Am Donnerstagabend wird es laut Liga eine Videokonferenz geben. Einige Profis, Vertreter der 13 in den Play-offs verbliebenen Klubs und der Spielergewerkschaft NBPA, Liga-Offizielle sowie die NBA-Legende Michael Jordan werden daran teilnehmen. Der Besitzer der Charlotte Hornets ist Vorsitzender eines Ausschusses für Arbeitsangelegenheiten.

Wegen eines neuen Falls von Polizeigewalt in den USA waren die Milwaukee Bucks am Mittwoch nicht zu ihrem Achtelfinalspiel gegen Orlando Magic angetreten. Die NBA sagte wenig später die beiden übrigen für den Tag angesetzten Partien ab. Andere nordamerikanische Ligen (MLB/Baseball, MLS/Fußball, WNBA/Frauen-Basketball) zogen nach.

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NBA-Boykott: Bucks-Spieler fordern Gerechtigkeit und Wandel

Am Donnerstag sollten eigentlich drei Begegnungen stattfinden: Das erste Viertelfinale zwischen dem Meister Toronto Raptors und den Boston Celtics (mit Daniel Theis) sowie die Achtelfinals Dallas Mavericks (mit Maximilian Kleber) - Los Angeles Clippers und Utah Jazz - Denver Nuggets. Dallas hatte schon vor der Liga bekannt gegeben, dass das Spiel nicht stattfindet. "In Solidarität mit der NBA-Familie" schrieb der Klub auf seiner Homepage.

Grundsätzlich wollen die Spieler die Saison laut Medienberichten fortsetzen. Am Donnerstag fand bereits ein Meeting der Profis statt. Nur die beiden Klubs aus L.A., Lakers und Clippers, haben sich angeblich für einen Saisonabbruch ausgesprochen.

Die Frauen-Profiliga WNBA sagte schon vor der NBA ihre drei für Donnerstag in Bradenton/Florida vorgesehenen Spiele ab.

Trump kritisiert Protestaktion: NBA wie "eine politische Organisation"

US-Präsident Donald Trump hat die NBA nach dem Boykott der Play-off-Partien aus Protest gegen die Polizeigewalt im Land kritisiert. Die Liga sei so etwas "wie eine politische Organisation geworden", sagte Trump, "und das ist keine gute Sache."

Am Mittwoch waren die Teams nicht zu ihren Spielen angetreten. "Ich weiß nicht viel über die Proteste. Aber ich weiß, dass ihre TV-Quoten schlecht waren, weil die Leute der NBA überdrüssig sind", so Trump.

Die Teams reagierten mit ihrem Protest auf den Fall Jacob Blake. Der Schwarze war am vergangenen Wochenende von einem Polizisten von hinten niedergeschossen worden.

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(SID)

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