Der Ex-Biathlet und Staffel-Olympiasieger von Turin 2006 ist bereits mit Lesser in Kontakt getreten. Rösch hat den Eindruck, dass der 32-Jährige auf einem guten Weg ist, seine herbe Enttäuschung zu verarbeiten.

"Er hat schon jetzt seinen Humor wieder und mir bei WhatsApp mit einem lockeren Spruch geantwortet", verriet er.

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Rösch lieferte zudem einen Erklärungsversuch, warum es bei Lesser zu so einen dramatischen Leistungsabfall kommen konnte.

"Meine Vermutung war, dass er "sauer" war – also dass er mit Laktat voll war, eine riesige Sauerstoffschuld hatte. So war es auch, wobei er sich auch nicht erklären kann, wie genau es zu diesem Problem gekommen ist", führte er weiter aus.

Rösch: "Lesser wird zurückkommen"

Der Ex-Biathlet habe das "auch schon erlebt" und versuchte daher zu erklären, wie es seinem Kollegen in der Situation wohl ergangen ist:

"Du hast zwei Betonfüße, zwei Betonbeine und zwei Betonarme. Du kannst nichts mehr machen", sagte Rösch.

Er ging weiter ins Detail: "Und dann kommt ja irgendwann noch die Komponente Kopf hinzu, du merkst, dass dich Läufer aus Nationen wie Rumänien überholen, die dich sonst nie überholen. Wenn du das erlebst, werden 2,5 Kilometer zur Endlosschleife."

"In den Telefonaten mit ihm in letzter Zeit habe ich auch keinerlei Andeutung gehört, dass er ans Karriere-Ende denkt", bekräftigte der 37-Jährige. Deshalb sei er sicher, dass Lesser "stärker denn je" zurück komme. Der Biathlon-Weltcup geht am 1. März im tschechischen Nove Mesto weiter.

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