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Mit Video | "Zu viele Patronen gebraucht": Deutschland verpasst WM-Medaille

Mit Video | "Zu viele Patronen gebraucht": Deutschland verpasst WM-Medaille

13/02/2020 um 16:30Aktualisiert 13/02/2020 um 17:29

Die deutschen Biathleten haben bei der WM in Antholz einen mittelmäßigen Start erwischt. Die Mixed-Staffel kam in der Besetzung mit Franziska Preuß, Denise Herrmann, Arnd Peiffer und Benedikt Doll auf Rang vier. Gold holte sich das Team aus Norwegen um Superstar Johannes Thingnes Bö. Italien auf dem Silberrang und Tschechien als Dritter komplettierten das Podium bei der ersten WM-Entscheidung.

"Das lief nicht wirklich erfolgreich für uns, wir haben zu viele Patronen gebraucht. In diesem Rennen hängt viel vom Schießstand ab und da waren wir zu schlecht", zog Peiffer im Eurosport-Interview Bilanz.

Preuß als Startläuferin hatte nach drei Nachladern auf Rang elf an Herrmann übergeben. Der Rückstand auf die Spitze betrug schon 34,9 Sekunden. "Ich habe mich schwer getan. Es war etwas der Wurm drin", sagte die 25-Jährige.

Strafrunde bringt DSV-Staffel in Not

Herrmann schlug von Beginn an ein hohes Tempo an. Nach fehlerfreiem Liegendschießen lag sie nur noch 11,7 Sekunden zurück und kam immer näher ran. Doch offensichtlich hatte sie überdreht und musste beim Stehendanschlag in die Strafrunde. Beim Wechsel auf Peiffer waren es 41,4 Sekunden auf die schon da führenden Norweger. Der Routinier und Doll konnten die Lücke aufs Podest nicht mehr zulaufen.

Video - "Das ist viel Nervosität im Spiel!" Die Highlights zur Mixed-Staffel

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Dabei hatten die Deutschen so sehr auf einen tollen Einstand gehofft. Der sei "immens wichtig, um Ruhe und Sicherheit zu bekommen", hatte Bundestrainer Mark Kirchner vor dem Rennen betont und eine Medaille als Ziel formuliert.

Bö macht Norwegens Gold perfekt

Letztlich ging der erste Titel beim Saisonhöhepunkt in Südtirol in 1:02:27,7 Stunden (0 Strafrunden + 7 Nachlader) an Favorit Norwegen um die Stars Tiril Eckhoff und Schlussläufer Johannes Thingnes Bö, der nach dem Rennen erklärte:

"Beim letzten Schießen war ich etwas nervös und auch das Stadion war nervös. Wir haben heute aber eine großartige Teamarbeit geleistet."

Gastgeber Italien (0+6/15,6 Sekunden zurück) und die überraschend starken Tschechen (0+2/30,8) feierten ihre Medaillen ebenfalls ausgelassen.

"Dann geht dir schon der Arsch auf Grundeis"

Deutschland (1+10) fehlten mit Schlussläufer Doll bei traumhaften Bedingungen am Ende 18,4 Sekunden auf das Podest.

"Wenn du den letzten Nachlader einführst, dann geht dir schon der Arsch auf Grundeis. Daran darfst du nicht denken, aber das ist mir zu Kopf gestiegen", sagte Herrmann im "ZDF" enttäuscht. "Das ist schon sehr doof. Es ist kein Ausfall, aber bei einer WM geht es eben um Medaillen", ergänzte Doll.

Herrmann peilt Sprint-Medaille an

Über 7,5 km gehört Herrmann trotz ihrer Probleme in der Mixed-Staffel zu den Favoritinnen. Neben Herrmann und Preuß sind im Sprint auch Janina Hettich, Vanessa Hinz und Karolin Horchler startberechtigt.

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