UCI Track Champions League - Vogel lobt Pröpster: "Fährt intuitiv und versteht Taktik sehr gut"
VonFelix Mattis
Publiziert 29/10/2023 um 14:01 GMT+1 Uhr
Kristina Vogel weiß, wovon sie spricht, wenn sie in einem Velodrom das Mikrofon in die Hand nimmt. Die Doppel-Olympiasiegerin und elffache Weltmeisterin war in ihrer aktiven Laufbahn jahrelang die beste Sprinterin der Welt. Nun sieht die Eurosport-Expertin bei der UCI Track Champions League mit Alessa-Catriona Pröpster den nächsten deutschen Sprint-Stern in die Weltspitze aufsteigen.
Keirin-Finale: Nur Weltmeisterin Andrews stärker als Pröpster
Quelle: Eurosport
"In Berlin macht Bahnradsport immer mega viel Spaß. Es ist eine der schnellsten Bahnen der Welt, das hat man heute wieder gesehen", sagte Vogel Eurosport.de nach dem zweiten Abend der Saison im Hauptstadt-Velodrom und lobte vor allem den 22-jährigen deutschen Shooting-Star:
"Wenn dann eine Deutsche wie Alessa Pröpster so gut performt, dann freut mich das noch mehr. Es war wieder sehr cool heute."
Besonders hat es der 32-Jährigen die Fahrweise und die Unerschrockenheit des Youngsters angetan.
Nur Andrews stärker als Pröpster
Denn Pröpster trat nach ihrem Sensations-Debüt auf Mallorca im Champions-League-Führungstrikot beim Heimspiel in Berlin an, ließ sich davon aber kaum beeindrucken und fuhr sowohl im Sprint-Turnier als auch im Keirin erneut sehr stark. Einzig Keirin-Weltmeisterin Ellesse Andrews war jeweils stärker und nahm ihr deshalb auch das hellblaue Trikot ab.
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Sprint: Pröpster unterliegt Andrews im Halbfinale von Berlin
Quelle: Eurosport
"In meinem Kopf habe ich das Trikot nicht verloren, weil es schon ein überragender Erfolg für mich war, es überhaupt zu tragen", sagte Pröpster selbst anschließend und erklärte: "Es ist etwas Besonderes, so ein Trikot zu tragen – und es macht vielleicht auch ein bisschen Druck. Es ging ja schon durch die Medien, als Newcomerin. Aber ich versuche trotzdem die Coolness zu behalten, das ist bei mir immer ganz wichtig."
Dass sie die Ruhe bewahrte, zeigte sich in ihrer Fahrweise in Berlin – und Vogel lobte daher: "Sie fährt sehr intuitiv, versteht die Bahn-Taktik sehr gut - und an den paar PS, die vielleicht noch fehlen, arbeiten wir noch."
"In Paris kann alles passieren"
Nach zwei von fünf Stationen in der UCI Track Champions League ist Pröpster nun Gesamtzweite der Sprint League und liegt mit 65 Punkten nur fünf Zähler hinter Andrews. Sprint-Weltmeisterin Emma Finucane hat mit 47 Punkten bereits deutlich mehr Rückstand.
"Alessa ist als Zweite in einer guten Position, fünf Punkte fehlen zum Leaderjersey und es kann in Paris alles passieren", meinte Vogel mit dem Blick voraus auf die nächste Station auf der Olympia-Bahn von Saint-Quentin-en-Yvelines vor den Toren von Paris am kommenden Samstag. In der Woche danach wartet dann das große Finale in London, mit einem Doppel-Event am Freitag und Samstag.
Auch abgesehen von Pröpster erwartet Vogel dort noch viel Spannung. "Das Coole ist, dass bis auf die Sprint League der Männer, wo Harrie Lavreysen nicht von diesem Planeten ist, alle Ligen sehr eng sind", meinte die Ex-Weltmeisterin.
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