühl mit dieser Bahn zu verknüpfen", erklärte die Spitzenreiterin der Endurance League, die Britin Katie Archibald, Eurosport.de im Vorfeld.
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Eine Klasse für sich: Lavreysen im Keirin überlegen wie selten
Quelle: Eurosport
Und die Neuseeländerin Ellesse Andrews, Spitzenreiterin in der Sprint League, erklärte, dass für sie vor allem auch die Tatsache, dass sie schon die ganze Woche im Ibis-Hotel direkt vorm Velodrom wohnt und beinahe täglich auf dem 250 Meter langen und acht Meter breiten Oval trainieren konnte, viel bringe.
"Gerade auch das Training diese Woche ist wichtig gewesen, um unterschiedliche Dinge auszuprobieren und zu sehen, was dann passiert", so die 23-Jährige.
Trainings-Vorteil für Übersee-Athleten und -Athletinnen?
Gerade die Athleten und Athletinnen aus Übersee reisen bei der Track Champions League oft von einem Rennwochenende sofort weiter zum nächsten Veranstaltungsort, während die Europäer und Europäerinnen zwischen den Wochenenden nach Hause zurückkehren.
Oder eben zuhause bleiben, wie der Berliner Theo Reinhardt nach dem zweiten TCL-Abend in der deutschen Hauptstadt am vergangenen Wochenende, und auch Alessa-Catriona Pröpster, die zu ihrer Ausbildungsstätte der Bundespolizei in Kienbaum nur wenige Kilometer zurückzulegen hatte.
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Keirin-Finale: Nur Weltmeisterin Andrews stärker als Pröpster
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Für beide ist das Warmwerden mit der Olympia-Bahn aber ohnehin weniger wichtig. "Natürlich ist es immer gut, die Olympia-Bahn zu testen. Man hat dann schon Vorteile. Aber für mich ist es wahrscheinlich nicht so wichtig, weil ich nächstes Jahr nicht geplant bei Olympia dabei bin", erklärte die 22-jährige Pröpster, die sich realistischerweise eher auf eine Reserve-Rolle bei den deutschen Teamsprinterinnen hinter Lea Friedrich, Pauline Grabosch und Emma Hinze Hoffnungen macht, denn auf einen echten Startplatz.
Und der elf Jahre ältere Reinhardt hat ohnehin schon sehr viel Erfahrung mit Saint-Quentin-en-Yvelines.
Reinhardt kommt mit viel Erfahrung nach Paris
"Wir hatten mittlerweile wirklich viele Wettkämpfe dort, zwei WMs, Weltcups und so weiter - nicht so wie in Tokio oder bei anderen Olympischen Spielen, wo die Bahn neu gebaut wurde. Grundsätzlich kenne ich die Bahn also und es wird für mich eher keine neuen Erkenntnisse geben", erklärte er Eurosport.de, nannte aber einen anderen interessanten Aspekt: "Wichtiger ist wahrscheinlich für uns als Nation, nochmal Material dort zu testen."
Vor allem für jüngere Sportler und Sportlerinnen mit Olympia-Ambitionen wird es am Samstag also wichtig werden, alles rund ums Velodrome National aufzusaugen. Vorfreude aber verspüren ältere und jüngere gleichermaßen.
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Richardson geht übers Limit: Titelverteidiger völlig platt
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"Ich freue mich sehr darauf, auf der Olympiabahn zu fahren und auch etwas das Gefühl von den letztjährigen Weltmeisterschaften wieder zu bekommen", sagte der niederländische Dominator der Sprint League, der in Saint-Quentin-en-Yvelines 2022 das Regenbogentrikot eroberte, Harrie Lavreysen.
Breit und steil: Eine Bahn für ein High-Speed-Spektakel
Einig sind sich alle Protagonisten und Protagonistinnen vor dem TCL-Abend in Paris, dass es ein High-Speed-Abend werden dürfte. "Paris ist eine total schöne Bahn", sagte Pröpster. "Ich bin letztes Jahr dort die WM gefahren und hatte dieses Jahr die Vorbereitung für die U23-EM dort - also ich kenne die Bahn schon ein bisschen. Sie ist megabreit und man kann echt viel Schwung holen von oben."
Tatsächlich ist keine andere Bahn in dieser TCL-Saison breiter als die acht Meter von Paris - und mit einer Neigung von 44,2 Grad wird es in den Kurven auch sehr steil. Nur Berlin war mit 45 Grad einen Tick steiler.
"Die Bahn ist breit und sehr rund, um es bildlich zu erklären: Sie hat relativ lange Kurven und kurze Geraden, auch im Vergleich zu Berlin oder London. Das heißt sie gibt es her, sehr, sehr schnell zu fahren", erklärte Reinhardt.
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Perfekter Start: Lavreysen in vier Finals unbezwingbar
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